04/08/2007

Shameless Self Promotion (985)

Yours Truly war heute ausnahmsweise mal zu Gast in den Hörfunkempfängern dort draußen im Lande. Genauer: im Deutschlandradio Kultur, in einer Sondersendung des Blogspiels zum Thema "Zukunft des Fernsehens" --> MP3. (Mein Gegrummel findet sich im letzten Drittel der Sendung.)



31/07/2007

Zitat des Tages

Aus einer Meldung auf heise.de über eine geplante Verschärfung des US-Urheberrechts:

Lebenslängliche Haft droht demnach beim Einsatz unlizenzierter Software mit Todesfolge oder bei der Verwendung illegal kopierter Programme bei einem Mordversuch.

Kann es sein, dass man künftig nicht nur Radsportler zur Doping-Probe schicken sollte, sondern auch Copyright-Lobbyisten? Und falls ja: Was ist das für ein Zeug, das die alle zu sich nehmen?



Chefredakteur-kompatible Definition

"Video-Widgets sind die neuen Einleger."

Aus einer E-Mail-Korrespondenz, in der es darum ging, wie man gestandenen Medienmenschen, die ihren Lebensunterhalt bislang durch den Verkauf bedruckten Papiers finanziert haben, all diese neuen Netzdinger erklärt; beispielsweise einbettbare Video-Player.



30/07/2007

Scroll down to look at the Pussy, Sebastian Foss!

Tja, so kann es gehen: Da hat wohl ein junger Mann aus der deutschen Provinz (Map) neulich mal nach seinem Namen gegoogelt und festgestellt, dass er im Netz nicht nur recht bekannt, sondern offensichtlich auch ausgesprochen unbeliebt ist.

Hier ein paar Meinungen über ihn:

"Bruce consistently wonders whether Mr. Foss is genuinely evil, or if he's merely too stupid to understand the difference between right and wrong. The evil version of Sebastian Foss has just learned that his latest money-making scheme is about to become obsolete, so he's selling the technique to milk as much cash as he can from people who don't realize they're buying a Cinderella dress a few minutes before midnight. The stupid version thinks that anything which is not explicitly illegal is acceptable, and wants to share his tricks with the world." (Quelle)

und

"I suffer from his fraudulent and spammy activities too. I find his URLs in my referrer stats, I receive his email spam from the desk of Sebastian Foss, and people get mad on me because they assume I'm him just because I blog about SEO and Internet marketing." (Quelle)

und

"I don't know if I can help you with the spam site, but I can help you spread the word and blast this sneaky blog-blaster guy out of town. I'm sure he has cought many more fish like you and me with his claiming that this is not spam and how great he is to let out this 'wonderful' program. Don't worry I'm sure he'll get himself into trouble one day trying to make easy money." (Quelle)

So wie es aussieht, hat sich da jemand mit vielerlei (hüstel) fragwürdigen und auf den schnellen Reibach ausgelegten Aktivitäten eine ganze Menge Feinde im Netz gemacht.

Sogar auf Yahoo Answers hat der Mann es schon geschafft: How do I stop getting SPAM from Sebastian Foss?

Eine Sache wäre es, nun einzugestehen, dass man sich wohl aus einer Mischung aus Gier und Naivität auf die dunkle Seite des Netzes begeben hat, Besserung zu geloben, all die fishy Websites vom Netz zu nehmen und zu hoffen, dass irgendwann all die Blog- und Foren-Einträge, die alle wutschnaubend den eigenen Namen nennen, wenigstens von den ersten Google-Seiten nach hinten rutschen. Wer öffentlich einen Fehler zugibt, wird selten gesteinigt.

Das wäre eine Sache.

Eine andere Sache ist es, weiterhin mit (hüstel, hüstel) äußerst fragwürdigen Methoden die schnellen Taler aus dem Netz abfischen zu wollen (whois) und gleichzeitig Leuten, die darüber berichten Faxe mit der Androhung juristischer Schritte zu schicken.

Ich glaube es hakt!

Weißt Du was, Sebastian Foss? Die Katze gibt Dir die Antwort:



29/07/2007

Wir basteln uns ein tragbares Fernsehstudio

Ja, ich weiß, wer so ein richtig cooler Videoblogger sein will, der faselt einfach in die Kamera, was ihm gerade durch die Synapsen saust. Authentizität, Spontaneität und so. Is schon klar.

Ich bin uncool. Ich bin so oldschool, dass ich meine Aufsager Wort für Wort aufschreibe und dann Satz für Satz in die Linse labere. In Ermangelung eines professionellen Teleprompters lief das bisher in etwa so: einen Satz auswendig gelernt, Kamera an, einen Satz aufgesagt, Kamera aus, zweiten Satz auswendig gelernt usw. (Womit ich jetzt auch endlich das Geheimnis gelüftet hätte, warum es bei den El-Rep-Anmoderationen vor Schnitten nur so wimmelt :-))

Seit Neuestem ist alles anders, denn ich habe mir nun diese lustige Konstruktion zusammengeschraubt:



Ein simples Sechs-Zoll-LCD-Display, mit Hilfe eines kleineren Noga-Arms (nach dem ich hier noch auf der Suche war), auf den Blitzschuh montiert. Zieht man alle Schrauben brav an, sitzt das Ding erstaunlich fest.



Mit der richtigen Software auf dem angeschlossenen Notbuch scrollt der Text wunderbar sahnig aufwärts und man muss nur noch eine alte Fähigkeit aus längst vergangenen Grundschulzeiten reaktivieren: laut vorlesen.

Mikro und Funkempfänger finden derweil beide auf dem J-Rod ihren Platz, der in der Mikrofonhalterung der DVX steckt.



Das Beste: Die Gesamtkonstruktion ist in der Tat mobil; das Display bezieht seinen Saft aus einem Akku-Pack, das angeblich vier Stunden halten soll. Und: Das Display kann vor Ort natürlich auch als ganz banaler Camcorder-Monitor dienen und verhält sich dann beim Sichten des gedrehten Materials ausgesprochen hilfreich.

Ideal ist das Equipment-Paket auch für angehende Kriegsberichtserstatter. Angehörigen dieser Berufsgruppe sagen böse Zungen ja nach, sie würden den ganzen Tag in der Hotelbar CNN schauen, um dann abends, während der Schalte vom Hoteldach (Rauchfahnen im Hintergrund und so), höchst Dramatisches in die Kamera zu sprechen. Aber so was behaupten natürlich, wie gesagt, nur die bösen Zungen ;-)



20/07/2007

Oh, Gott!

Jetzt kapern die Christen schon die Barcamp-Bewegung. Ist denen denn nichts heilig?



18/07/2007

Jetzt bin ich wer!

Gerade erst gemerkt: Beetlebum hat Stefan und mich verewigt. Nu is wirklich Schluss mit lustig. Geadelt. Mit einem einzigen Ritterschlag Federstrich. In Zukunft möchte ich bitte gesiezt werden. Jeden Tag. Mehrmals.

[Danke an Lu für den Hinweis]



14/07/2007

Nur die Liebe zählt

In meiner übergroßen Schublade mit der Aufschrift "Projekte, die ich ganz bestimmt mal realisieren werde, wenn ich ein wenig dafür Zeit habe", liegt das Konzept für ein Buch, das die Vergangenheit, Gegenwart und projizierte Zukunft des Internet, der menschlichen Gesellschaft und des ganzen Rests aus einem etwas spezielleren Winkel beleuchten wird. Arbeitstitel: "Der späte Sieg der Hippies".

Inhalt (in etwa): Wie das Netz und die ihm zugrundeliegende Systemarchitektur (die ja bekanntlich nicht, wie die urbane Legende besagt, militärischen Ursprungs ist, sondern vielmehr von einer Hand voll Hippies realisiert wurde, die im LSD-Rausch lieber Netzwerkkabel knoteten, statt in Woodstock rumzugammeln (Achtung: dies war eine leicht boulevardeske und verkürzende Zuspitzung)) dafür sorgt, dass Jahrzehnte später die Meme der Blumenkinder den Mainstream unterwandern.

