Crashkurs mit King

Schreiben ist bekanntlich keine Kunst, sondern ein Handwerk, daher bin ich gegenüber abgehobenen Kreativitätskursen äußerst skeptisch eingestellt. Viel lieber sind sind mir solche handfesten Tipps, wie Stephen King sie auflistet. Zum Beispiel der hier:

Never look at a reference book while doing a first draft

Bis mir dieser Trick klar wurde, hab ich mich oft unnötig rumgequält. Wenn man versucht, während des Schreibprozesses sämtliche Fakten akkurat aufzuzeichnen, jedes Wort richtig zu buchstabieren und immer ein knackiges Synonym zu verwenden, ist das wie Autofahren in zähfließendem Verkehr. Anfahren, bremsen, anfahren, bremsen... Besser: Platzhalter verwenden. Ich schreibe die Segmente, die ich später austauschen will mittlerweile einfach in eckige Klammern. Das betrifft einzelne Worte, aber auch Fakten, die ich gerade nicht parat habe oder O-Töne, die auf irgendwelchen Ton- oder Datenträgern schlummern. Erst beim zweiten Durchlauf setze ich dann die richtigen Puzzlestücke ein. In der dritten Revision folgt die Politur: Fertig. Seitdem arbeite ich ungefähr doppelt so schnell.



Kommentare dazu:

Aha, wenn ich also einen Text lese mit "Die Kosten von [1000000] Euro..." dann ist der von Herrn Sixtus und ich weiß, dass die Zahl nicht stimmen muss ;-)

Aber die Idee ist gut. Ich schreibe meine langen Texte gerne von Hand vor, am Rechner bin ich dauernd am korrigieren. Zudem sind auch durchgestrichene Sätze noch lesbar aber gelöschte nicht.
Psst, Mario, nicht alle Tricks ausplaudern ;-)
Danke, guter Tipp!
Ich stimme da Marc zu: Gelöschte Gedanken sind weg, durchgestrichene bleiben erhalten. Die alte Reiseschreibmaschine mit genügend breiter Randjustierung und dem Zeilenabstand zum Zwischenkritzeln und Anmerkungen machen hat sich immer mal wieder bewährt - die Reinschrift erfolgt am Monitor.
@Marc

Man kann auf jedem gängigen Rechner Textverarbeitungsprogramme nutzen, die auch Passagen durchstreichen können (HTML: <s>nix</s>) ®
Ich male ja auch noch mit Pfeilen etc. im Manuskript herum. Das wird mir am PC zu umständlich. Zudem kann ich mich mit meinem Block ohne weiteres ins Café oder auf die Parkbank setzen...
Ich gestehe: Ich kann mittlerweile eigentlich nichts Längeres mehr von Hand schreiben. Notizen während eines Telofonates oder eines persönlichen Gespräches klappen gerade noch. Aber längere Texte? Fehlanzeige. Erschwert wird dieser Umstand noch dadurch, dass ich mir während jahrelanger Palm-Nutzung ein recht flottes Grafitti angewöhnt hab. Das reibt sich mit normaler Handschrift. Kurz: Ich brauche die Tastatur. Die Stift-Papier-Kombination schätze ich zwar ob ihrer Sicherheit, Kompatibilität und Haltbarkeit, nutze sie aber eigentlich nie.


 










16.05.2008, 15:14

27.04.2008, 16:05

21.03.2008, 22:17

03.02.2008, 1:02

16.01.2008, 18:04

09.01.2008, 21:37

20.12.2007, 1:55

13.12.2007, 16:18

12.12.2007, 21:57

08.12.2007, 14:01

04.12.2007, 18:14

28.11.2007, 18:08

28.11.2007, 2:10

27.11.2007, 18:07

06.11.2007, 11:27


Warum aosgerechnet Verlage und Medienhäuser glauben, sich ins Community-Geschäft stürzen zu müssen, entzieht sich dem gesunden Menschenverstand.

In der Online-Medienbranche grassiert der Peh-Ih-Wahn. Zeit, damit aufzuräumen. Weg mit den Nullen!

Videos gehören auf die Festplatte der Nutzer und nicht in Streaming-Player auf Webseiten

Die Interessen reichen von Musik über Einstein bis Sushi: In der Web-Community Myspace suchen Millionen nach Gleichgesinnten

Öffentliches Herumprobieren verleiht der Internet-Entwicklung eine neue Dynamik. Reißbrett und Planungsstab waren gestern. Die Farbe der Saison heißt beta. Web-Anwendungen entstehen in freier Wildbahn, Nutzer oszillieren zwischen Versuchskaninchen und Mit-Entwickler.

Google ist der Liebling von Surfern und Anlegern. Innerhalb von nur acht Jahren wuchs das Suchmaschinen-Unternehmen vom Start-up zweier Studenten zum milliardenschweren Global Player. Doch in der letzten Zeit hat das strahlende Image einige kräftige Kratzer erhalten.

Wer braucht noch TV-Sender? Nach der Musikindustrie krempelt das Internet jetzt das Fernsehen um

David Weinberger veröffentlichte Anfang 1999 mit drei weiteren Autoren das „Cluetrain Manifesto“. Darin wird anhand von 95 Thesen erklärt, wie das Internet die Regeln des Wirtschaftens verändert.

Noch mehr Pathos geht wahrscheinlich nicht. "Menschen der Erde", beginnt die Kampfschrift und fährt ein paar Absätze weiter fort: "Der Himmel ist offen bis zu den Sternen. Wolken ziehen am Tag und in der Nacht über uns."

Google kämpft gegen Tricks, mit denen sich Webseiten in den Suchlisten nach oben drängeln - und bestraft BMW

Ganoven ködern ihre Opfer mit dubiosen E-Mails. Jetzt schlagen Surfer zurück und führen die Kriminellen an der Nase herum

Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.