Wenn es um die Disskussion "Weblogs und Journalismus" geht, lautet ein Hauptargument stehts, Blogger würden das journalistische Handwerk nicht beherrschen, sie könnten keine Fakten checken und würden daher auch Ungeprüftes und Halbwahres veröffentlichen. Nun, zu dieser Debatte möchte ich folgendes Anekdötchen beisteuern:
Am 13. April brachte BoingBoing die Story von dem Gewehr, das angeblich winzige GPS-Sender unter die Haut ihrer Zielpersonen schießt. Ein Unternehmen aus Dänemark sollte der Hersteller sein. Noch am gleichen Tag korrigierte BoingBoing den Artikel. Die Blogger waren schlicht auf das Projekt eines Netzkünstlers herein gefallen. Kommentare und Emails ihrer Leser hatten BoingBoing darauf aufmerksam gemacht. Ein paar Tage später nahm sich Telepolis auf recht humorvolle Weise des Themas an: Erst in den letzten Sätzen des Textes wurde darauf hingewiesen, dass es das Schießding nicht wirklich gibt. Und jetzt das: Das angesehene Magazin Computerworld fiel auf die Geschichte herein und brachte sie heute in voller Länge.
So. Und jetzt diskutiert mal schön weiter über Sorgfalt, Professionalität, Quellenkritik und den ganzen Rest.