Ja, steile These, ich weiß, aber es lassen sich landauf, landab X Indizien für diese Entwicklung finden.

Hier ist Clay Shirky, einer meiner Lieblings-Daten-Hippies: "Now we can do big Things for Love"



Großartig! Ich liebe Euch alle!



12/07/2007

Anno 1994

13 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Damals erklärte das mittlerweile verblichene Unternehmen "Digital Equipment Corp." der Welt dieses komische Interdings mit Hilfe dieses kleinen Filmchens:



So ist das eben mit der Relativität: Einerseits haben wir schon eine beachtliche Wegstrecke hinter uns, andererseits sind wir gerade erst losgegangen. Lustige Zeiten voraus!

[via Philipp]



30/06/2007

Aus gegebenem Anlass



Dazu passend: Announcing the Apple iProduct.

(Hatte ich vor 2 1/2 Jahren schonmal. Gilt immer noch.)



28/06/2007

Nicht, dass jemand glaubt, ich sei zum Spaß hier





Deutsch-arabischer Mediendialog, Amman, Jordanien



25/06/2007

Ping aus dem Nahen Osten





Felsenstadt Petra (Wikipedia-Eintrag)

Mehr Fotos



19/06/2007

Danke der Nachfrage

Ja, ich freue mich sehr darüber. Allerdings wird die Grimme-Online-Award-Verleihung morgen zwangsläufig einen negativen Beigeschmack haben: Es gibt nämlich traditionell nur Kölsch.

Update: Schön wars!


Mehr Fotos: offiziell, inoffiziell



16/06/2007

Multiple Bewegungen an der Bewegtbildfront

Foto: Nathan Callahan

In der nächsten Woche werden auf dem Medienforum NRW mal wieder die alten Männer der alten Medien die Podien dominieren. Sie werden sich gegenseitig bestätigen, dass es dem Fernsehen derzeit so gut geht, wie noch nie, sie werden davon faseln, dass IPTV ja doch nichts anderes ist, als lediglich eine neue Variante des Fernsehkabels, sie werden außerdem ein paar neblige Sprechblasen über die "Chancen der Digitalisierung" absondern und sie werden obendrein permanent, bei jedem Blick auf den heranrollenden Wandel in den Medien, ein zwischen allen aufgesagten Zeilen schwebendes, aufdringlich-optimistisches "Es wird schon nicht so schlimm werden" in den Raum entfleuchen lassen.

Doch!

Wird es!

Und noch viel schlimmer!

Es reicht, sich die Neuigkeiten einer einzigen Woche anzuschauen, um ohne allzugroßes Risiko eine Wette auf die Stoßrichtung der Bewegtbild-Zukunft abschließen zu können: Alles rollt in Richtung Dezentralisierung und On-Demand. Nix ist mehr mit "senden".

Hier ein paar wenige Indizien, allesamt nur ein paar Tage alt:

Joost verhandelt gerade mit Hardware-Herstellern über eine werkseitige Integration ihres Dienstes. Diese Entwicklung hatte Meinereiner ja bereits im Dezember auf dem Zettel.

Momentan leidet Joost ja in aller Öffentlichkeit unter dem Henne-Ei-Problem: Ohne nennenswerte Nutzerzahlen keine Werbekunden, ohne fließenden Werbegeldstrom keine attraktiven Inhalte und ohne Inhalte keine steigenden Nutzerzahlen. Mit einem Hardware-Zugang auf die wohnzimmerliche Glotzkiste könnte Joost das Schwungrad endlich in Bewegung setzen. Coutchpotatoes sind Set-Top-Boxen schließlich gewohnt. Dieses Prinzip muss man ihnen nicht noch großartig erklären. Und um Inhalte kümmert sich das Joost-Team offenbar auch fleißig. Immerhin hat Paramout jüngst ein paar Filme in den Joost-Pool geschüttet. Da kommt noch was.

