Was die großen TelCos uns nicht sagen: Intern werden Telefongespräche längst als Voice over IP durchs Netz gejagt. Aber der dumme Telefonierer soll immer noch glauben, Telefonnetz und Internet seien zwei unterschiedliche Paar Socken. Sonst könnte er als Flatrate-User ja auf die Idee kommen zu fragen, warum ein Telefongespräch in USA nach teuren Sekunden abgerechnet wird, ein stundenlanger 40-Gigabyte-Download aber bereits in der Pauschale enthalten ist. Hmmm... mal nachdenken...
Klar, es gibt Skype, aber bis ich meinem Onkel Egberd in Örkeljunga erklärt habe, wie man das Ding installiert und konfiguriert, ruf ich ihn doch lieber an. In den USA und auch hierzulande bieten die ersten Unternehmen bereits VoIP für Daheim an. An den heimischen Router wird einfach ein IP-Telefon geklemmt, und schon kosten Anrufe innerhalb des eigenen Netzes garnix mehr und Ferngespräche nach sonstwo hin nur noch ein paar Cent die Stunde. Fein, aber im Zeitalter der Mobilität irgendwie auch ein wenig anachronistisch. Schließlich wollen wir ja unsere Freunde in China, Burma und in der Antarktis-Forschungsstation auch aus dem Biergarten mit sinnfreien Grüßen versorgen. Also: Was tun?
Mark Frauenfelder stellt in seinem Artikel für "The Feature" einen hübschen Einfall der i2 Telecom vor. Ein kleines Kistchen am wohnungseigenen Internet-Anschluss übernimmt die Vermittlung ins Netz. Einfach zu Hause anrufen, das Dingen erkennt die eigene Handynummer als authorisiert, man erhält ein zweites Freizeichen und schon steht einem stundenlangen Gequatsche mit Tante Tilly in Wisconsin nichts mehr im Wege. M-VoIP sozusagen. Besitzt noch jemad T-Aktien? Jetzt verkaufen. Oder verbrennen. Kommt aufs Gleiche raus.

ich ärgere mich schon lange über die Machenschaften der Telekom & Co. Aber was soll man da machen?
Übrigens, eine Frage: Kannst du mir sagen, so vom Weblog-Profi zum Neuling, ob "Blogrolling" oder andere Ping-Anbieter hierzulande ein Begriff sind? Ich kenne mich nämlich mit der deutschen Weblog-Gemeinde nicht sehr gut aus. Vielen Dank im Voraus.