Dann eben hier: Meine ultimativ letzten Worte zu Second Life

Die plötzlich und unerwartet aufgetauchte Computermesse Cebit wird am nächsten Montag ein wenig Platz im Handelsblatt beanspruchen, weswegen meine kleine Kolumne eine Zwangspause einlegt. Da der Text bereits weitgehend fertig war, erscheint er jetzt eben hier.

Wer das Internet nicht kapiert, schreibt über Second Life oder eröffnet dort eine Filiale. Zeit, mit diesem Quatsch abzurechnen.

"Schriftsprache ist das Latein unserer Zeit", sinnierte jüngst der US-Rechtsprofessor und Internet-Experte Lawrence Lessig. Nur noch eine kleine Elite forme sich ihr Weltbild mit Hilfe von Geschriebenem. Bunte Bilder hätten Texte längst als wichtigstes Informationsmittel abgelöst.

Bunte Bilder sind auch der Sprit, der das momentane Über-Hype-Thema befeuert: Second Life. Vollbusige Avatare in knappen Kleidchen gehen halt immer als Artikel-Illustration und endlich kann sich auch das Fernsehen auf ein Internet-Thema stürzen, ohne auf die ewig gleichen Mausklick- und Tastaturklapper-Zwischenschnitte aus dem Archiv zurückzugreifen. Während Plattformen und Dienste der zweiten Web-Entwicklungsstufe heutzutage ein Funktionsniveau erreicht haben, das sämtlichen Metaphern aus der physischen Welt hartnäckig trotzt und somit Journalisten vor völlig neue Aufgaben stellt, geht es in Second Live endlich wieder um Dinge, von denen jeder glaubt Ahnung zu haben: Geld und Sex. Schein und Sein. Wunderbar. Titelstory.

Kein Wunder, dass auch Wirtschaft und Werbeindustrie jubilieren. Jahrelang haben sie sich dieses merkwürdige Internetz-Dings angeschaut, in dem nichts so funktioniert, wie in den guten alten Massenmedien. "Märkte sind Gespräche", mussten sie sich vom Cluetrain-Manifest belehren lassen, das sie obendrein aufforderte, ihre in den letzten 100 Jahren antrainierten Marketing-Methoden über Bord zu werfen. Dann kam auch noch Chris Andersson mit seinem Buch "The Long Tail" und erklärte das Netz kurzerhand zum Totengräber des Massengeschmacks. Sollte künftig wirklich nichts mehr so sein wie früher? Eine furchtbare Vorstellung.

Das Auftauchen von Second Life muss zu einem kollektiven Aufatmen in den Marketing-Abteilungen dieses Planeten geführt haben. Endlich kann man auch im Internet so weitermachen, wie in der guten alten Zeit vor dem Internet. Man kann Plakate aufstellen, Filialen eröffnen, Werbespots auf riesigen Leinwänden ausstrahlen und sogar Verkaufspartys veranstalten. Toll. Ganz, wie damals. Das beste: Sogar die Presse hat man endlich wieder auf seiner Seite. Die Eröffnung eines Zeitschriftenladens in Bad Salzuflen ist wahrscheinlich noch nicht mal der dortigen Lokalzeitung eine Notiz wert, stellt "Vanity Fair" hingegen einen einsamen Zeitungskiosk in Second Life auf, verbreiten die Agenturen das brav als Nachricht – selbstverständlich inklusive Bild, das ebenso selbstverständlich nicht auf die allgegenwärtigen, vollbusigen Avatar-Statistinnen verzichtet.

Das einzig Dumme an der Sache: Second Life befindet sich ebenso wenig "im Internet", wie Bad Salzuflen. Second Life ist ein Biotop, eine abgeschlossene Blase, die das Netz lediglich als Datentransportweg nutzt. Man könnte meinen, der Betreiber Linden Labs hätte Second Life als Beruhigungsmittel für Zukunftsscheue entwickelt: Zu guter Letzt ist das Leben im Netz auch für jene zu begreifen, die das Netz selbst nie begriffen haben. Second Life ist somit die letzte Bastion des 20-ten Jahrhunderts. Ein Asyl für Ewiggestrige und Veränderungsverweigerer. Die Zukunft sieht anders aus.



Kommentare dazu:

Danke! Endlich nochmal ein Artikel der die Sache im Kern trifft (Also dem Doppel Leben ein Ende setzt ;)
großes Lob
Großartig! Genau meine Meinung.

Ich würde hinzufügen, dass diese plumpe Methaper der 3D Onlinewelt den Sience-Fiction Romanen aus den 70er, 80er Jahren entstammt. So hat man sich das damals eben vorgestellt und wenn man dann die letzten 20 Jahre hinter dem Mond verbracht hat, könnte man heute denken, sie sei in Erfüllung gegangen.

Das Internet ist aber anders geworden. Besser!
Danke, Mario. Gut, dass diese Messe so unerwartet auftauchte und du den Text hier veröffentlich hast. Mittlerweile dachte ich nämlich, dass ich in den letzten Monaten irgendwas verpasst habe und mir auch noch irgendwann ein zweites Leben zulegen müsste.
Grüsse
Stephan

Ich hab bisher immer nur Artikel über Second-Life von Leuten gelesen, die die Welt gerade mal kurz besucht haben und nicht zu den weissichnicht-wievielen Leuten gehören, die da angeblich immer so rumlungern.
Von einem von denen würd ich mal gerne was lesen oder hören.
Denn nach dem 4ten "Mann-Ist-Das-Ein-Scheiss"-Artikel frag ich mich doch ernsthaft ob das allen so geht?
Mir jedenfalls schon - ich hab' von Anfang an gedacht, daß das Mummpitz ist.
Von meinen Freunden und Bekannten war da auch noch keine drin. Irgendwie glaub ich die Geschichten, die man sonst so liest nicht mehr.
Alles eine RIESEN-Blase! Firmen bauen ihre Filialen für Marketingleiter anderer Firmen, damit die sich dann wieder neue Sachen ausdenken können.
Naja, irgendwie ist es vielleicht wirklich müssig da auch nur noch einen Gedanken drauf zu verschwenden. :-)
Wird sich eh nicht durchsetzen, dieses Interdings.

Ne, ernsthaft - SL ist in seiner jetzigen Form mächtig überschätzt, bietet aber sehr interessante Möglichkeiten. Zum Beispiel für Singlebörsen. Sich durch eine SL Welt zu klicken scheint angenehmer zu sein, als gelangweilt Profile durch zu blättern. Auch im Bereich "Helpdesk", "Service" könnte sich da was tun.
Singlebörsen machen Geschäfte mit der Einsamkeit. Und die funktionieren immer, überall und auf allen Übertragungswegen. Ob als Tanztee, Herz beißt Haifisch, per SMS, im Web oder in SL.

Service und Helpdesk als SL-Anwendungen? Mit Verlaub, geschätzter Herr Dahlmann, das ist ja wohl großer Schwachfug. Wo soll da bitte der Vorteil gegenüber einem Telefonanruf bestehen? Statt in der Telefon-Werteschleife zu hängen, lasse ich meinen Avatar virtuell Schlange stehen? Ob das meinen Blutdruck senkt, halte ich für äußerst zweifelhaft.

