Bisher bestand das mobile Internet weitgehend aus so sinnfreiem Kokolores wie polyphonen Klingeltönen und bunten Bildchen. Der Hauptgrund dafür, warum es keinen Spaß macht, sich mit der Quatschkiste durchs Web zu navigieren, ist - neben der Größe des Bildschirms und den Phantasiepreisen der Mobilfunkkonzerne - sicherlich das Unvermögen/der Unwille der Gerätehersteller, ihre Laberboxen mit so etwas ähnlichem, wie einer Tastatur auszustatten. Die Eingabe eines längeren URL ist somit bislang nur Angehörigen der Generation SMS® mit ihren evolutionär mutierten Daumen möglich.
Semacode will hier Abhilfe schaffen und nutzt dazu eine Technik, die man bei modernen Mobilgeräten ungefragt mitgeliefert bekommt, wie den IE mit Windows: Die Kamerafunktion. Semacode besteht aus einem quadratischen Schwarzweißraster, dessen Größe übrigens mit der Länge der URL zunimmt, und das, einmal mit der Kameralinse angepeilt, den Handybrowser zu der entsprechenden Webseite lotst.
Erhältlich ist Semacode bis Dato lediglich für Geräte mit Symbian-OS, aber andere Systeme sollen folgen. Die sinnvollste Innovation, seit es mobiles Internet gibt. T-Shirts, Aufkleber, Zeitungsanzeigen, Produktbeilagen: Alle möglichen und unmöglichen Druckwerke könnten schon bald die lustigen Muster tragen und einen Link von der realen in die mobile Web-Welt bilden. Der URL dieses kleinen Blogs sieht nebenbei so aus:
