Neues aus dem Nähkästchen: Gestern traf sich die Nominierungskommission des Grimme-Online-Awards zu ihrer konstituierenden Sitzung im schönen Düsseldorf am Rhein. Genauer: Im hässlichen Medienzentrum NRW, direkt hinter dem Hauptbahnhof. Erkenntnisse: Kölner sind bisweilen auch Menschen, soziale Netzwerke bilden sich am schnellsten unter Kettenrauchern und das Qualitätsniveau des griechichen Restaurants "Atrium" am Bertha-von-Suttner-Platz liegt unterhalb jeder 08/15-Pommes-Bude, wobei die Bedienung es sogar schafft, dieses Level noch zu unterbieten.
Unser Job ist die Drecksarbeit: Aus Hunderten von Vorschlägen 25-30 Websites zu nominieren, über deren Schicksal dann die Jury Gericht halten wird. Kurz: Viele Vorschläge wurden nach wenigen Minuten abgefrühstückt und rausgeschmissen. Nicht immer, weil sie so schlecht sind, sondern weil sie schlicht nicht in eine der drei Preiskategorien passen wollen. Traurig, aber geht nicht anders.
Ein liebevoll gestaltetes Musik- oder Wissenschafts-Online-Magazin ist halt weder TV, noch Web-Media, geschweige denn Medienjournalismus. Das Gleiche gilt für Blog-Communities oder Weblog-Services.
Ein Weblog über Medien würde hingegen nicht direkt durchs allererste Raster fallen, ebenso wenig, wie ein Weblog über Weblogs. Das mal als Wink mit dem Betonpfeiler. Noch kann vorgeschlagen werden...