Ich bleibe dabei: Dieser ganze 3D-Kokolores transportiert die Nachteile der physischen Welt ins Netz und verzichtet auf einen Großteil der Vorteile. Ein Konzept für Netz-Nichtversteher.
Ich hab' am Anfang gedacht, daß vielleicht jemand Tad Williams Otherland in die Wirklichkeit holen will.
Und ich denk wenn wir mit der Technik schon da wären wo man innerhalb von Sekunden 3D-Elemente in Echtzeit überall auf der Welt bewegt mit bester hochauflösender Graphik und jeder 40"-LCD-Flachbildschirme oder am besten noch ein VR-cave, dann könnt man sich vielleicht interessante Meetings vorstellen. Vielleicht für Auto- oder Häuslebauer, die sich mit den Designern über Details austauschen wollen.
Aber da SL ja in der Wirklichkeit gebaut wurde und noch dazu von Menschen denk ich, daß man ernstgemeinte Produktivität damit nicht erzeugen kann.
Und mit _dem_ Manager, der seine Meetings im SL abhalten will anstatt ein bißchen Geld in eine Video-Konferenz-Lösung zu stecken würd ich mal gerne sprechen.

P.S.: Das tolle ist, daß ich wirklich bei jedem Bericht über SL den gleichen Avatar auf irgendwelchen Bildern sehe. Wieder so ein kleines Detail, was mich glauben lässt, daß da eigentlich nicht "wirklich" jemand mitmacht. Angemeldete Benutzer heißt ja auch nicht so wirklich viel.
Das Interesse ist wohl auch angeblich vor Einführung der SL-Währung nicht so groß gewesen. Auch ein Grund an der Umsetzung zu zweifeln.
Ich finde du übertreibst. Es gibt ja wirklich sinnvolle Anwendungen, auf geschäftsinterner Ebene. Klar ist der Kram überhyped, aber ganz so wegtun würde ich SL nicht. Vielleicht nur etwas hintenanstellen, so wie das Bad Salzuflener Tageblatt.
Ich wiederhole mich: Wenn man eben nur die vollbusigen Avatare, die Werbung und den angeblich so grassierenden Cybersex sieht, dann ist Second Life eigentlich nur zu verachten, uninteressant, langweilig.

Wenn man jedoch das Konzept betrachtet und den Hype der Marketing-Fuzzis und unbedarften Wirtschaftsjournalisten abzieht, bleibt tatsächlich etwas übrig.

http://notes.computernotizen.de/2007/03/09/die-zweite-zeile/

Vernichten wirst du Second Life nicht mit deinem Beitrag. Allerdings hast du vollkommen RECHT! Schön finde ich auch den Gulli was da gleichmal findige Rechtsverdreher, ääähh vertreter verzapfen(siehe:http://n-tv.de/774618.html). Second Life ist eine Marktlücke wie jede andere auch. Ich würde da nicht unbedingt auf den Erfinder sauer sein. Für mich ist das eher ein Barometer wie blöd die Masse ist.
Stimmt schon. Der Medien 1.0-Hype um SL ist grenzdebil. Ich mach da jetzt auch eine virtuelle Frittenbude auf (und werde reich nund berühmt.)
Sinniger wär's s schon, wenn man SL-Ausflüge as Pilotlauf zB mit In Game-Advertising in Beziehung bringen würde. Aber momentan ist das alles rechtschaffen sinnentleert und PR pur (aber: das funktionert ...)

Nicht d'accord geh ich hier; <em>Das einzig Dumme an der Sache: Second Life befindet sich ebenso wenig "im Internet", wie Bad Salzuflen. Second Life ist ein Biotop, eine abgeschlossene Blase, die das Netz lediglich als Datentransportweg nutzt.>/em>
So ist das halt mit dem Netz. Ein Datentransportweg, sonst nix. Mit derselben Begründung wäre Skype auch nur so eine abgeschlossene Blase, ....
Vielen Dank für die klaren Worte. Erklärt auch mir, warum ich den Hype eigentlich nicht vestehe.

Dann suchen wir eben weiter nach The Next Big Thing.
Passender konnte man es nicht auf den Punkt bringen! Tägliche Ticker-Meldungen über eine neue Second-Life Filiale nerven einen ja schon zu Tode...

Meiner Einschätzung nach ist das Thema spätestens in 12 Monaten tot, da der Zenit eindeutig erreicht ist und das Thema ähnlich nervig ist wie Postwurfsendungen.
Danke Mario, darauf habe ich gewartet. "Get a first live" ! (http://www.getafirstlife.com/)
Was, ein Text über Second Life, ohne dass darin Anshe Chung vorkommt? Das geht doch nicht.
Neulich hatte ich ein wenig Zeit und dachte mir, schau doch mal bei Second Life vorbei und bilde dir selbst eine Meinung. Meine Meinungsbildung war bereits nach einer Viertelstunde abgeschlossen und die Festplatte von diesem Murks wieder befreit. Und wenn dort die größte Stadt auf Erden entstehen sollte und fortan alle Produkte des Erdenrunds nur noch virtuell zu erstehen sind kommt mir dieser gehypte Schund nicht mehr auf die HD.

"Erst wenn die letzte reale Filiale geschlossen, der letzte echte Döner verkauft, das letzte echte Pärchen sich getrennt hat, werden ihr feststellen, dass sich Bits und Bytes nicht leben lassen." (oä.)
Danke, das ist mit Abstand das Intelligenteste, was ich bisher über SL lesen durfte.
Service, Helpdesk - das wiederum ist mit Abstand das Ulkigste, was ich bisher als mögliche SL-Applikation lesen durfte.
Das Problem ist jetzt - das du unter deinem Artikel für Second Life mit den GoogleAds wirbst. Das heißt du als Gegner bist gleichzeitig Unterstützer. Reicht die Kohle vom Handelsblatt nicht um die Sache durchzuziehen und auf GoogleAds (logischerweise hast du darauf kaum Einfluß) zu verzichten?
Trackback:

Hübsch rausge-, äh, -schrieben.

Hamburg, Virtuell: Handelskammer Hamburg bei Second Life
http://sankt-georg.info/artikel/256/second-life-hamburg-handelskammer-cebit

"... Mario Sixtus auch bekannt als elektrischer Reporter bei handelsblatt.com bringt es auf den Punkt: Second Life ist nicht “Internet” sondern benutzt das technische Netzwerk internet lediglich zur Datenübertragung. Second Life ist also “ein Biotop, eine abgeschlossene Blase, die das Netz lediglich als Datentransportweg nutzt”. Diese “ultimativ letzten Worte zu Second Life” sollten sich insbesondere alle Reichweiten-Jünger der klassischen Medien zu Gemüte führen. ..."
Naja, und die 20.000 Leute, die da zu jeder Sekunde eingeloggt sind, irren sich wahrscheinlich nur, wenn sie denken, dass ihgnen das Spaß macht, was da passiert: Kreativiät und Phantasie,

SL auf Marketing oder Sex zu reduzieren ist, als würde man das Restnetz (das übrigens auch nur das Netz als Transportschiene nutzt und mit diversen 'User Agents' aka Browser, Chatprogramm, Maildings etc. arbeitet) auf Kinderp*rno und Tauschbörsen reduzieren.

