Mal kurz überlegen: Wenn Schröder eine vorgezogene Bundestagswahl mit dem Argument der "mangelnden Handlungsfähigkeit" erreichen will, kann er damit doch eigentlich nur meinen: Nach der NRW-Wahl ist der konservative Blog Block im Bundesrat noch größer geworden. Dagegen können wir nicht anregieren.
Die Mehrheit im Bundestag hat ja bekanntlich Rot/Grün. Den Bundestag kann er also nicht meinen. Oder?
Nach dieser Logik müsste eine "handlungsfähige" Regierung also eine sein, die in der Lage ist, ihre Gesetze durch die schwarze Mehrheit im Bundesrat zu pauken. Oder?
Sollte es zu einer vorgezogenen Wahl kommen, wird nun aber dummerweise nicht der Bundesrat gewählt, sondern der Bundestag. Wenn es also darum geht, eine Regierung in Berlin zu haben, die hochtwahrscheinlich nicht durch den Bundesrat ausgebremst wird, kann diese doch nur schwarz sein. Oder?
Habe ich da eine Lücke in der Logikkette oder fordert Schröder mit seiner Argumentation die Wähler dazu auf, für CDU/CSU zu stimmen?
Man kläre mich auf.

Du kommst ja reichlich früh auf den Gedanken..
Schröder will, dass durch die Wahl die nächste Revolution etwas früher kommt.
Gruß, Andreas