29/10/2007

Bei der Gelegenheit

Letztens haben doch sämtliche EU-Länder die zum Vertrag abgeminderte, ehemalige Europa-Verfassung abgesegnet. Wenn man schon mal dabei war: Hätte man in das Papier nicht noch einen winzigkleinen Paragraphen 'reinschreiben können, der dieses halbjährliche, schwachsinnige Uhr-vor-und-Zurückstellen flugs aus der Gegenwart hinauskickt und zu einer Fußnote der Geschichtsbücher morpht?

Ach Gottchen! Ich merke gerade: Ich apelliere an die Vernunft; ich werd's wohl nie lernen.



Nerd ist Geek ist Web-2.0-Hansel ist...

... wenn dich am Telefon jemand fragt "Was machst Du?" und deine Antwort nie länger als 140 Zeichen ist.



27/10/2007

8,8 Blatt Klopapier je Soldat und Tag

Meldung des Tages:

Der parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) räumte jetzt ein, bei der Umrechnung von "Gebindegrößen (Rolle-Blatt, Blatt- Packung)" seien Fehler unterlaufen. Tatsächlich hätten die Untergebenen des CDU-Ministers Franz Josef Jung statt 800 Millionen Rollen nur 800 Millionen Blatt benötigt: "Damit errechnet sich ein Verbrauch an Toilettenpapier von 8,8 Blatt je Mitarbeiter und Arbeitstag."



20/10/2007

Bütti statt Dany?

Eine Partei beerdigt sich selbst. Erst rollen die Grünen mit ihrem unsäglichen Afghanistan-Beschluss zurück in Richtung naivem Gutmenschen-Pazifismus und jetzt wollen sie angeblich auch noch Dany absägen um den geist- und inhaltslosen Bütikofer auf dessen Stuhl zu setzen.

Sollte jemand nach dem Buch "Wie demontiere ich mich selbst" suchen: Die Grünen haben sämtliche Exemplare aufgekauft.



19/10/2007

Frage an die mitlesenden Juristen

Gelten deutsche öffentlich-rechtliche Sendeanstalten eigentlich als kommerzielle Institutionen? Eher nicht, oder? Somit dürften sie doch eigentlich problemlos Medien(ausschnitte) wiedergeben und weiterverwursten, die unter einer nichtkommerziellen Creative Commons-Lizenz stehen. Oder bin ich da im falschen Bus? Weiß es jemand? Die Klasse?



18/10/2007

Warum ...

... hat eigentlich die polnische Heise-Seite ein schickeres Design als die deutsche?



17/10/2007

The Autumn Blues speaks

Wenn das, was technisch möglich ist, mit dem gesellschaftlichen Konsens kollidiert, ist die einfachste Form der Konfliktvermeidung das An-die-Kette-Legen der wissenschaftlichen Neugier. Weit schwieriger und schmerzhafter wäre die Überprüfung des gesellschaftlichen Konsens auf dessen eventuelle oder gar tiefe Verwurzelung in voraufklärerischen Zeiten.

An letzteres wagen sich bislang wenige. Freigeist gilt vielen noch als Schimpfwort, Zukunft als vermeidbare Störung. Trägheit triumphiert über Abenteuerlust.

In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?

(P.S.: Siggibeckern kann ich auch :-))



Fotos kucken!

Nach kaum zweijähriger Entwicklungszeit hat sich der hochgeschätzte und bilderschießende Kollege Christof Wolff endlich ein Foto-Blog nebst Galerie zugelegt. Nun gehet hin, klicket und staunet!



15/10/2007

Liebe Leute von Publicis Hamburg!

Hättet Ihr auf eure Eltern gehört und etwas anständiges gelernt, müsstet Ihr jetzt nicht eurer Umwelt mit "Buzz-Kampagnen" auf den Wecker fallen!

Nebenbei: Wieviel Prozent seinem Hirns muss man sich eigenlich chirurgisch entfernen lassen, bevor man in einem "Brand Selling House" arbeiten darf?

[bewusst kein Link]



14/10/2007

Gewerbliche Immobilen / Düsseldorf / Büros / zur Miete / Gesuche

Eine handvoll Internet-Fuzzis und Meinereiner nebst Redaktionsbüro und Video-Krempel sind auf der Suche nach kuscheligen Büroräumen in Düsseldorf.

Wunschzettel: hell, ruhig (gerne Hinterhof), ca. 100 bis 200 qm, im Idealfall in Bilk oder Unterbilk, im Notfall in Friedrichstadt, Karlstadt, Oberbilk oder Altstadt. Makler zwecklos! Tipps, Hinweise und konkrete Angebote bitte an mario (ät) sixtus (pünkt) org oder hier.

Hinweise, die zum Abschluss eines Vertrags führen, werden mit einer warmen Mahlzeit und Altbiergenuss nicht unter zwei Promille vergütet.



13/10/2007

Es gibt keinen Gott (endlich bewiesen!)

Gäbe es einen Gott, würde er sein Bodenpersonal mit Sicherheit davon abhalten, anderen Menschen permanent mit dem Krach von aufeinandergeschlagenen Metallteilen die Nerven zu rauben. Kirchenglocken beweisen also mit jedem einzelnen Schlag, dass es keinen Gott gibt.

Quod erat demonstrandum.

(Und: Jetzt, wo das endlich geklärt ist, liebe Christen, jetzt könnt ihr die Bimmelei sein lassen, ja? Danke!)