IMO wird bei den Kritikern zu 80% lediglich die übliche Medienkritik wiederholt, die sich auf der Schiene "alle Dichter lügen" - Theater - Roman - Film - Comic - Computer(spiel) durch die Medien(kritik)schiene zieht: das Schein/Lüge-Argument, das Suchtargument, das Ungesund-Argument, das Moralargument etc.

Nein, Hype ist nicht angebracht. Aber 3D wird meiner Ansicht nach "nicht mehr weg gehen"[, genau so wie Blogs als "personal publishing" bleiben wird - egal in welcher Form]. Sl selbst dabei sehe ich eher als Mosaic/Amaya des neuen "Dings" unter TCP/IP.
Lieber Mario, was Deinen Ärger über die Berichterstattung über Second Life angeht, kann ich dem nahezu ohne Abstriche zustimmene. Aber ... eine simplifizierende, sensationsgeile Berichterstattung kann man nicht wirklich dem dem betroffenen Ereignis, Trend etc. anlasten. Ich weiß nicht, wie sich Deine Ansichten zum Thema Bloggen hätten, hättest Du sie allein auf der ersten Posts von begeisterten Bloggern der ersten Stunde oder der frühen Berichterstattung in Bild, Welt und Faz aufgebaut.

Und was die aufseufzenden Marketeers angeht, die aktuell vielleicht wirklich meinen "Endlich kann man auch im Internet so weitermachen, wie in der guten alten Zeit vor dem Internet. Man kann Plakate aufstellen, Filialen eröffnen, Werbespots auf riesigen Leinwänden ausstrahlen und sogar Verkaufspartys veranstalten" - die werden in Kürze merken, dass gerade das in Second Life nahezu wirkungslos verpufft.

Diese Projekte und die "Wir sind die erste ..." PR-Aktivität drumherum ist aktuell aber längst etwas typisch deutsches. Wenn Du Dir die Berichterstattung in den besseren US-Medien ansiehst, sind die schon weiter und die typischen Artikel mit Illustrationen vollbusiger Barbies sind nur noch selten zu finden (das wird auch hierzulande in den nächsten 2 - 3 Monaten verschwinden.) In den besseren Beiträgen aus der US-Presse, gute Weblogs eingeschlossen, wird schon länger ganz sachlich das Für und Wieder virtueller Welten abseits des reinen "Spielens" erörtert - und natürlich kommen dabei nicht alle Ansätze, die aus der ersten Begeisterung entstanden sind, gut weg. So what?

Mein persönliches Fazit (das Du seit einem Jahr kennst, und an dem sich seitdem wenig geändert hat):

(1) Das Konzept der virtuellen Welt mit persistenten Strukturen, in der Anwender als für Andere sichtbare Avatare unterwegs sind, ist ein wichtiger Aspekt des künftigen Webs (<- Ja, "Webs", denn tatsächlich gibt es längst diverse Verbdingungen zwischen virtuellen Welten und Web).
(2) Ob das dauerhaft von der Plattform Second Life bestimmt wird oder nicht, kann heute niemand vorhersagen - und ist letztendlich irrelevant.
(3) Nicht alle heutigen Anwendungen im Web werden 3Disiert werden. Ein Katalog wie der von Amazon, eine Auktionsplattform wie eBay benötigen kaum räumliche Metaphern (können diese aber in Detailaspekten nutzen). Andere Anwendungen (u.a. echte Shopping-Umgebungen, intensiv dialogbasierte Kommunikation, Training, Communities, einige Entertainment-Formen und auch MySpace-ähnliche Formen der Selbstdarstellung) können und werden Konzepte aus virtuellen Welten nutzen.
(4) Das 2D und das 3D-Web werden eine eng vernetzte Koexistenz eingehen. Webseiten werden in 3D-Welten präsentiert und interaktiv genutzt werden. Einblicke in 3D-Welten werden Teil von 2D-Webseiten werden. Am Ende schließlich werden Konzepte aus dem Bereich der Augmented Reality auch virtuelle und physische Realität vernetzen.

Und ob das alles wirklich so eintreten wird, wird man vielleicht in 5 Jahren beurteilen können. Der aktuelle Hype um Second Life und die damit verbundenen Mißverständnisse, übertriebenen Erwartungen und gern geschürten Ängste werden diese Entwicklung sicherlich weder lange beeinträchtigen noch übermäßig fördern. Ist halt ein Hype - mit all den typischen Begleiterscheinungen. :)
Frage mich, ob nicht dieser Eintrag den guten alten Geist des 20. Jhds atmet: Ein Mann der Buchstaben und der x-te Bildersturm. Auch in Zukunft lebe - bitte, bitte! - die Schrift! Alles andere sind Titten für die Masse. Second Life ist nicht die Zukunft des Netzes, aber ein Ausblick darauf, deshalb der Hype.
...und es nervt auch, wenn man weiss das es Croquet seit (verglichen mit SL) Ewigkeiten gibt. Wenn schon 3D und Avatarzeuch, dann doch bitte so. Wer Zukunft bloss für ein geschäftsmodellfähiges Interface hält... usw
Lieber Siggi, Croquet ist "ne nette Idee". Ich habe mal ein paar Tage mit herumgefruckelt, aber das ist wirklich etwas für Geeks. Das Fundament ist Klasse, aber, wenn Du Dir ansiehst, welche Faktoren "die Leute" in größerer Zahl anziehen, fehlt es Croquet vor allem an einfachen Möglichkeiten zum Customizen attraktiver Avatare, für die Orientierung über den eigenen Space hinaus etc. etc. Und wer die Lernkurve von Second Life für steil hält (ich denke, sie ist es) wird das relativieren, wenn er ohne sachkundige Unterstützung versucht, mit Croquet voranzukommen ...
Danke für diese Aussgaen, Mario. Ich finde das "Das zweite Leben" absolut unsäglich! Ich empfinde es als ein Wolkenkuckucksheim und eine Fluchtburg vor der Realität ... und ich empfinde es als gefährliche Geschäftemacherei.
Wie süß. Es droht also mal wieder der Untergang des Abendlandes.

Schon in der alten Welt war Lesen meist recht fakultativ. Selektives Lesen eher eine Pflicht.

Warum klappt das nicht auch hier?

Es gibt also einen Haufen Journalisten, die sich gerade freuen, für eine Weile ein nettes und anschauliches Thema gefunden zu haben. Sogar eines für Titelseiten.

So what?

Oder auf Deutsch: Who cares?

Es gibt einen ganzen Batzen Leute, denen es eine Freude zu sein scheint, ihre Zeit im Second Life zu verbringen. Reicht das nicht? Spaß an der Sache?

Es sollte reichen. Auch, wenn zusätzlich noch ein paar weitere Leute etwas Geld mit dem Schreiben darüber und dem Werben darin verdienen. Vielleicht haben ein paar davon obendrein auch noch so etwas wie ihren Spaß.

