... dass unsere Sprache keine Bezeichnung für das Gegenteil von Neugier kennt. Nach solch einer Vokabel habe ich während des Schreibprozesses schon häufiger gefahndet -- ohne Ergebnis.
Schlussfolgerung: Die Abwesenheit von Neugier ist hierzulande der Normalzustand, den man nicht extra benennen muss. Das Neue verursacht mindestens Unwohlsein, wenn nicht gar Angst und daher hält man sich besser davon fern, statt, nun ja, neugierig darauf zu sein. Der neugierige Mensch tanzt hingegen völlig aus der Reihe, weswegen man ihn mit einem speziellen Adjektiv versieht.
Wenn ich jetzt schriebe, für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft sei diese geistige Grundhaltung fatal, dann klänge das doch arg kulturpessimistisch, also lasse ich es lieber.
Aber ich bin neugierig auf eure Meinungen.
