Aus für "Enterprise"



Na, das wurde ja auch Zeit: Wie Slashdot und TrekToday berichten, hat UPN endgültig die Reißleine gezogen und die aktuelle vierte Staffel der fünften Star Trek-Inkarnation Enterprise zur letzten erklärt. Der Grund: Außer den Darstellern, ihren Freunden und deren Zahnärzten, hat sich das Weltraum-Desaster niemand mehr angeschaut. Kein Wunder: Allein dieser grausame Altherrenrock-Titelsong, der besser in einer Becks-Bier-Reklame aufgehoben wäre ("Sail away..."), hat bei Millionen Fernsezuschauerfingern mindestens genau so starke Umschaltreflexe ausgelöst, wie eine Klingeltonwerbung von Jamba. Die Drehbuch-Immitationen, die zeitweise Baywatch-Niveau unterbieten konten, vertrieben schließlich auch die hartnäckigsten Fans. Jetzt is Schluss. Gut so. Und für die Zukunft: Ich möchte bitte nie mehr einen Raumschiff-Kapitän sehen, der seinen dämlichen Köter mit an Bord nimmt.



Kommentare dazu:

Ich bin ja schon mit Voyager nicht warm geworden. Und bei "Enterprise" fand ich die Retro-Idee ganz gut, aber dann war das ja alles moderner als bei Kirk&Co. Nur das Beamen ging nicht so richtig. Und der Techno-Bubble ("repolarisieren sie die lateralen Sensorenphalanxen") passte für mich auch nicht in diese "archaische" Zeit der Raumfahrt.

Vielleicht sollten mal nicht die Roddenberry-Epigonen Rick Berman und Brannon Braga ein Star Trek-Spin-Off machen. Den Machern gingen meiner Meinung nach auch langsam die Themen aus. Die waren doch überall dabei?

Tja, die gefährlichsten Feinde der Föderation sind halt nicht die Xindi, Klingonen, Romulaner, Borg oder Gründer sondern die fehlenden Zuschauer ;-) .
Ja, ich denke auch, dass Berman/Braga das Ding vergeigt haben. Besonders die so genannten Drehbücher der ersten beiden Staffeln waren einfach unterste Grotte. Die Xindi-Arc wollte dann auch nicht so richtig abheben. Bezeichnend: Seit nicht mehr die beiden Bs am Ruder sitzen, sondern Mani Coto, ging es mit den Stories qualitätsmäßig ein wenig bergauf. In der letzten Folge kam glatt so etwas ähnliches wie Spannung auf. Aber trotzdem: Gut, dass Schluss ist.
Nachdem nun also die Star-Trek-Manie wieder eingeschlafen ist (das ist sie bei mir bereits seit dem Beginn von Voyager), sollten sich Drehbuchautoren und Produzenten vielleicht einfach wieder 30 Jahre Zeit lassen. Wer weiß, vielleicht haben die Menschen dann wieder Lust, sich neue Weltallintrigen anzusehen...
Irgendwie ist es doch schade, weil dies nunmal die einzige aktuelle Serie für alle Trekkies war. DS9 ist schon in der Wiederholung zu Ende, nun muss Voyager ein weiteres Mal wiederholt werden und Enterprise, an das ich mich langsam fast gewöhnt habe, geht nun auch schneller als gedacht zu Ende.
Was soll denn da noch kommen? Vielleicht ist nun wirklich die Luft raus und man sollte sich des Themas später wieder annehmen. Schade drum.
Na bei den ganzen Nachrichten oute ich mich mal: Schade das Schluss ist.

Voyager hatte für mich das schlechtests "GuteFolgen/Staffel" Verhältnis aller Serien.
Das war bei Enterprise besser, ja mir haben eigentlich alle Staffeln gefallen wenn auch nicht alle Folgen. Die Idee den "Anfang" zu zeigen sowie das langsame herrantasten in der ersten Staffel fand ich gut.
Scheinbar gefällt sowas aber vor allem den Amerikanern weniger, denn die haben das nicht geguckt - und das ist das entscheidende.
Das man das Experiment einer durchgehenden Geschichte über eine ganze Staffel gewagt, und für mich auch erfolgreich abgeschlossen, hat m.E. das StarTrek "Universum" bereichert.
Wenn auch hier der amerikanische "Wunsch" nach mehr Action wohl allzu deutlich war. Das hat dann aber wohl auch nicht gereicht....

Vielleicht liegt mein positiver Eindruck auch daran das ich die Serie im amerikanischen Original gesehen habe und nicht in der dt. Synchro....

Und nicht zu letzt: Damit gibts keine aktuelle StarTrek Serie mehr im Fernsehen und SciFi insgesamt ist in der letzten Zeit auch immer weniger präsent geworden. Vielleicht muss die "Welle" wieder 30 Jahre warten bis sie wieder "oben" ist. Schaun wir mal ob es die ganzen CSI, SFU, NipTucks usw. bis dahin bringen.
...nun, ich fand sie gar nicht schlecht und schliesse mich da frank an:
Die Idee mit dem Zeitsprung zeitnah zu unseren derzeitigen Realität fand ich sehr lustig. In den späteren Staffeln hat es abgenommen, ...ok, aber was sich fragen muss:
Was wäre gelaufen, wenn sie nicht diese Star Trek Idee ausgearbeitet hätten?
Auf den Punkt gebracht!
Dieser Becksverschnitt ist eine Schande: Müde, altbacken, lahm.

Voyager und DS9 finde ich immer noch klasse, und TNG ist für mich die Godfatherserie des Science-Fiction überhaupt - da kommt selbst Kirk nicht gegen an. Patrick Stewart ist halt ein wahrhaft beeindruckender Charakter.
Nachdem ich mir gerade die aktuelle Folge angeschaut habe, (es soll Leute geben, die beispielsweise hier danach suchen), muss ich meine weiter oben abgelassene Schmähkritik tatsächlich ein wenig relativieren.

Das war Star Trek und das war gut! Aber warum erst jetzt? Ähnliches fragt sich auch Trektoday:

Where were these sort of episodes when Enterprise still had a chance?

Ja. Warum erst zwei lieblose Staffeln, dann ein missglücktes Experiment mit der dritten Staffel, wenn es doch offenbar geht? Warum nicht gleich so?
naja. ich fand die serie klasse. kein ahnung. bin nicht so ein alt-eingesessener super-trek-man, aber mir hat es echt gut gefallen. die qualität der effekte war hervorragend, die vulkanerin (jajaja) die fand ick ooch klasse und einige der anderen personen wie den arzt. was der arme hund da auf dem raumschiff zu suchen hatte, ist mir auch unklar. und was mir immer noch unklar ist, warum die einzelnen zimmer immer so einen eisen-wand charakter haben. naja. es gibt zum glück ja noch ein paar ;)
Dann is jetzt auch mal gut. Da vergeht einem ja der Appetit. Naja Die Raumschiff-Soap leigt eh im sterben... schade.
Man kann ja geteilter Meinung sein. Ich für meinen Teil fand die Serie sowie den Titelsong gelungen. Aber wenn ich schon den Komentar von einem Tierhasser lesen muß (ganz oben)(Und für die Zukunft: Ich möchte bitte nie mehr einen Raumschiff-Kapitän sehen, der seinen dämlichen Köter mit an Bord nimmt.) frag ich mich ob der schreiberling sich selbst nicht leiden kann oder einfach nur seinen blödsinn von sich geben wollte. Ich finde es jedenfalls schade das es nicht weitergeht. Für mich war es eine der besten Serien.


 










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