Kein Grund, immer gleich das Abendland zu schließen.
Dieser Artikel irritiert mich doch stark.

Nach der Bereicherung durch den Elektrischen Reporter schwingt hier doch ein anderer Ton, der so gar nicht ins Bild paßt.

Auch der Ritt auf dem Text als einzigem Heilsbringer des Netzes oder der Angriff auf die ewiggestrigen Marketiere (!) ändert doch nichts an der Tatsache, das hier das Netz bereichert wird.

Und im Unterschied zu einem Zeitungskiosk in Bad Salzuflen kann ich via "Datenautobahn" (auch so eine breitgetretene Internetmetapher der Frühneunziger, die unser Denken prägte und doch so falsch war wie es Metaphern nun mal von Natur aus sind) diesen SL Kiosk innerhalb kürzester Zeit von jedem Internetzugang der Welt aus erreichen. Das das für die Presse erwähnenswert ist, hat vielleicht mit dem Denken in Papierzeitungen zu tun. Wer weiß?

Das SL das Drei-Dimensionale Internet wäre ist auch eine hauptsächlich von den Medien breitgetretene Falschmeldung. Wobei, nebenbei bemerkt, so gut wie kein Jornalist tiefergehende Recherche in Sachen SL betrieb. Schließe ich von der Qualität der Berichterstattung über SL auf andere Themen in der deutschen Presse, dann gute Nacht Deutschland.

Zum Argument des Datentransportweges: Das Netz ist immer und nie etwas anderes als ein Datentransportweg zwischen auf Festplatten liegenden Inhalten gewesen, wie z.B. auch MySpace.com Seiten, Xing-Profile, Mr.Wong-Tags. Alle liegen auf zentralen Servern und die können jetzt eben auch in Bad Salzuflen stehen.
Das Netz macht das möglich. Und mehr, ich kann jetzt auch Inhalte leichter selbst erstellen (war auch früher schon möglich, war nur schwerer)... Was bitte ist also nochmal WEB2.0?



Warum gelegentlich so heftige Emotionen (hier). - Man muss doch nicht SL spielen. Mensch-ärgere-Dich-nicht geht doch auch, oder CS oder so; - Monopoly auch; - aber auch das muss doch alles nicht sein.

Ich finde schon, dass man SL anzweifeln sollte.
Es stinkt nach Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die großen Firmen provitieren durch weitläufige Grundstücke und sehr aufwendig und schick gestaltete Immobilien, während der kleine Laden nebenan sich nichts dergleichen leisten kann. Ausserdem fragwürdig ist, dass hier eine einzige Firma die Fäden hält. Wer weiss, vielleicht ist denen morgen eine Firma oder irgendein Verein ein Dorn im Auge, so darf er ganz einfach nicht mehr mitspielen.

3D-Welt: Von mir aus, aber doch nicht so.
Finde es auch eher beängstigend, das es wohl bald alles aus der realen Welt auch in SL gibt. Da wird sich so mancher denken: "warum dann noch im richtigen Leben anstrengen, wenns in SL viel einfacher geht".

Wenn ihr mich fragt ist das eine echte Gefahr für die Gesellschaft !
wir werden's überleben - und vielleicht noch was draus lernen: willkommen im third life & web 3.0!
Du sprichst auch mir aus der Seele. Gestern hab ich selbst zu dem Thema gebloggt und heute lese ich das hier. Bin gespannt ob Second Life länger als die Tamagochis überlebt, aber dank den ewig Gestrigen bestimmt.

Gruss aus dem Norden
Andreas
Kinder wollen was anfassen. Erwachsene auch. Und das geht bei SL halt einfach nicht. Deshalb werden die werbenden Firmen dort auch nie großen Erfolg haben. Was kann man denn dort als User erleben, was einen beeindruckt?
An den meisten Kommentaren hier, kann man sehr gut beobachten, wie die Beeinflussung der Medien beim Menschen funktioniert. Erst wird etwas gepuscht, alle wollen es. Auf dem Höhepunkt, kommen die Kritiker, die extrem große Gefahren sehen. Das unbedachte Individuum springt entweder auf den einen oder den anderen Zug auf. Die Richtung wird vorgegeben und wenn dann noch einige "Mitfahrer" das selbe Behaupten, fühlt man sich unendlich bestätigt, ohne zu sehen, dass man eventuell auch nur im falschen Zug sitzt.

Warum ist es Menschen nicht möglich, diese Sache einfach nüchtern zu betrachten, als das was es ist. Es ist der erste Versuch der Umsetzung der Realität in eine 3d-Welt die über das Internet übertragen wird, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Deswegen sind jetzt diese emotionalen Bekundungen, in die eine wie auch in die andere Richtung, völlig deplatziert.

Für mich ist es nur eine logische Entwicklung, wenn das bisherige 2d-Internet, die dritte Dimension entdeckt. Ob die Technologie dafür Linden-Lab mit SL in der Zukunft liefert ist eine ganz andere Frage. Sie sind jedoch die ersten, die es effektiv! versuchen und die Kreativität der Nutzer, durch die Möglichkeit des Erschaffens eigener Inhalte in einer 3d-Umgebung, fördern.
Ach Mädels und Jungs, lasst doch einfach alle im SL Spass haben, die dort sein wollen. Und hört auf, so unsinniges nur negatives Zeugs darüber zu verbreiten.
Wer sich informieren will, über die Auswirkungen von Online-Communities:

http://psychologieblog.de/2006-10-26/second-life-%e2%80%93-die-neue-droge/

Ansonsten, ich meker ja auch nicht über Synchronschwimmen oder ähnliches....
wie du bloss auf "bad salzuflen" kommst! ich wohn da und es eine eröffnung (von nem zeitschriftenladen) ist wahrlich nix besonderes

kann mit dem begriff "second life" nicht mal was anfangen! von daher nicht schlecht wenn du auch nicht mehr drüber schreiben willst ;)


In SL lässt sich sehr schön interaktives 3D-Lernen umsetzen. Nur muss das auch mal gemacht werden. Ich habe dafür nicht die Zeit im Moment.

Aber ansonsten könnte man sehr schön in SL die wirklich wichtigen Probleme darstellen und darin gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten. Dort wo methodisch das "First Life" versagt, könnte SL den nötigen Touch für die Realisierung geben.

