Der nächste Sender *in* Ihrem Schlafzimmer: Ihr DECT-Telefon.
Wieso Esoteriker?
Aber wenn man die Dinger, `ma sagen, nach Feng Shui Gesichtspunkten ausrichtet, dann geht´s doch wieder, odää?
Wir könnten das heute Abend, zusammen mit dem Skipper, im "Wohnzimmer" mal ausdiskutieren.
Gruß,
Michel.
und ich dachte immer, München ist nicht Bayern.
Da sieht man es doch, die Funksender können gesundheitliche Schäden verursachen.
Dieses Plakat der besorgten Gegner von FunkSendeAnlagen (Transponder) versucht mit Angst zu überzeugen. So als ob ich jetzt sagen würde lies weiter, sonst muss du leiden oder vielleicht sogar an Krebs sterben.
Für die eventuell kommende politische Wahl empfehle ich jedem die Partei zu wählen, die am wenigsten versucht mit der Angst vor Bla-Foo-bLA zu überzeugen.
Surreptitious advertising of CDU sucks.
Ich denke schon, dass es Menschen gibt, die durch Elektrosmog und Co gesundheitliche Probleme erleiden.
Klar, sofern du Angst als gesundheitliches Problem definierst. Es gibt auch Leute, die nicht mehr schlafen können, nachdem sie mittels Pendel herausgefunden haben, dass ihr Bett über einer linksdrehenden Wasserader liegt.
By the way: "Ich denke", "Ich glaube" und "Ich meine" sind bei Debatten im naturwissenschaftlichen Bereich denkbar schlechte Satzanfänge.
Ist bei den Wasseradern das Stockwerk wichtig? Also 4te Etage. Gefährlich? Und was wenn rechtsdrehend?
Michel.
P.S.:Spät geworden?
Ich glaube, ob links- oder rechtsdrehend und die Etage eine Rolle spielen, hängt viel von den Mondphasen und den Magnetferldern der Erde ab. Und natürlich vom Aszendenten deines Sternzeichens.
P.S.: Nö, es ging.
Lol. Okay, ich kenne mich mit dem Thema nicht aus und habe auch kein Problem mit Funkmasten. Ich könnte mir nur vorstellen, dass extremer und ständiger Elektrosmog irgendeine Auswirkung auf den Menschen hat. Aber das ist, wie gesagt, nur eine Vermutung.
Ah - Brandeins, das renommierte Fachblatt für Umweltmagazin.
Sollte natürlich Umweltmedizin heißen.
(Klar, irgendwelche Freaks geben eine bessere Geschichte als eine graumausige Umweltbehörde, die letzten Endes nur sagen kann: Nix Genaues weiß man nicht, und niedrigere Grenzwerte könnten nicht schaden.)
Genau diese "Freaks" sind es aber, die zu dererlei "Bürgerbegehren" aufrufen, oder glaubst du, die Plakate stammen vom Bundesumweltministerium? Oder von renomierten Einrichtungen wie dem Öko-Institut o.ä.? Nee, da sind eben genau diese esoterischen Angstmacher am Werk.
Initiatior ist laut Website die ÖDP, die hier in Bayern schon einige vernünftige Volksbegehren zustande gebracht hat. Beifall von der falschen Seite heißt noch nicht, dass jemand unrecht hat. Ich werde mir die Forderungen noch genauer ansehen.
Es gibt noch Hoffnung. Eben war Spam in der Inbox:
Liebe Freunde und Mitstreiter des Volksbegehren für "Gesundheitsvorsorge
> beim Mobilfunk",
>
> bisher haben wir erst 228.000 Unterschriften. Jetzt heißt es ordentlich
> Gas geben und die letzten Eintragungstage bis Montag 20:00 Uhr nutzen.
>
> Mit dem Volksbegehren möchten wir eine "Genehmigungspflicht für
> Sendemasten" erreichen, damit der "Wildwuchs" für weitere 1500
> Sendemasten in Bayern verhindert wird. Oder wollt Ihr, dass der "Herr
> Sendemast" (siehe Zeichnung) Euch bald schon zuhause besucht?
>
> Ruft nochmal alle Verwandten, Bekannten, Freunde, Enkel, usw. an!
>
> Herzliche Grüße
> Euer Aktionsbüro
Wo? Natürlich in München.
Jetzt mal abgesehen davon, dass München tatsächlich wenig mit Bayern zu tun hat und dort auch mehr CSU als CDU vorhanden ist (und unter Vorbehalt meines Irrtums): Natürlich in München, denn wo sonst, außer in Bayern, gibt es Volksbegehren, also Demokratie im näherungsweise eigentlichen Sinn?
Hmm, dieser Aufruf klingt schon ein wenig Dorfpfarrer-mäßig.
Es geht ja bei dem (gescheiterten) Bürgerbegehren nicht darum Handymasten abzuschaffen. Es soll lediglich erreicht werden, dass auch Anlagen unter 10m Höhe genehmigt werden müssen. Dabei spielen gesundheitliche Aspekte auch eine Rolle, aber auch finanzielle. Wenn Euer Nachbar plötzlich die glorreiche Idee hat sich für ca. 600€/Monat einen Sender aufs Dach schrauben zu lassen, dann sahnt er ab und Du kannst Haus/Wohnung nur noch mit starkem Verlust verkaufen/vermieten. Ist das so esoterisch?
(Abgesehen davon bin ich überzeugt, dass wir in einigen Jährchen ähnliche Prozesse von Gehirntumor-Patienten vs. Mobilfunker haben werden, wie wir sie schon von Lungenkrebskranken vs. Tabakindustrie hatten.)
Vielleicht sollte sich manch einer von Euch ein wenig intensiver mit der Thematik (Begehren als auch Auswirkungen auf die Gesundheit) auseinander setzen und nicht nur den Industrie-gesponsorten Studien Glauben schenken...
Hallo Dirk,
>>> und Du kannst Haus/Wohnung nur noch mit starkem Verlust verkaufen/vermieten. Ist das so esoterisch? <<<
Aber doch nur, wenn der Käufer/Mieter ein Esoteriker ist, oder? Alle anderen freuen sich doch, dass sie so guten Handy-Empfang haben.
Die Jungs von Freifunk.net haben übrigens eine angenehm unaufgeregte Zusamenfassung zum aktuellen Stand der Elektrosmog-Debatte zusamengestellt (auch wenn der Schwerpunkt auf WLAN liegt): Liest du hier!
Ach so: Freifunk.net ist nicht von der Industrie gesponsort.
Hallo Mario,
danke für den Link. Aus einer Studie der Uni Bremen (?) ging auch schon hervor, dass eine Beeinträchtung durch WLAN auf Grund der Anwendungspraxis der Geräte (entfernt vom Kopf) eher unwahrscheinlich ist.
Freifunk: "Insgesamt ist der Informationsstand ungesichert. Vereinzelte Studien lassen vermuten, dass eine „Gesundheit beeinflussende“ Wirkung durch elektromagnetische Strahlung wahrscheinlich ist, doch lässt sich zum Maß der Gesundheitschädlichkeit aufgrund der uneinheitlichen Datenlage nichts Genaueres sagen. WLAN und dessen Strahlung im hochfrequenten 2,4 GHZ Bereich sollte aber von dieser Debatte weniger betroffen sein, da DECT- Telefone, Handys, vor allem aber Mikrowellenherde eine weitaus höhere Feldstärke bei geringerer Frequenz produzieren."
Es stellt sich eben die Frage, ob man nicht vor einer Markteinführung evtl. gesundheitliche Folgen unabhängig untersuchen sollte.
Freifunk ist zwar nicht von der Industrie unterstützt; eine gewisse Funktechnik-Affinität kann man den Leute aber schwerlich absprechen. Trotzdem ist der Artikel recht unaufgeregt, da hast Du recht.
"Aber doch nur, wenn der Käufer/Mieter ein Esoteriker ist, oder? Alle anderen freuen sich doch, dass sie so guten Handy-Empfang haben."
Dann ist scheinbar der Großteil der potenziellen Käufer esoterisch angehaucht - oder sich einer möglichen Gesundheitsgefahr bewusst (je nach Sichtweise) - denn ein Preisverfall findet statt.
Was ist also falsch daran, dass man erst eine Genehmigung einholen muss, bevor man sich eine Antenne aufs Dach schrauben lassen darf? Für jede kleine bauliche Änderung (z.B. Außentreppe, Wintergarten usw.) muss man ja auch einen Bauantrag stellen und auf Genehmigung warten, warum sollte es also bei unästhetischen Sendemasten, die zudem noch zu ziemlichen stark emotionalisierten Diskussionen führen, anders sein?
Wie gesagt: darum gehts im Bürgerbegehren - nicht um die Diskussion pro/contra Mobilfunk.
;-) Du schreibst, was ich mir beim Vorbeigehen an diesen Plakaten immer gedacht habe. Das Begehren ist übrigens gescheitert. Gottseidank. Nachdem jetzt in MUC schon keine richtigen Hochhäuser mehr gebaut werden dürfen, weil ein Lokalpopulist sich erfolgreich auf die politische Bühne "zurückbegehrt" hat, wäre ein weiteres innovationsbehinderndes VB das letzte was diese Stadt gebrauchen kann.
Interessant wäre nebenbei bemerkt, wieviele der ca. 32.000 Bürger, die sich eingetragen haben, privat oder beruflich ein Handy benützen.
Bevor Sie hier kommentieren dürfen, müssen Sie leider diesen kleinen Test über sich ergehen lassen, der sicherstellen soll, dass Sie ein Mensch und keine Maschine sind: Bitte tippen Sie die dargestellte Zahl in das Textfeld ein. Werbung in den Kommentaren kostet im übrigen EUR 1.500 (zzgl. Mwst.) je angefangenen Monat.