Das wöchentliche Papierblog



In der Frankfurter Rundschau wird ab sofort jeden Mittwoch im Ressort FRplus Politik eine Kolumne namens Blogosphäre erscheinen. Darin wird meiner einer versuchen, den blogfernen Schichten einen kleinen Einblick in die wundersame Welt der Weblogs zu bieten. Geplant ist, pro Ausgabe zwei oder drei Themen aufzugreifen, die aktuell in der Blogwelt für Diskussionsstoff sorgen.

Bevor jetzt die Debatte über Sinn und Unsinn solcher Artikel wieder losbricht: Für die meisten Menschen da draußen in der Welt™ sind die Blogosphäre und diese merkwürdigen Blogger Bücher mit mindestens 27 Siegeln. Eine wöchentliche Blogschau kann durchaus helfen diese Fremdheit abzubauen: Ein Multi-Kulti-Straßenfest zum Lesen. Das Ding balanciert dementsprechend irgendwo zwischen "Bericht aus einem fremden Land" und "dem Volk aufs Maul geschaut". Die URLs sämtlicher Weblogs, die Erwähnung finden, sind natürlich aufgeführt. FR-Leser, die sich online weiter informieren wollen, können das also problemlos tun.

Und bevor die nächste Debatte zum Thema "Content-Klau", "ungenehmigte Zitate" und sonstige Scheinempörungen losgeht: Wer sich im öffentlichen Raum äußert, läuft Gefahr, zitiert zu werden. Das Web ist Öffentlichkeit. So einfach ist das.

Ich halte die Idee -- die übrigens nicht in meinem Hirn, sondern in der FR-Redaktion entstanden ist -- für recht innovativ. Ob eine dauerhafte Institution daraus wird, müssen die Leser der FR entscheiden.

Ach ja, liebe Kollegen bei der FR: Mein Vorname schreibt sich übrigens hinten mit "o". So ein Fehler kann natürlich mal vorkommen. Schließlich beliefere ich euer Blatt ja erst seit wenigen Jahren mit Text.



Kommentare dazu:

wird diese kolumne dann auch online lesbar sein?
glückwunsch übrigens.
gefunden...

Oh! Dass die online ist wusste ich selbst noch nicht. Danke für den Tipp, habe den Eintrag gerade entsprechend ergänzt.
Na, da wird Frankfurt wohl zur Blogger-Presseschau-Stadt ;-), erst die News, dann die SPD-FR, wird sogar die FAZ mitmachen? lol

Ich finde sowas gut, echt. Aber warte nur bis Don Alphonso das merkt...!!! loooooool

mikel
Den Vergleich mit der zusammenhanglosen Zitatesuppe weise ich aber entschieden von mir.
Blogzentrum Frankturter Raum. Es wäre schön wenn es in anderen Gebieten und bei anderen Zeitungen auch so wäre. Nur durch stetige Widerholungen vor allem in Massenblättern kann man den lesefaulen die eigentliche Blogsphäre näherbringen.
ich frage mal ganz provokant: warum sollte es man den lesefaulen näherbringen?
Ah, ich dachte schon ich hätte da regelmäßig was übersehen.
Gute Sache, das, Mario. Ein Schritt weiter vom (oft) elitären, vernetzten Nanopublishing zum medialen Mainstream. Dass die besagte Redaktion bereit ist, ihr hochwohljournalistisches Blatt mit einer Schnittstelle zum subjektiven Underground auszustatten, ist durchaus mutig.

Good luck!
Fein, fein, fein...
Fein.
Und ein wenig neidisch bin ich auch ;-)
coole sache, das.
Schon von der Bloggersdorf Rundschau gehört? Auf die kurpfälzische Art hier.
Wow - Es wird bald so kommen das "wir" keinen Newsfeed-Reader mehr benutzen sondern die "Tageszeitung" uns den Offline-Reader ersetzt.
Glückwunsch zum Bloglog! Das mit dem Marius Sixtus ist süß. Der zuständige Redakteur ist Asterix-Leser, ich wette darauf: Legionär Marius Sixtus, 1. Kohorte, 3. Manipel... Schön ist doch, dass Google gleich freundlich nachfragt: Meinten Sie nicht - MariO?
Willkommen, Kollegen aus der Innenstadt, in der Blogosphere. Mario, erstmal Glückwunsch zur Kolumne, das bringt die Blogsache voran.

Meinereiner bei der Frankfurter Neuen Presse bloggt schon seit Anfang vergangenen Jahres unter www.fnp.de/weblog Und über Blogs berichten wir auch regelmäßig. Nur der Vollständigkeit halber, um Frankfurts Ruf als Blog-Stadt weiter zu festigen


Glückwunsch zur Kolumne!

Eine Bitte/Anmerkung etwas "off topic": Die Frankfurter Rundschau existiert leider im Internet "nicht richtig", da viele der online erschienenden Artikel und Nachrichten dort immer nach wohl 14 Tagen gänzlich wieder vom Server gelöscht werden. Ausnahmen sind z.B. die Dossiers. Verlinken auf Online-Artikel der Frankfurter Rundschau machen deshalb häufig leider wenig Sinn, oder man muss beim Verlinken exzessiv aus den Artikeln zitieren, um den Sinn des im Artikel gesagten auch nach 14 Tagen nachvollziehen zu können. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein.

Vielleicht könntest du die FR bei Gelgenheit mal darauf ansprechen, ob man nicht zumindest deren Artikel nach Ablauf von 14 Tagen zumindest über ein kostenpflichtiges Archiv zugänglich hält - vor allem damit so die Links zu deren Artikeln nicht ihre Gültigkeit verlieren. Hinweise per E-mail auf dieses Problem scheinen nicht wirklich durchzudringen. Vielleicht findet so jemand wie du eher Gehör?
Kann man sich eigentlich rechtlich dagegen schützen in einer Zeitungskolumne zu erscheinen?Schließlich würde aus privaten Gedanken in einem kommerziellen Medium,Profit aus den privaten Äußerrungen geschlagen,für die der eigentliche Verfasser keinen Cent bekommt!:-)
Bluesman, ganz einfach: Du musst nur dein Blog mit einem Passwortschutz belegen, damit ich es nicht lesen kann. Schon läufst du nicht mehr Gefahr, zitiert zu werden ;-)

Im Ernst und nochmal: In dem Moment, in dem du einen "privaten Gedanken" publizierst, ist er Teil der Öffentlichkeit und eben nicht mehr privat.
Das kann man auch etwas anders sehen, siehe

A. Wolf: Diaristen im Internet. Vom schriftlichen Umgang mit Teilöffentlichkeiten.
http://www.soz.uni-frankfurt.de/K.G/B6_2002_Wolf_a.html
@Bluesman: Kann sich ein Autor dagegen "schützen", wenn ein Rezensent ihn zitiert ? Und wenn, wovor muß er geschützt, werden ? Davor, daß ihn die Öffentlichkeit wahrnimmt ? Warum publiziert er dann ? Das ganze richtig ziemlich spießig nach "mindcontrol" und bedenkenträgerei...Im Übrigen empfehle ich § 51 UrhG. Da steht alles drin bezüglich des korrekten verwendens von Zitaten.


 










20.10.2008, 14:58

26.09.2008, 14:56

06.09.2008, 4:16

14.08.2008, 19:12

05.08.2008, 11:50

27.06.2008, 13:08

18.05.2008, 1:16

16.05.2008, 15:14

27.04.2008, 16:05

21.03.2008, 22:17

03.02.2008, 1:02

16.01.2008, 18:04

09.01.2008, 21:37

20.12.2007, 1:55

13.12.2007, 16:18


Warum aosgerechnet Verlage und Medienhäuser glauben, sich ins Community-Geschäft stürzen zu müssen, entzieht sich dem gesunden Menschenverstand.

In der Online-Medienbranche grassiert der Peh-Ih-Wahn. Zeit, damit aufzuräumen. Weg mit den Nullen!

Videos gehören auf die Festplatte der Nutzer und nicht in Streaming-Player auf Webseiten

Die Interessen reichen von Musik über Einstein bis Sushi: In der Web-Community Myspace suchen Millionen nach Gleichgesinnten

Öffentliches Herumprobieren verleiht der Internet-Entwicklung eine neue Dynamik. Reißbrett und Planungsstab waren gestern. Die Farbe der Saison heißt beta. Web-Anwendungen entstehen in freier Wildbahn, Nutzer oszillieren zwischen Versuchskaninchen und Mit-Entwickler.

Google ist der Liebling von Surfern und Anlegern. Innerhalb von nur acht Jahren wuchs das Suchmaschinen-Unternehmen vom Start-up zweier Studenten zum milliardenschweren Global Player. Doch in der letzten Zeit hat das strahlende Image einige kräftige Kratzer erhalten.

Wer braucht noch TV-Sender? Nach der Musikindustrie krempelt das Internet jetzt das Fernsehen um

David Weinberger veröffentlichte Anfang 1999 mit drei weiteren Autoren das „Cluetrain Manifesto“. Darin wird anhand von 95 Thesen erklärt, wie das Internet die Regeln des Wirtschaftens verändert.

Noch mehr Pathos geht wahrscheinlich nicht. "Menschen der Erde", beginnt die Kampfschrift und fährt ein paar Absätze weiter fort: "Der Himmel ist offen bis zu den Sternen. Wolken ziehen am Tag und in der Nacht über uns."

Google kämpft gegen Tricks, mit denen sich Webseiten in den Suchlisten nach oben drängeln - und bestraft BMW

Ganoven ködern ihre Opfer mit dubiosen E-Mails. Jetzt schlagen Surfer zurück und führen die Kriminellen an der Nase herum

Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.