Als Unterhaltungsplattform hingegen ist SL eine ökologische und sehr oft inhaltliche Schande!
ja, SL nervt und zwar gewaltig. Die Omnipräsenz dieser Maskenwelt auf den Titelzeiten der Gazetten aber auch die Tatsache, dass niemand hinter die Kulissen dieses Hypes zu blicken wagt. Oder ist es derzeit schlicht und ergreifend nicht angesagt, an etwas zu kratzen, dass doch so offensichtlich en vogue ist?! Die Titelstory im SPIEGEL von vor ein paar Wochen, hier wurde das Phänomen der Maskerade als solches thematisiert, ging schon wohltuend weg vom Linden-Hype. Die Meinung aber, dass sich SL nicht durchsetzen wird, teile ich jedoch nicht. Meiner Meinung nach haben die ein Geschäftsmodell und ein funktionierendes Dazu. Ob sie von mir jetzt einen Cent bekommen oder nicht.
Ich glaube SL hat zu schnell zu viel Aufmerksamkeit der falschen Sorte bekommen. Ich hoffe das sich das legt und SL dann in eine bessere Reifephase kommt.
SL ist ein Experiment, das gelingen oder fehlschlagen kann, weitgehend unabhängig davon, was die Kommentierenden dazu sagen.
Insofern nervt nicht SL gewaltig, sondern die Aufmerksamkeit, die diese 3D-Welt (eine von mehreren aktuellen und vielen künftigen) von ihnen bekommt.
Aber wenn SL nicht die Zukunft ist, was dann?
Ich teile die Meinung, dass was mich eigentlich die letzten Tage und Wochen am meisten genervt haben, sind die Journalisten, die über SL irgendwas auf die Schnelle geschrieben haben. Nach meiner Erfahrung braucht man einen viel längeren Zeitraum, um überhaupt zu begreifen, um was es hier geht. Das Experiment SL selbst wird noch ein Paar Jährchen brauchen.

Saul Lozano
Es ist seltsam, dass hier auf Vanity Fair bezug genommen wird. Gerade die haben sehr viel Wert darauf gelegt, dass die für die Promotion eingesetzten Avatare sich schon rein äußerlich eher an Nadja Auermann orientieren als an Gina Wild.
Hallo,
also ist die gute alte Schriftsprache und das geschriebene Wort noch nicht verloren. Ich bin mir mit meinen Texteinträgen auf meinem Blog schon antik vorgekommen.
Gruss schlagloch.
Hallo Mario, wieder ein sehr feiner Beitrag! Du sprichst mir aus der Seele und darüberhinaus sehe ich sehr viele Parallelen zu den Anfängen des Internet. Waren es damals lieblose Folder-Ableger, sind es in SL leider viel zu oft bombastisch mit allem 3D Firlefanz & Bandbreiten-Vernichter-Elementen ausgestattete Projekte.

Es geht eben nicht darum wer am lautesten Trommelt (einer der Hauptansätze der klassischen Werbung) sondern reduzierte, gezielte Botschaften clever und medienadäquat kommuniziert.

Für die ganzen Pessimisten, "Verteufler" und Besserwisser (ohne wirklich SL zu kennen), hier ein Beitrag des Spiegel-Kollegen, der die Sache wohl ziemlich genau trifft. Ich hoffe dieser Beitrag kann diese Möchtegernphilosophen und Hellseher, zum Nachdenken anregen ;):

http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,474159,00.html
@ Enki: Den Artikel in Spiegel Online fand ich nicht sehr souverän. Und ausgerechnet SL ein Labor für die weitere Entwicklung des Internets? Come on...
@Fabian: Auch wenn die Erkenntnisse des Spiegel-Reporters nicht neu sind, so ist es einer der wenigen Reporter, die sich intensiv mit SL beschäftigen und nicht nur 15 Minuten "reingehen" eine Sex-Location aufsuchen und dann irgendwie genervt aufgeben, weil sie weder Steuerung verstehen noch ein "Spielziel" erkennen können. Deren Meinung liest man in den ganz tollen "Insiderberichten".

Ich finde "Sponto" im Spiegel-Artikel hat recht, SL kann man als Labor für die weitere Entwicklung des Internets auffassen. Bei allen technischen Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten die SL zur Zeit hat, sehe ich trotzdem kaum etwas, was prinzipiell dagegen sprechen sollte.

Das 3d-Web ist nur die logische Folge auf die Entwicklung des 2d-Web. SL ist die erste Plattform die usergenerierten Content vollumfänglich zulässt und fördert, das ist in diesem großen und konsequenten Umfang einmalig. Sozusagen ein Youtube, Myspace etc. in 3d, mit zahlreichen weiteren Möglichkeiten. Wenn das nicht eine anzunehmende Zukunft des Internets sein kann, dann weiss ich auch nicht weiter.... ;)
Bin nur auf den Artikel gestoßen, weil SL gerade wegen Wartungsarbeiten nicht geht:-)

Es stimmt, alle haben eine Meinung über SL und kaum einer war mal länger dort.
Ich bin dort seit Monaten, verbringe viel Zeit da und finde das auch noch schön!
Und ist das nicht Daseinsberechtigung genug für eine "virtuelle Welt", wenn es Menschen gibt, denen es einfach nur Spaß macht sich damit zu beschäftigen...?


Diese Pauschale Unterstellung, das Sl nur für welche ist, die das Netz nicht kapiert haben, kann ich nicht teilen.

Second Life Bashing zu betreiben ist auch völlig sinnlos, denn selbst wenn die pleite gehen, wird das Konzept von SL bleiben. Es gibt jetzt schon mehrere Alternativen.

Die maximale gleichzeitige Online-Nutzerzahl (bei 5.6 Millionen Accounts) liegt zur Zeit bei ca. 39.000.

Vor zwei Monaten lag diese gerade einmal bei 25.000, das sagt ja wohl genug aus.
Es geht sicherlich nicht um pauschale Unterstellungen oder Bashing - ganz im Gegenteil. Die hier aufgzeigten Punkte betreffen substanzielle Elemente der Kommunikation / Markenführung. Wenn ich die letzten 15 Jahre der Internet Entwicklung Revue passieren lassen, dann sehe ich ähnliche Entwicklung immer wieder (die einher gehen mit neuen technischen Möglichkeiten). Bestrebungen wie http://www.digitalnext.de/mtv-plant-eigene-3d-community-nach-dem-vorbild-von-second-life/ etc. wird es geben und dieses Spielfeld ist sicherlich auch gut so.
Aber sicher, und das sag ich auch in jeder SL-Diskussion/Ppräsi, in der man mich ausreden lässt bevor ich verbrannt werde. Sl selbst rechnet wohl mit 2-3 Dutzend OS/Payware-Konkurrenten allein dieses Jahr. allein in China sind *mehrere* Clones in Arbeit (@oliver_wwb: nicht nur einer ;) ).

Aber LL hat natürlich einen gewissen Vorsprung, die anderen den Vorteil, keinen Legacy-Code am Bein zu haben.

Sl hat auch eine 'gewachsene Kultur', wie das anderswo aussieht, wird man sehen...
Die Spiegel-Titelstory hatte einen spannenden philosophischen Ansatz. Mit dem Aufhänger des Maskenballs in SL liegt sie aber wahrscheinlich falsch. Ich kann nach einem kurzen Blick über den Datensatz unserer Umfrage (Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht) bereits sehen, dass die Tendenz eher dahin geht, dass ca. 60 % der Nutzer keinen Wert darauf legen, sich anonym in SL zu bewegen.