Auch an anderen Ecken wird emsig an der Verschmelzung von Netzvideos und Flimmerkiste gewerkelt. Der in den USA äußerst erfolgreiche PVR-Dienst Tivo (nebenbei: Wann startet hierzulande eigentlich ein vergleichbarer Service?) hat jetzt nahtlos eine Download-Möglichkeit für Amazons Unbox-Videothek in seine Oberfläche integriert. Man mag von diesem DRM-verseuchten Krams halten, was man will: Als Option, mal eben mit der Fernbedienung einen Film oder eine Serienepisode auf die heimische Glozte zu ziehen, ist das System zumindest nicht ganz uninteressant.

Gratis-Videos aus dem Netz bietet das Tivo-Menü ja schon länger, beispielsweise Bewegtbilder der New York Times, von Cnet oder von Rocketboom. Media-RSS ist für Tivo-Nutzer längst Alltag, selbst wenn sie noch nie den Begriff RSS gehört haben sollten. So muss es auch sein.

Die Nischifizierung des Fernsehens geht unterdessen fröhlich weiter. Exemplarisch: Jetzt gibt es sogar das Alte Testament in den neuesten Medien. Das Jewisch TV Network erfreut mit Reportagen und humorvollen Jiddisch-Kursen. Welcome to the Long Tail.

In den Chef-Etagen der TV-Sender und Mobilfunkkonzerne ist Handy-TV bekanntlich ein beliebtes Thema. Die Sender hoffen, ihre davonlaufenden Zuschauer wenigstens noch unterwegs mit ihren Programmen zu erreichen, die Handynetz-Ologopolisten erwarten ein tolles Geschäft mit einer DVB-H-fähigen Gerätegeneration. Was aber, liebe Konzerntrategen, wenn die Mobile-TV-Entwicklung sich überhaupt nicht die Glotze zum Vorbild nimmt, sondern das Netz? Was, wenn sich auch auf den Mini-Displays die Dezentralität einnistet und eben nicht das monolithische Broacast-Prinzip des letzten Jahrhunderts?

Eine UMTS-Flatrate und ein nicht ganz so altes Telefon vorausgesetzt, ist Handy-TV nämlich längst möglich. Selbst Youtube macht sich gerade fürs Telefon-Display hübsch und auch Indie-Produktionen wie Rocketboom gibts seit Jahr und Tag in einer Version zum Mitnehmen.

Für den El Rep wollten wir eigentlich auch schon längst mal eine Handtelefon-gerechte Oberfläche geschnitzt haben, aber man kommt ja zu nix. In diesem Kontext ganz interessant: Der Download-Anteil von 3GP-Dateien, also fürs Handy optimierte Videos, ist beim El Rep im letzten halben Jahr von "kaum zu messen" auf zehn Prozent gestiegen. Offenbar füttern immer mehr Zeitgenossen die Speicherkarten ihrer Funkquatschen mit kostenlosen Bewegtbildern aus dem Netz. Will uns das vieleicht was sagen?

Zugegeben: Dezentralisierung wohnt immer auch die Mühe des Zusammensammelns inne. Aber auch hier hat das Netz vorgemacht, wie sich dieser Aufwand begrenzen lässt: Aggregatoren müssen her. Hier ist einer: DailyME.TV ist eine Art RSS-Reader für Taschentelefonvideos. Momentan lassen sich zwar nur einzelne "Kanäle", also Bündel themenverwandter Produktionen abonnieren, in Zukunft soll aber auch eine vollständige Personalisierung möglich sein. Das wäre auch wichtig, denn "Kanäle" sind ebenso wie das "Programm" mentale Trampelpfade des 20-ten Jahrhunderts. Weg damit!

