Dafür liebe ich die Amis

Ich weiß, Rupert Murdoch ist eigentlich Australier, aber irgendwie halt auch Ami, wie beispielsweise dieser kleine Text von ihm in der aktuellen Forbes beweist.

Zunächst eine schonungslose Analyse des Ist-Zustandes:

Those of us in so-called old media have also learned the hard way what this new meaning of networking spells for our businesses. Media companies don't control the conversation anymore, at least not to the extent that we once did. The big hits of the past were often, if not exactly flukes, then at least the beneficiaries of limited options. Of course a film is going to be a success if it's the only movie available on a Saturday night. Similarly, when three networks divided up a nation of 200 million, life was a lot easier for television executives. And not so very long ago most of the daily newspapers that survived the age of consolidation could count themselves blessed with monopolies in their home cities.

All that has changed. Options abound. Fans of small niches can now find new content they could never before. Going elsewhere for news and entertainment is easier and cheaper than ever. And people's expectations of media have undergone a revolution. They are no longer content to be a passive audience; they insist on being participants, on creating their own material and finding others who will want to read, listen and watch.

Und direktemang im Anschluss der Blick nach vorne:

Companies that take advantage of this new meaning of network and adapt to the expectations of the networked consumer can look forward to a new golden age of media. Far be it from me to suggest that either I or my company have all the answers. No one does. But the future of media is a future of relentless experimentation and innovation, accelerating change, and--for those who embrace the new ways in which consumers are connecting with each other--enormous potential.

Die wenigsten deutschen Medienunternehmen sind in der Lage, ihre augenblickliche Situation derart realistisch zu erfassen -- und noch weniger schaffen es, dann auch noch fröhlich von "experimentation and innovation" zu schwärmen.

Aber man kann ja einfach fünf Jahre später das nachmachen, was die Amis bis dahin vorgemacht haben werden. Wie immer. Gute Nacht miteinander.

(Anmerkung: Nein, mir geht es nicht um Rupert Murdoch persönlich, von dem kann man halten, was man will -- was ich nebenbei auch tue -- mir geht es vielmehr um die Attitüde.)



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16.05.2008, 15:14

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