
Gold habe ich mir für ein anderes Mal aufgespart, aber Silber habe ich wirklich gerne mitgenommen. Julius und Felix haben ja schon einiges erzählt, daher nur ein kurzer Senf von mir.
Dem Lead Award merkt man an allen Ecken und Enden an, dass er seinen Ursprung als Auszeichnung für Totes-Holz-Publizistik hat. Dem Online-Sektor nähert sich die Lead Academy bislang noch ein wenig, sagen wir mal, unbeholfen. Dass die Preisträger auch am Nachmittag des 2. März noch nicht online gelistet sind, ist nur ein Indiz dafür. Ein weiteres ist die Präsentation der ausgezeichneten Online-Werke in der angeschlossenen Ausstellung. Die drei Blogs hat dort beispielsweise irgend ein Macianer in einen ruckligen Screenshot-Quicktime-Film gequetscht, der eine 20-sekündige Endlosschleife abspult. Tolle Wurst. Die Idee, die Blogs quasi live aus dem Internetz in die Ausstellung hinein zu senden, so dass Besucher sich durch Scrollen, Klicken, Suchen, Lesen und vielleicht sogar (huch!) Kommentieren mit den Angeboten auseinandersetzen könnten, schien den Ausstellungsmachern denn wohl doch ein wenig zu revolutionär. Mental immer schön im 20-ten Jahrhundert bleiben, gell? Interaktivität? Wo kämen wir denn da hin?
Die Party nach der Verleihung war -- nicht zuletzt Dank der Angehörigen des deutschen Blog-Filzes -- sehr nett und ging sehr lange, glaube ich. Das nächste Mal schnapp ich mir Gold und werde es bei der Dankesrede Ennio Morricone nachmachen: 15 Minuten irgendwelche Annekdötchen erzählen -- auf Italienisch.
Update: Wow! Mein Auftraggeber lässt sich nicht lumpen und spendiert heute gleich eine ganze Seite Papier:

Da sag ich mal leicht errötend Dankeschön für so viel Dankeschön.
Update 2: Kameras können lügen! So sehe ich gar nicht aus! Zumindest nicht jeden Tag.
