Tu felix Gallia



Immer mehr französische Gastronomen kapieren, dass WLAN kein Luxus ist, für den man seinen Gästen X Euro je Stunde oder KB abknöpft, sondern vielmehr ein Service; so wie eine funktionierende Heizung im Winter oder Seife auf den Toiletten. Für Connectivity Geld zu verlangen, ist schlicht unsympathisch. Ich fürchte, diese Erkenntnis wird sich im schnarchnasigen Teutonia nicht so schnell verbreiten. Die Momente, in denen ich auf andere Länder neidisch bin, vermehren sich in den letzten Jahren erschreckend.



Kommentare dazu:

felix vienna quoque: www.helge.at/wlan
lg, helge
auch ich habe mich sehr über die vielen kostenlosen wlan-zugänge in paris gefreut. allerdings hatte ich mich bei €7,50 für ein 0,5 bier dann schon gefragt, ob das vielleicht "im preis mit drin" ist.
Bier in Paris? Wahrscheinlich wars der Kulturbanausenzuschlag..
Der Bierpreis in Paris unterliegt starken lokalen Schwankungen. Schon zwei Straßenecken weiter kann der halbe Liter drei Euro kosten. Viele Bistros haben obendrein gestaffelte Preise: Theke/Tisch/Terrasse. An der Bar ist es am billigsten.
die erfahrung hab ich auch gemacht: zwei direkt nebeneinander liegende cafés beim centre pompidou, in anmutung und qualität durch nichts zu unterscheiden. das eine mit typischen pariser wucherpreisen, das andere mit preisen, die selbst in deutschland als sehr günstig gelten würden. für einen gelernten österreicher, wo das marktamt die preise kontrolliert, eine große umstellung..
Es gibt auch in Deutschland schon Gastronomen, die W-LAN kostenlos anbieten. Das Problem waren die Telekommunikationsfirmen, die den Gastwirten vorgerechnet haben, wie viel sie mit W-LAN verdienen können. Das die natürlich in erster Linie selber an der Technik und der Zugangssoftware verdienen, war zweitrangig. Und die Dummen sind jetzt die Wirte, die auf Ihrem schönen wireless-Angebot sitzen bleiben und natürlich trotzdem die monatlichen Kosten am Bein haben.
So hoch können die monatlichen Kosten ja nicht sein. DSL inkl. Flatrate gibt es für rund 20 Euro und den WLAN-Router bekommt man entweder gratis bei Vertragsabschluss oder es sind halt einmalig 80 Euro fällig. Finde ich überschaubar.
Da meist noch ein Wartungsvertrag mit aufgeschwatzt wird, ist deine Rechnung nur für die Wirte korrekt, die selbst ausreichend Ahnung haben.
Genau das ist das Problem. Die Leute bekommen etwas angedreht, von dem sie selber nichts verstehen, bezahlen 100 Euro und mehr pro Monat für die Leasinggebühr der Geräte (die ja ach so hochtechnisch und teuer sind) und den Wartungsvertrag und natürlich für das Zugangssystem, bei dem man oft noch zusätzlich Karten zum Freirubbeln kaufen muss.
Diana, ist dir so etwas passiert, oder kennst du Menschen, die sich das haben aufschwatzen lassen? Das wäre u.U. eine kleine Recherche wert...
Mario, man hat versucht, es mir aufzuschwatzen und ich kenne Hoteliers, die viel Geld dafür bezahlt haben - ob die sich allerdings bewußt sind, dass es auch billiger geht und der Werbeeffekt dann noch besser ist, kann ich nicht sagen. Wenn ich erzähle, wir haben unser W-LAN-Netz selbst aufgebaut, dann sagen sie nur, dass sie ja keinen haben, der das kann und deshalb jetzt bei dieser Firma sind.
Für die einen ist es Alltagsgeschäft - für die anderen ist es Abzocke. :-)


 










16.05.2008, 15:14

27.04.2008, 16:05

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