Dann noch schnell ein Zitat zu dem weithin verbreiteten Vorurteil, dass MPOGs in die soziale Isolation im realen Leben führen. Zitat aus einer Untersuchung dazu: „Interessanterweise waren ausgerechnet diejenigen Befragten, die sich besonders skeptisch über MUDs äußerten, selbst am stärksten von der realen Gesellschaft entfremdet.“ (http://psychologieblog.de/2006-11-28/virtuelle-welten/)
Das ist aber ne alte Erkenntnis, dass Computergeeks eher soziale Wesen sind. Ganz banal weil man so viel Infos austauschen muss, dass man es als Introvertierter gar nicht schafft(e) online zu kommen, seinen Rechner zu vernetzen etc. pp. (Ggf. ist das übrigens ein relevanter Punkt, warum manche Firmenmenschen/Journalisten die Onlinekultur nicht 'raffen', weil sie keine 'digitale Sozialisation' (gibt es den ausdruck schon? ;) ) hatten sondern alles 'für sie gemacht wurde'.
Wobei die Kollegen von egoload scheinbar die Introvertierten als Bloggertypen idetifizieren (wenn ich das recht im Kopf habe); wie introvertiert muss man sein um öffentlich zu publizieren/zu tagebuchen ;)

Also, jeden Tag eine gute Tat:
So, ich geh dann mal los um den zweiten Tag in Reihe Journalisten Blogs zu erklären. (Genau, jetzt hab ich meine Jobbeschreibung: Blog und Social Media-Erklärbär ;) )
Sali Mario

Du kannst von SL halten was Du willst aber das dass Internet irgendwann 3D statt 2D wird, sollte wohl allen klar sein. SL steht nur als Vertreter EINER virtuellen Welt die über das Internet erreichbar ist. Welche das Rennen macht bleibt abzuwarten.

...und falls Du dann einen Account hast in SL, schau doch mal bei uns im Swiss House vorbei (IN SL), am Freitag Abend ab 22:00 Uhr haben wir da Plauderstunde. Gibt sicher ne spannende Diskussion ;-)

take care and
HAVE FUN
Cypher Black
Genau das 'Das Internet wird irgendwann 3d statt 2d' ist wohl das Problem. Ich kenn zumindest keinen, der das sagt. (außer dem Kommentattor da oben, aber den kenn ich glaub ich nicht ;) ) ) Ich hoffe, dass nicht mal LL sowas schwurbelt. Gestern meinte jemand, das stehe wohl so in diversen Artikeln über SL. Das wär dann ein eher journalistisches Problem denn eines von SL. Falls ich mich irren sollte, und jemadn in der Tat sowas sagt, dann braucht der Hilfe ;)
OliverG,

ich bin fest davon überzeugt, dass das 3d-Web das 2d-Web in weiten Teilen der Anwendungen ablösen wird bzw. das 2d-Web dann wohl mit einigen sinnvollen Anwendungen, innerhalb der dreidimensionalen Welt, dargestellt wird. Weiterhin glaube ich, dass SL nur eine von vielen "Welten" sein wird die dann eventuell untereinander kommunizieren können.

Wenn du das alles nicht glaubst, würden mich mal deine Gründe interessieren.
OliverG,

ich bin fest davon überzeugt, dass das 3d-Web das 2d-Web in weiten Teilen der Anwendungen ablösen wird bzw. das 2d-Web dann wohl mit einigen sinnvollen Anwendungen, innerhalb der dreidimensionalen Welt, dargestellt wird. Weiterhin glaube ich, dass SL nur eine von vielen "Welten" sein wird die dann eventuell untereinander kommunizieren können.

Wenn du das alles nicht glaubst, würden mich mal deine Gründe interessieren.
Beim 2. sind wir uns einig. Sl ist noch nicht der weisheit letzer SChluss und könnte von was anderemn abgelöst werden AS webähnlicherem was die Übergänge betrifft etc.).

beim ersten würde mich interssieren
a) welche Teile du für ersetzbar hältsts (ggf shops, kann sein)
b) welchen %-anteil dei ausmachen (wie immer man das misst)

Alles was textlastig ist, sehe ich _aktuell_ noch nicht in 3D. (wenn es da schöne Konzepte gibt, seh ich sie mir liebend gern an) Da das Netz auch sehr mobil sein wird, hab ich grad noch probs mir SL mobil vorzustellen (Handy, UMTS+++, Brille und ein RL-Auto, das mich überfährt?).

Mich würden wirklich Projektionen interssieren, wie 3D in 3-10 Jahren aussehen wird.

3D wird meiner ansicht nach nicht weggehen aber es wird dort zum einsatz kommen, wo ein echter Mehrwert besteht. (so wie es immer noch Mail gibt und Chat und ...)

Bitte: Nicht schwurblen, Butter bei die Fische, verweise auf Konzepte und URLS, studein etc. und nicht 'ich glaube dass die meisten' o.ä.)

Zur Klärung: ich find SL ne prima Sache, dei verbesserbar ist.
"Instead of Web sites like we have now, we'll have 3-D representations in the virtual world." Das sagte, relativ aktuell Ex-Microsoft-Managerin Window Snyder, auch nachzulesen hier: http://www.informationweek.com/news/showArticle.jhtml?articleID=198500071

ich gebe dir im übrigen recht, dass grade textlastige Dinge im 3d-Web schwer darstellbar sind, deswegen sollte auch in SL schleunigst ein Browser integriert werden, damit man nicht beim Avastar-lesen, immer SL verlassen muss um externe Programme aufzurufen. Ich sehe bei vielen Dingen, mögliche Einsatzgebiete des 3d-Web, bis auf textlastige Dinge kann alles dort umgesetzt werden. Aber selbst textlastige Dinge, wie z.B. Gebrauchsanweisungen kann man dann in einer 3d-Umgebung darstellen und somit sogleich verständlicher erklären. Grade die menschliche Wahrnehmung ist auf den dreidimensionalen Raum optimiert und somit ist eine Entwicklung zu einem dreidimensionalen Web nur die logische Folge zur Anpassung an die menschliche Sinneswahrnehmung. In Second Life soll Mitte dieses Jahres noch die Voice-Funktionalität eingesetzt werden. Somit wird ein weiterer Sinneseindruck des Menschen mit eingebunden. Dies eröffnet so vielen Anwendungen neue Möglichkeiten, eine Aufzählung würde hier dann wohl doch den Raum sprengen. Die Frage ist also weniger, was man dort umsetzen kann, sondern vielmehr: "Was kann man dort nicht umsetzen".

In den vergangenen Jahren ist diese Entwicklung u.a. an der technischen Machbarkeit gescheitert. Jetzt haben wir aber die Technik um Livestreaming von ständig neuen usergernerierten Content, in einer dreidimensionalen Umgebung, darzustellen.

Dies ist der erste Schritt in eine nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung die mit weiteren technologischen Fortschritt, weiter an eine realitätsgetreue Darstellung kommen werden.

Vielleicht kann man dann die altbekannten "VR-Brillen" an das Handy anschließen und in eine der Realität ähnlichen SL-Welt eintauchen?

Für mich stellt sich daher weniger die Frage des "ob" sondern vielmehr des "wann".

Was meinst du wie das Web in 30 Jahren aussehen wird?
Mein Statement war immer: 'Binnen 3-10 Jahren werden einige Dinge, wie wir uns aktuell in 2D im web ansehen (oder gar nicht) durch SL-artige Darstelunsgweisen bzw. 3D ersetzt. SL ist dabei aktuell der Versuchs- und Forschungsraum, aber mit hoher wahrscheinlichkeit noch nicht das 'Endprodukt'.

