Valleywag weist darauf hin, dass die Zahl der weltweit aktiven Blogs, die David Sifry's Technorati regelmäßig erfasst, sich bei etwa 15 Millionen eingependelt hat und nicht mehr so recht wachsen will.
Zieht man pauschal einfach mal fünf Millionen Splogs und automatisierte Adsense-Honeypots ab landet man bei runden zehn Millionen aktiven Blogs, was, bei einer globalen Online-Bevölkerung von etwa einer Milliarde, auf wundersamer Weise jener Ein-Prozent-Regel entsprechen würde, die seit etwa einem Jahr als kuscheliges Mem herumgereicht wird.
(Kleine Erläuterung: Das Ein-Prozent-Gesetz besagt, dass (über den Daumen) nur ein Prozent aller Internet-Nutzer wirklich aktiv ist. Etwa zehn Prozent beteiligen sich gelegentlich und bis zu einem gewissen Grad am Netzgeschehen (beispielsweise als Blog-Kommentatoren), während die restlichen 89 Prozent sich dem passiven Konsum hingeben.)
Und nun? War's das? Wachstum beendet, große Depression vor den Türen?
Nö.
Erstens ist die Ein-Prozent-Regel lediglich eine Daumenpeilung und weit davon entfernt empirisch bewiesen zu sein (wiewohl es vielerlei Indizien für sie gibt), zweites ist beispielsweise Deutschland noch ein gutes Stück vom einen Prozent entfernt. Bei etwas 48 Millionen Internet-Nutzern in Teutonia sollten wir es eigentlich auf eine halbe Million aktive Blogs schaffen, wovon wir allerdings noch recht weit entfernt sind, wie Jens kürzlich errechnete.
Drittens ist mir Klasse prinzipiell wichtiger als Masse und viertens handelt es sich bei diesem Eintrag mal wieder um ein typisches Stück Selbstreferentialität, wie es ausschließlich in Blogs zu finden ist. Obendrein gewinnt dieser Text auch durch diese ans Ende geklatschte Selbsterkenntnis nicht an Relevanz.
Insofern: Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen.
