Jetzt mal ehrlich...



... das Ding kann ja wohl gar nichts! Wo ich es gerade auf dem Speicherchip meiner Kamera finde und mich daran erinnere, wie ich zufällig und ungeplant davor stand: Darum ging die ganze Aufregung? Wirklich?

Peinlich.



Kommentare dazu:

Naja, ich stand davor, da wars noch nicht fertig .- in "natura" fand ich es doch beeindruckend, weils sehr schlicht und klar ist und jedem einen freien (Meinungs)raum gibt. Gut fand ich den Artikel der kürzlich in der Zeit war.... a la "wie man sich dort verhalten soll/darf..."
das zdf hat eine sehr gut aufgemachte webpage zum mahnmal. befürworter und kritiker sowie der architekt kommen zu wort.

ZDF: http://tinyurl.com/9xmyk

was ich peinlich fand, sind die entwürfe die auch in die entausscheidung kamen. Sachen wie ein "WARUM" auf einem pfosten (sowas inder art).

ich persönlich finde, dass abstrakte "dinge" mehr zum nachdenken anregen, als all zu vorgegebene. zudem kann man gerade bei einem mahnmal schnell ins kitschige abrutschen.


Ich kannte das Teil natürlich aus den Medien und fand es in natura -- nun ja -- erschreckend *klein*. Man kann problemlos darüber hinweg sehen -- auf die hässlichen Sozialbauten dahinter.

Aber wenn ich mich recht erinnere hat H. Kohl himself seinerzeit den ersten Entwurf entschärft. Er wollte schließliche einen "Ort an den man gerne geht" IIRR.
Das sieht für mich aus, wie das Requisten Lager von den Steinen aus "Odysse im Weltraum - 2001" von Stanley Kubrick.
Ich blicke nicht durch, wieso man sooooo ein großes Areal mit so etwas Sinnlosem vollstellt.
Der größte Thrill läuft immer noch in den Köpfen der Leute ab, sagte mal Hitchcock.
Wenn ich durch das Denkmal gehe, dann packt es mich nicht. Sehe ich jedoch Bilder, oder unterhalte mich mit Menschen, die diese Zeit überlebt haben, dann (!) wird mir heiß und kalt.
Dieses Mahnmal hat nicht die notwendige Dichte und die faßbare Aussage, die es haben müßte in Anbetracht seiner räumlichen Ausdehnung und Kosten.

Eine Alternative kann ich auch nicht anbieten und für lau schon mal gar nicht.

Nicht das ein Mißverständnis entsteht. Ich bin SEHR dafür das Gedenken auch in die nächsten Generationen zu übertragen und zu erhalten. Doch so sicherlich nicht.

Außerdem ist diese Idee aus Carnac (Bretrannie) geklaut. Dort gibt es eine derartige Steinreihe und die hat diesen Zauber, der diesem Steinhaufen leider fehlt.
Ich kann mir nicht helfen: ich sehe (nachdem ich das Mahnmal jetzt auch 'persönlich' kenne) gewisse Paralellen zu dem deutlich kleineren im jüdischen Museum. Auch ein paar Stelen, auch Bodenwellen, auch Gitteranordnung.

Allerdings hat mich das im jüdischen Museum mehr gefesselt bzw. beindruckt:
- man kann nicht drüberschauen, da man direkt reingeht und die Stelen alle höher sind
- man kann das Umfeld nicht sehen, da das Ding ummauert ist
- als (metaphorische?) Ergänzung stehen auf den Stelen im jüdischen Museum noch Bäume
Da drin habe ich wirklich Beklemmungsgefühle bekommen.

Das Informationszentrum unter dem neuen Mahnmal fand ich allerdings sehr gut, bzw. heftig.
Durch die starke persönliche Komponente kam mir das Leid, was Menschen Menschen zugefügt haben, deutlich näher.


 










16.05.2008, 15:14

27.04.2008, 16:05

21.03.2008, 22:17

03.02.2008, 1:02

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