Auf die Gefahr hin, euch zu erschrecken: ich gehöre nicht zu eurer Zielgruppe. Ich bin kein Chefredakteur, auch nicht Redaktionsleiter, weder Programmchef, noch Intendant, erst recht kein Ressortleiter, auch nicht Herausgeber oder gar irgendjemandes Stellvertreter. Ich bin ein tapferes Schreiberlein, ein Stift, ein Zeilenknecht. Und das macht mir Spaß und ist auch gut so.
Ihr macht euer Blatt also nicht für mich. Warum schickt ihr es mir dann? Dass es vor einigen Tagen im Briefkasten steckte, gut, das fand ich noch ganz in Ordnung. Wenn ich das Fenster in meinem Büro zwecks Durchlüftung öffne, klappt es nämlich gerne von alleine wieder zu. Durchzug. Oder besser: Querlüftung, wie der Fachmann das nennt. Das ist jetzt aber glücklicherweise vorbei. Ich habe eure Postille einfach in den Fensterrahmen geklemmt und seitdem ist Schluss mit der Fensterzuschlagerei. Fein. Danke.
Aber jetzt erklärt mir doch mal bitte, warum ihr mich seit Neuestem obendrein per Email nervt. Warum bitte schickt ihr mir ungefragt ein megabyteschweres PDF, angefüllt mit Klatsch und Tratsch aus der Medienbranche? Da wo ich herkomme, sagen wir "Spam" zu sowas und wir werden dann immer ganz schön ungehalten. Also lasst das bitte. Sonst hetze ich die halbe Blogosphäre auf euch und das wird bitter. Glaubt mir. MfG.

Solche Leute bekommen immer folgende Mail von mir. Die hat noch immer geholfen ;-))))
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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe von Ihnen eine E-Mail erhalten, in der Sie, ohne dass ich Sie dazu aufgefordert habe, fuer Ihre Produkte werben.
Aus diesem Anlass moechte ich Sie ueber die derzeitige Rechtslage in Deutschland in Kenntnis setzen:
In § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG wird festgelegt, dass E-Mail-Werbung nur zulaessig ist, wenn die Einwilligung des Adressaten vorliegt.
Meine Einwilligung liegt Ihnen NICHT vor.
Dem Adressaten unerbetener E-Mail-Werbung steht auf dieser Grundlage gegen den Absender ein abmahnungs- und klagefaehiger Unterlassungs- und ggf. Schadensersatzanspruch zu.
Darueber hinaus mache ich Sie darauf aufmerksam, dass ich derartigen Mails grundsaetzlich ablehnend gegenueber stehe und mir fuer die Zukunft das Zusenden solcher Mails ausdruecklich verbitte.
Abschliessend weise ich Sie darauf hin, dass ich mir vorbehalte, Ihr Verhalten bei den zustaendigen Stellen (Zentrale zur Bekaempfung des unlauteren Wettbewerbs) mit dem Ziel der generellen Untersagung Ihres Vorgehens anzuzeigen. Im Wiederholungsfall werde ich meine oben genannten Rechte (Abmahnung/Unterlassung/Schadensersatz) in Anspruch nehmen.
Mit freundlichem Gruss