Bevor ich es vergesse: DailyME.TV ist auf der Suche nach Betatestern. (Transparenz-Erklärung: Ich habe mit dem Unternehmen nichts zu tun und konnte aufgrund der bislang erst angekündigten Unterstützung meines Nokia E61 den Dienst auch noch nicht persönlich testen (in der nächsten Woche soll das gerüchtweise klappen). Im Angebot von DailyME.TV findet sich jedoch auch der Elektrische Reporter, der sich obendrein gerade überlegt, ob dieser Dienst ein Thema für ihn wäre).

Noch was? Ach ja: In den USA ist gerade der erste Emmy, der bedeutenste TV-Award der Staaten, an einen Video-Podcast gegangen (iTunes-Link). Noch Fragen? (Meine Kristallkugel zeigt übrigens für die nächsten Jahre eine größer werdende Schnittmenge zwischen Grimmepreis und Grimme Online Award. Aber das ist ein anderes Thema.)

Zur Erinnerung: Die oben aufgelisteten Faktoide sind allesamt in den letzten paar Tagen in meinen Feedreader getröpfelt. Sammelt man diese Steinchen fleißig und ein winzigwenig länger als eine Woche, zeichnet sich ein Trend-Vektor ab, der TV-Sender und ihr zentralistisches Denkmodell geradezu antik erscheinen lässt.

Dieses interessante Bild wird aber auch auf dem diesjährigen Medienforum draußen vor der Tür bleiben müssen. Es könnte ja einige der dort Versammelten in Angst und Schrecken versetzen.

Und mit was? Mit Recht!

(Quellen: Lost Remote, NewTeeVee und andere, die ich vergessen habe.)

Update: Und dann war da heute noch diese kleine Grafik in der New York Times, die wohl keine weitere Erläuterung braucht:



15/06/2007

Konferenz aus 1001 Nacht

Ich bin ja bekennender Konferenz-Hopper. In der letzten Zeit schaue ich mir zwar kaum noch die Panels an, sondern plaudere mich stattdessen lieber von Stehtisch zu Stehtisch, aber das funktioniert eben auch nur auf Konferenzen wirklich gut.

Wahrscheinlich bin ich irgendwann in irgend einer Konferenz-Hopper-Kartei gelandet, denn in den letzten Monaten häufen sich die Einladungen. Als sich hier vor ein paar Wochen die Einladung zu einem Mediengespräch aus dem Fax quälte, habe ich das Ding zunächst nur kurz überflogen und dann auf den großen "Vermischtes"-Stapel gelegt. (By the way: Ist nicht irgendwie alles Vermischtes?)

Glücklicherweise schaute ich ein paar Stunden später nochmal auf das Fax -- und musste mich dann erstmal dringend vergewissern, dass besagte Fernkopie nicht am 1. April seinen Weg zu mir gefunden hatte: Jedenfalls lag dort die Einladung zum "Deutsch-Arabischen Mediendialog" in Amman, Jordanien. Vorsorglicherweise hatten die Veranstalter meinen Namen schon mal auf die Rednerliste gesetzt.

Spätestens seit heute fällt die Aprilscherz-Variante endgültig aus, die Tickets sind da:



Sonntag in einer Woche geht's also für drei Tage in die jordanische Hauptstadt. Mit an Bord (u.a.): Alex und Katharina.

Ei, das wird fein :-)



Indiana Jones V: Auf der Suche nach dem Israelischen Arm

Dieses lustige Teil nennt sich im angelsächsischen Sprachraum "Israeli Arm":



Je nach bevorzugter Übersetzung also "Israelischer Arm" oder "Israelische Waffe". Klingt nach einem gefährlichem Gegenstand, ist aber vollkommen harmlos -- und praktisch obendrein.

Das Dingelchen besitzt an einem Ende einen Einschub für den Kamera-Blitzschuh, am anderen Ende eine Gewindeschraube und dazwischen zwei Kugel- und ein Knickgelenk. Damit kann man beispielsweise die Funzel auf dem Camcorder in jedwede Richtung drehen, oder aber auch einen Mini-LCD-Monitor dergestalt auf die Filmmaschine montieren, dass der eigene Standort während des Drehs ungleich flexibler gestaltbar ist.

