Die Akte Thomas Promny ist mal wieder um einen Schnellhefter dicker geworden: Da offenbar niemand in der Blogosphäre seine gesichts- und geistlosen Stadtblogs verlinken will, kauft sich der einstige Usenet-Spammer (ja, das ist seine E-Mail-Adresse) einfach einen Haufen Links zusammen.
Das könnte einem eigentlich egal sein, allein: Die verlinkenden Blogger wissen nichts von ihrem Glück. Sie wollten lediglich einen harmlosen Blogcounter in ihre Seiten einbinden und nicht etwa zur Linkschleuder für mehr als zweifelhafte Web-Projekte mutieren. Das ist keine Link-Hurerei, denn Huren werden bezahlt. Um im Bild zu bleiben: Das ist Link-Vergewaltigung.
Übrigens: Google mag solcherlei versteckte Hyperlinks überhaupt nicht und entfernt Mitglieder von Linkfarmen ratzfatz aus dem Index. Dieses Risiko geht jeder Blogcounter-User ein. Also: raus mit dem Ding!
Um so unverständlicher, dass der selbsternannte deutsche Vorzeigeblogger seine Seiten ganz und gar freiwillig mit Anzeigen von Promnys Unternehmen "Adfire" zuklebt. Aber wie sagt man: Erst kommt das Hundefutter, dann die Moral.
Ach ja: Eine Alternative zum Blogcounter gibt es hier.

http://fuckup.twoday.net/stories/1341725/
Unter http://www.blogcounter.de/2005/12/28/werbefinanzierter-service/ lese ich jetzt:
<cite>@Mario Wie bereits gesagt, erwarten wir hier eine sachliche Diskussion.
Das hier ist kein guckt-mal-wie-schrecklich-böse-adfire-ist-Forum. Darüber kannst du dich in deinem eigenen Blog auslassen, so lange du willst.</cite>
Nur war der Beitrag der dort gelöscht wurde keineswegs unsachlich wie man leicht feststellen kann, wenn man auf den oben von mir genannten Link klickt. Dort habe ich ihn nämlich zuvor komplett zitiert.