Man vergleiche mal frühe Amaya oder Mosaic-Outputs mit aktuellen Webseiten ;)

Was mich stört ist das Hypen einerseits und das "Dissen" andererseits. Neugierde ist die sinnvolle Haltung.
"Was mich stört ist das Hypen einerseits und das "Dissen" andererseits. Neugierde ist die sinnvolle Haltung." ja da geb ich dir vollkommen recht.

Ideen zum Web in 30 Jahren sind wirklich schwer vorzustellen, aber für meinen Teil gehe ich auch schon davon aus, dass sich in spätestens 10 Jahren, das 3d-Web vollends durchgesetzt hat und die Mehrheit der jetzigen Internetnutzer ein zweites Alter-EGO in Form eines Avatars haben.

"Neugierde ist die sinnvolle Haltung." auch da gebe ich dir recht. ;)
Mein "Avatar" ist genausowenig mein Alter Ego wie meine Chat-ID, meine Mailadresse oder mein Blog ;).

'Virtuell' und 'Cyberspace' (shared hallucition of dataspace' sind überigens die in den 90ern und bis 2005 am häufigsten missbrauchten worte. Kaum hat es nachgelassen -- kommt SL ;)

Ja damals konnte man diese Worte auch nur "missbrauchen", da eine richtige virtuelle Welt oder ein Cyberspace, für die meisten Menschen, einfach an der technischen Machbarkeit des ständig zu simulierenden, virtuellen Raumes, gescheitert ist.

Nur jetzt besteht erstmals die realistische Möglichkeit, auch für einen Großteil der Internet- User diese virtuellen Räume sinnvoll nutzbar, zu machen.

Und dazu erstellt man sich eben einen Avatar, der von einen Menschen gesteuert und von dem selben Menschen, ein Charakter gegeben wird. Also ich würde dies dann als "Alter-Ego" bezeichnen. Das eine Chat-ID, Mailadresse oder ein Blog nur schwer eine Perönlichkeit repräsentieren kann, liegt wohl auch an der Darstellungsform, welche mittels Avatar ja viel besser induvidualisiert werden kann.
Lies nochmal Gibson (die Kurzgeschichten in 'Burning Chrome' zuerst, dann 'Neuromancer' an sich reicht das.) und guck genau, wie 'Cyberspace' dort beschrieben wird. Er rederT wirklich von einer (im Gehirn) stattfindenden 'shared halliciation of Dataspace'. 'Multiverse' ist in der tat eher SL-ähnlich aber AUCH anders ;)
In Kurz: SL ist DÜNSCHISS


punkt.
Ja logo, wie der Rest des Netzes auch: Porno, Weltflucht, wenig frische Luft und Dünnschiss. ;) Gehen wie lieber nen Baum <strike>fällen</strike> pflanzen.
Dein Kommentar ist selber geistiger DÜNSCHISS...

Virtuelle Welten wie Wow oder SL boomen, jeweils 12/6 Millionen User können sich nicht irren!
@netti: Das Argment an sich ist natürlich auch nicht so der bringer (obwohl ich e auch gerb benutze), denn damit könnte man auch die Überlegenheit der Qulai der "Bild" über "setzelieblingszeitung ein" 'belegen'.

Es geht ja darum:
* taugt SL als Plattform für E-Business (Shopping, Dienstleistung, bla bla) (: punktuell)
* taugt SL als Basis z.B. für Mafo, Marketing, whatever (:wahrscheinlich)
* taugt SL für das E-Learning (:offensichtlich)
* taugt SL als Ablösung des WWW (: hasse einen an der WAFFEL?)
* löst SL das Welthungerproblem? (: rote oder blaue Tabelette?)
* ist SL ein interssantes Forschungsfeld für [zukünftige] 3D [anwendungen online?] (:recht wahrscheinlich)
* ist SL schon der Weisheit letzter Schluss, was onlien 3D-Apps angeht? [: Amaya? Mosaic?]
* ist SL (nur) ein Spiel? [: life is a game]

oder so.
SL ist erst am Anfang seiner Entwicklung, wobei gerade die 3D Branche (wenn man das parallel zur Entwicklung im Grafikkartenbereich beobachtet) in den nächsten Jahren sicherlich noch stark zulegen wird. Mit dem steigenden Ausbau der Infrastruktur ergeben sich hier sicherlich zahlreiche Möglichkeiten. Was aber immer noch nichts an der Sinnhaftigkeit von Markenkommunikation in SL ändert. Hier ist (wie auch in anderen Medien) die Annäherung / Herangehensweise wichtiger als die Entscheidung selbst.
Es ist mir immer wieder eine Freude die Propheten der Moderne urteilen zu hören, nur weil sie nicht hinter eine neue Türe schauen können die sich gerade erst öffnet. Auch wenn es SL schon seit 2003 gibt steht die Entwicklung am anfang oder steckt in Kinderschuhen. Nur aus dem Grund das eine Idee noch nicht ganz unseren hohen Ansprüchen gerecht werden kann ... heisst es nicht das sie schon wieder tot ist, bevor sie richtig geboren wurde. SL ist neu undbekannt und wahrlich nicht schnell oder berauschend mit der Technik die im Moment dahinter steckt. Aber SL ist neu ... undbekannt und wird gerade erst kreiert ... von den Menschen die sich damit befassen. Eine nicht stoppende Bewegung von Creativität und Ideen hungriger Leute. Jedes Kind muss laufen lernen ... SL kann gerade erst krabbeln ... wenn allerdings die Entwicklung so weit gekommen ist das sie unseren grossen ansprüchen gerecht werden kann ... werden sicher wieder Artikel verfasst die gerne die kritischen Stmmen vergessen wollen. Als Internet laufen lerne ... hat es diese Stimmen auch gegeben ... mittlerweile würde sich niemand trauen Internet wieder wegreden zu wollen ... Lasst den Pionieren ihre Zeit ... und kommt wieder wenn wir fertig sind ... und es wird uns eine Freude sein euch zu begrüßen. LG Gerome
Hallo
Bin seit dem zx81 dabei.
Finde zur Zeit SL als medium fuer
Gestaltende und /oder Kommunizierede
einfach ganz vorne.
Jemand der kristisiert und nchts beiträgt,
hat eher was von einem Gestrigen.
Ich lasse mir Sl nicht von Leuten , die
die die Schönheit der Kreationen nicht
sehen...nicht wegnehmen.

Geh mal auf einige Location setz dich hin und schaue einfach.
Es hat seit dem C64 schon ne Menge
geändert.
Btx Kommunikation ist wohl eher was für den Artikelschreiber...ich sage nur:Go back to the roots and welcome home today.
Letztendlich wird die Usergemeinde bestimmen und nicht die Zeitungs und Blogger Kanallie.
Wir sind die User...wir haben die macht

Und zuletzt noch mal......Ist etwas Spass haben am Virtuellen den verboten??
Pal und Irc war Gestern Sl ist heute

Gruss an die Augen die dies lesen........
ein unwissender Sl-Avatara


GET A LIFE!!!

