Wer es noch nicht wusste, weiß es jetzt: Morgen verhandelt der oberste Gerichtshof der USA den Grokster-Fall. Im Kern geht es darum, ob eine Software oder eine andere Technologie verboten werden kann, wenn sich damit potenziell böse Sachen machen lassen, zum Beispiel das Urheberrecht verletzen. Von dem Urteil hängt eine Menge ab. Pessimisten sehen bereits Brennprogramme, Instant-Messanger, Newsgroups oder gar Email in Gefahr. Internet-Milliardär Mark Cuban wird daher die Verteidigung von Grokster finanzieren. Der britische Economist -- sicherlich kein Nerd-Blatt und kein Hort von Filesharern -- glaubt, die Musik- und Filmindustrie bringe mit diesem Prozess die digitale Wirtschaft in Gefahr, ohne damit ihre eigenen Probleme lösen zu können. Wer mit dem Thema noch nicht so vertraut ist: Janko hat für das Schweizer Magazin Facts eine hübsche Einführung geschrieben.
Nachtrag: Die EFF bloggt den Prozess.