06/10/2007

Gerade bestellt:



Die ultimative 8-Bit-Krawatte! 20 Dollar plus 22 Dollar Versand sind zwar eigentlich ein stolzer Preis für ein Stück Plastik Mikrofaser, aber es gibt Dinge, die muss ich einfach besitzen 8-)



04/10/2007

Interessant eigentlich...

... dass unsere Sprache keine Bezeichnung für das Gegenteil von Neugier kennt. Nach solch einer Vokabel habe ich während des Schreibprozesses schon häufiger gefahndet -- ohne Ergebnis.

Schlussfolgerung: Die Abwesenheit von Neugier ist hierzulande der Normalzustand, den man nicht extra benennen muss. Das Neue verursacht mindestens Unwohlsein, wenn nicht gar Angst und daher hält man sich besser davon fern, statt, nun ja, neugierig darauf zu sein. Der neugierige Mensch tanzt hingegen völlig aus der Reihe, weswegen man ihn mit einem speziellen Adjektiv versieht.

Wenn ich jetzt schriebe, für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft sei diese geistige Grundhaltung fatal, dann klänge das doch arg kulturpessimistisch, also lasse ich es lieber.

Aber ich bin neugierig auf eure Meinungen.



29/09/2007

"It's just metadata. So it's only slightly evil."



Cory Doctorow hat mal wieder zugeschlagen und uns eine wunderhübsche Kurzgeschichte geschenkt: Scroogled.

Maya replied with a hard-edged laugh. "Don't be evil? Come on, Greg. Our lobbying group is that same bunch of crypto-fascists that tried to Swift-Boat Kerry. We popped our evil cherry a long time ago."

Schönes Wochenende!



28/09/2007

Ich habe Edmund Stoiber gestürzt!

Na ja, fast oder so ähnlich. Zumindest trage ich wohl ein winzigwenig Mitschuld, wie Focus-Online in diesem Video enthüllt. =8-)



25/09/2007

An alle Start-Ups und PR-Buden

Kleiner aber wichtiger Hinweis: Wenn man die Aufmerksamkeit von Herrn Sixtus auf etwas richten will, ist so ziemlich die allerdümmste Methode, seine E-Mail-Adresse ungefragt auf die Unternehmens-/PR-Kunden-Newsletter-Liste zu setzen. Solcherlei Verhalten wird mit sofortiger, automatisierter Weiterleitung sämtlicher Mails dieser Absender in den Sixtus'schen Spam-Ordner, sowie mit strengstem Aufmerksamkeitsentzzug geahndet. Nicht, dass es heißt, ihr hättet das nicht gewusst.



C U @ Picnic 07



Uncork Your Brain!



19/09/2007

Aus dem Kontext

Zitat des Tages:

"Die CSU-Politikerin Gabriele Pauli will Ehen befristen. Ordnen Sie Frau Paulis Kopf in unserem Schiebepuzzle"

Teaser aus dem RSS-Feed der Zeit



13/09/2007

Al-Quaida-Wortsalat

Visualisierung der letzten Bin-Laden-Videoansprache



Via David Weinberger



Achtung! Dieses Video kann Augen- und Hirnkrebs verursachen! Klicken auf eigene Gefahr: MS-DOS 5 Upgrade-Video (Anno 1991)



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Warum aosgerechnet Verlage und Medienhäuser glauben, sich ins Community-Geschäft stürzen zu müssen, entzieht sich dem gesunden Menschenverstand.

In der Online-Medienbranche grassiert der Peh-Ih-Wahn. Zeit, damit aufzuräumen. Weg mit den Nullen!

Videos gehören auf die Festplatte der Nutzer und nicht in Streaming-Player auf Webseiten

Die Interessen reichen von Musik über Einstein bis Sushi: In der Web-Community Myspace suchen Millionen nach Gleichgesinnten

Öffentliches Herumprobieren verleiht der Internet-Entwicklung eine neue Dynamik. Reißbrett und Planungsstab waren gestern. Die Farbe der Saison heißt beta. Web-Anwendungen entstehen in freier Wildbahn, Nutzer oszillieren zwischen Versuchskaninchen und Mit-Entwickler.

Google ist der Liebling von Surfern und Anlegern. Innerhalb von nur acht Jahren wuchs das Suchmaschinen-Unternehmen vom Start-up zweier Studenten zum milliardenschweren Global Player. Doch in der letzten Zeit hat das strahlende Image einige kräftige Kratzer erhalten.

Wer braucht noch TV-Sender? Nach der Musikindustrie krempelt das Internet jetzt das Fernsehen um

David Weinberger veröffentlichte Anfang 1999 mit drei weiteren Autoren das „Cluetrain Manifesto“. Darin wird anhand von 95 Thesen erklärt, wie das Internet die Regeln des Wirtschaftens verändert.

Noch mehr Pathos geht wahrscheinlich nicht. "Menschen der Erde", beginnt die Kampfschrift und fährt ein paar Absätze weiter fort: "Der Himmel ist offen bis zu den Sternen. Wolken ziehen am Tag und in der Nacht über uns."

Google kämpft gegen Tricks, mit denen sich Webseiten in den Suchlisten nach oben drängeln - und bestraft BMW

Ganoven ködern ihre Opfer mit dubiosen E-Mails. Jetzt schlagen Surfer zurück und führen die Kriminellen an der Nase herum

Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.