Toll. Will ich haben. Das Dumme: Die US-Webshops, die ich bisher entdeckt habe, sind entweder zu blöd oder zu arrogant, um internationale Bestellungen aufzunehmen. Hierzulande habe ich das praktische Ärmchen hingegen noch nirgends gesichtet.

Letzteres kann natürlich auch daran liegen, dass deutsche Versender dem Teil einen -- sagen wir mal -- unverfänglicheren Namen gegeben haben.

Weiß irgend jemand meiner geschätzten Leserschaft mehr? Wo kann ich das Ding bestellen? In- oder Ausland wäre egal.

1000 Dank!



05/06/2007

Zitat des Tages

"In den Hauptrollen sind Sebastian Ströbel («Geile Zeiten») und Theresa Schulze («Popp Dich schlank») zu sehen.

(Quelle: Pro7-Pressemitteilung)

Es geht doch nichts über Schauspieler mir Erfahrungen in Qualitätsfilmen.



31/05/2007

Fabber anyone?



Hat hierzulande eigentlich schon mal jemand einen Fabber zusammengebaut? Oder kennt irgend jemand jemanden, der hierzulande einen Fabber gebaut hat? Für sachdienliche Hinwese auf den Standort solch eines Replikator-Vorläufers setze ich eine Literflasche Schumacher Alt als Belohnung aus. (Abholung in Düsseldorf)



29/05/2007

Amsterdam anyone?

TheNextWeb.org Ich weiß, dieser Tage fahren Gott, die Welt und ihr Schwippschwager zur Reboot 09 nach Kopenhagen. Meinereiner tuckert aus Zeitmangel nur zur Next Web in Düsseldorfs niederländischen Vorort.

Wird jemand meiner geschätzten Leserschaft dort anwesend sein? Vielleicht kann man ja das eine oder andere Grolsch miteinander vernichten.

Das Programm kann sich jedenfalls sehen lassen.


Kurzfristig umdisponiert. Fahre doch nicht. Es lebe die Spantaneität.



26/05/2007

Oh, Gott!

Spiegel lesen ist wie rauchen. Man weiß, dass es einem nicht gut tut, das Vergnügen hält sich in Grenzen, aber trotzdem macht man es irgendwie einfach weiter.

Ich lese den Spiegel seit mehr als zwanzig Jahren. Seit etwa zwei bis drei Jahren überlege ich ernsthaft, mit dieser Gewohnheit zu brechen. Heute wäre ein ausgezeichneter Tag dafür: Der aktuelle Titel hat es problemlos von null auf eins in meinen persönlichen Schwachfug-Charts geschafft.

"Gott ist an allem Schuld" tönt es da von der Frontseite. Hübsch in Anführungszeichen gepackt, damit klar ist, dass nicht die etwa Spiegel-Titel-Redakteure dieses krude Zeug verzapfen, sondern irgend jemand anderes. Wer hier angeblich zitiert wird, verrät die Unterzeile. "Neue Atheisten", die sich auf einem "Kreuzzug" befinden, wollen die investigativ recherchierenden Kollegen gesichtet haben. Hallo? Jemand zu Hause?

Eigentlich wollte ich jetzt eine längliche Litanei in die Tasten hauen und mich schwerstens darüber aufregen, wie man den journlistischen Grunzdumm-Faktor mit nur zwei Sätzchen in ungeahnte Höhen schrauben kann, aber glücklicherweise hat Torsten mir diese Arbeit bereits abgenommen. Danke dafür.

Ich frage mich derweil, ob eine Strategie hinter der Häufung hahnebüchener Hohlheits-Hefttitel lauert oder ob die Spiegel-Macher sich auf Redaktionskonferenzen einfach regelmäßig ein "Hey, das polarisiert, das machen wir" zuwerfen und sich damit ohne Scham dem Mechanismus von Nachmittagstalkshows bedienen.

Ich rauche jetzt erst mal eine. Das ist zwar genauso schädlich, wie den Spiegel zu lesen, macht aber neuerdings wesentlich mehr Spaß.



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