Egal was für eins. Hauptsache, es hält ein paar Leute davon ab, in derart schwachsinniger Weise ein Ding wie SL zu zerreden, überbewerten, politisieren und am Hype teilzunehmen, obwohl man ja irgendwie was dagegen hat. Ich frage mich warum die neueste Barbie-Spielhaus-Software nicht euer Interesse so erregt - schliesslich ist es fast das Gleiche, nur für ein etwas anderes Publikum. Ein Publikum übrigens (6-12 jährige Mädchen), das noch viel intelligenter mit SL, dem Internet oder dem eigenen Kopf umgeht: Isses gut, mach ich's an - isses schlecht, klick' ich weiter und aus die Maus.

Das Second Life der Berufsbedenkenträger ist eindeutig das deutschsprachige Internet.
Siggi hat das Internet begriffen. Ein Geniestreich sondergleichen. Nur Gott sei Dank herrscht soviel Meinungs- und Pressefreiheit, dass auch Auseinandersetzungen auf anderen Verständnisebenen stattfinden dürfen.
so nach dem ich festgestelt habe dass ich ein mensch und keine maschine bin...kann ich endlich sagen dass ich hoffe dass der ganze hype um 2nd life endlich mal bald aufhört...ich kanns nicht mehr hören.,...an jeder ecke das gleiche....
Ich bin der festen meinung dass 2nd life ausstirbt....die macher hätten das dingen schon längst verschachern sollen...jetzt ists zu spät i think
SL hat weiterhin 15% Zuwachsrate im Monat und wird in diesem Jahr weit ueber die 12 Millionen Accounts erreichen.

Ihr könnt sagen was ihr wollt, virtuelle 3D Netzwerke werden das Internet komplett revolutionieren! In wenigen Jahren bewegen sich mehr als 80% aller Nutzer da drin, das ist jetzt schon so sicher wie das Amen in der Kirche, aber ihr werden es verschlafen und wacht irgendwann mal da drin auf.

Viele Konzerne arbeiten hektisch an Konkurrenzprodukten. MTV und Sony sind dazu beispielsweise eine Kooperation eingegangen, und IBM lässt eine Armee von 3000 Software- Ingenieuren das nächste „3D-Internet“ erfinden.

Auch wenn SL gerade aus den Kinderschuhen entsprungen ist und nun erst das krabbeln lernt, ist dies kein Grund es zu zerreden.
hi mario,
bissig, bissig, hehe.
du stehst auf meiner todo-list...in 5 jahren!
schmunzelnd werden wir dann auf diese zeilen zurückblicken und sagen: "war doch alles nur spaß"...
cu
life
Na, SL wird ja noch Forschungsfeld: Heute bei heise.de "Barbies mit Bart"

Ciao
zum Glück gehts abwärts beim secondlife!
Es geht abwärts??? Hab ich da was verpasst? Ich denke eher nach dem sinnlosen Hype und der Phase des Antihypes beginnt jetzt der produktive Teil. Es geht keineswegs abwärts, ganz im Gegenteil.
Hallo Mario,

ich hab deinen Artikel über einen anderen Blog gefunden und muss dir (leider) teilweise recht geben.

SL ist Schwachsinn, wenn wir sehen was für unser Geld bekommen. Lindendollar.

Vergleichbar ist das nur noch mit dem Habbo Hotel. Da werden deine Euros zu Habbotalern mit denen man eigentlich kein Geld mehr zurückbekommen kann. Ausser man ist geritzt und verkauft die Möbelstücke bei eBay.

SL ist, wie ich in anderen Berichten gelesen habe, ziemlich bekannt - wird aber kaum genutzt.

Ich selber habe mich nur einmal da aufgehalten und frage mich Ernsthaft, wie man dort Filialen eröffnen kann ?

Von der Seite der Macher natürlich eine geniale Idee, dass Leute Ihre Filialen dort eröffnen und jeden Monat Miete /Steuer, wie auch immer bezahlen.
Mein Beileid,

ein völlig deplatzierter, von Fehlern und Halbwahrheiten, strotzender Artikel, der nicht nur allgemein enttäuschend ist, sondern das neue Medium auch vollends verkennt.
Das ist so typisch: "Ich war eine Viertelstunde in SL und finde es scheisse". Das ist doch die wahre Konsumhaltung. Hey Leute, ihr werdet nie dahinter kommen, weil ihr einfach denkfaul seid. Bzw. faul und dumm. Ihr denkt, ihr lebt voll im echten Leben, dabei hängt ihr hier im Internet rum und macht garnichts. Die aktiven Leute in Second Life sind da aus anderem Holz geschnitzt. Ich habe in den letzten Jahren nirgendwo so geniale Kunst, witzige Ideen und anregende und interaktive Kommunikation erlebt wie in Second Life. Eure typisch deutschen Weltuntergangs-Prophezeihungen, Kommerz-Warnungen und Digital-Furcht kann weder mich noch sonst einen der grossartige Menschen in Second Life stoppen. Die Selbstgenügsamkeit, etwas abzulehnen, was man garnicht kennt, reicht mir jedenfalls nicht! Wetten, dass ihr alle hier in 5 Jahren irgendwo mit einem Avatar durch die Gegend lauft?!
Was mich immer ieder aufregt gerade in Blogs, sind die oftmals unqualifizierten Kommentare. Das Bloggen wird auch schon seit einiger Zeit totgeschrieben, weil Betreiber damit kaum Geld verdienen, trotzdem wird von jedem über alles gebloggt.
Genau so ist es mit SL. Nur weil ein Medium ohne medialen Hype nicht mehr so schnell wächst, heißt das noch lange nicht dass es tot ist. Dieser hirnlose Kommentar wird übrigens schon seit März 2007 immer mal wieder dahingeschrieben. Die Zahlen mit 12 Mio angemeldeten Accounts, zwischen 30000 und 62000 User gleichzeitig online (24/7) und immer mehr virtuellem Konsum, sprechen wohl eher dagegen.
Bei den echten Multiplayer-Online-Spielen geht es um Ruhm und Ehre - bei "Second Life" nur ums konsumieren. Das reale Universum wird am Ende an maximaler Unordnung ("Entropie") sterben. Das Parallel-Universum des "Second Life" wird an maximaler Langweile zu Grunde gehen.
Noch so einer, der 'ne Meinung hat und keine Ahnung. Ruhm und Ehre... naja, wenn man diese Ausdrücke aus der Kaiserzeit mal wohlwollend gegen etwas modernere austauscht, dann kommt das für Second Life im Grossen und Ganzen hin. Der Journalist Wagner James Au nennt Welten, die so oder so ähnlich funktionieren "Impression Societies". Der Begriff spricht für sich. Der Fehler besteht darin, einen Gegensatz zur Geldwertsphäre zu konstruieren. Bilde doch einfach mal simple Analogien, dann merkst Du vielleicht selbst, wie unsinning deine Aussage ist: wenn jemand für ein Kunstwerk Geld bezahlt, weil es ihm gefällt und er es gern bei sich zuhause aufhängen will, dann... "geht es nur um Kommerz"? Und mal ganz ehrlich: WoW ist doch nicht gratis, oder?


 










05.08.2008, 11:50

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