Wenn Google hustet...

... ist das Web krank: Suchanfragen in der Firefox-Bar gehen ins Leere, Blogs produzieren Fehlermeldungen, weil die eingebetteten Google-Ads nicht angezeigt werden können, Sites wie Slashdot laden grottenlahm, da sie ewig auf den Google-Analytics-Code warten. Noch was? Ach ja: Meine Email-Korrespondenz mit mehreren Gmail-Anwendern ist akut ins Stocken geraten.

Fast wünsche ich mir, Google würde noch eine Woche so weiterrumpeln, damit uns allen endlich klar wird, wie sehr wir uns mittlerweile von einem einzigen Unternehmen abhängig gemacht haben. (Siehe auch Thorstens Selbstgespräche.)



Pingback: Basic Thinking Blog » Google: The Dominion

...| Orkut | Picasa (habe in Klammern die wohl bekanntesten Services fett markiert) via ...

Kommentare dazu:

ein schneller Trick ist im Browser JavaScript abzustellen. Zumindest die Ads und Stats sind dann keine Showstopper mehr.
Das ist die Zukunft: Web 404! ;-)
Mario, verdienst du Geld mit den Google-Ads auf dieser Seite?

würde sich ne Woche bemerkbar machen?
Ach, Geld verdienen kann man das nicht nennen. Dient eher der Befriedigung meiner Neugier und meiner Experimentierfreude.
Vom Google-Ausfall habe ich nix gemerkt, im Gegenteil :)) - Aber Wikipedia hatte heute mehrfach Schwächen!

Was bin ich froh, daß mein Blog Werbefrei ist :)

Aber dem Web 2.0 tut ein Google-Absturz keinen Abbruch.

In dem bekannten Sandkastenstreit bin ich übrigens eher auf SIXTUS Seite. Obwohl Don auch Recht hat. - Mit diesen Besucherzahlen ist kein Geld zu machen, aber sozial vernetzen tun wir uns doch :))

Oder habe ich mich vertan?

Übrigens benutze ich bei einfachen Themen extra yahoo. Heute schon Yahoood?
Wikipedia schwächelte nicht nur gestern, sie wird auch aller Wahrscheinlichkeit nach heute und die kommenden Wochen noch schwächeln.

Zuerst die große Perspektive:
http://noc.wikimedia.org/reqstats/reqstats-yearly.png

Seit August hat sich die Zahl der Zugriffe auf die Wikipedia verdoppelt. Eine Abschwächung des Trends ist im Moment eher nicht zu sehen. Seit zwei Wochen bietet Wikipedia für alle Seiten die google Sitemaps an. Einer groben Schätzung nach ist weniger als die Hälfte der Wikipedia-Seiten indiziert. Das heisst, wenn Google irgendwann einmal wenigstens das indiziert, was wir aktuell haben, dürften alleine von Google (oder anderen Suchmaschinen) die Zahl der Zugriffe noch weiter zunehmen. Wie viel das sein wird, ist ungewiss, denn die Hauptlast kommt eher von direkten Verlinkungen und von Suchbegriffen, die schon eh indiziert sind (und sei es Angela Merkel, bei der wir relativ gut stehen, was die Trefferhöhe angeht).

Im Wochenverlauf (http://noc.wikimedia.org/reqstats/reqstats-weekly.png) kann man ganz gut sehen, wie sich die Last verteilt.

Blau sind die Server in Tampa, Florida, Grün ist Amsterdam und Gelb ist der gespendete Cluster in Seoul bei Yahoo!. Lila sind drei squids in Paris, die derzeit nicht so viel Traffic anziehen. Erwartungsgemäß sind die Wochentage aktiver als die Wochenenden und die Tageslichtzeiten stärker als die Nachtzeiten. Auch wenn (Erde, Kugel und so) irgendwo immer Tag ist, gibt es Höhen und Tiefen (USA schon wach, Europa wach, Asien noch wach beispielsweise). Übel ist es tendenziell nachmittags in Mitteleuropa, da überlagern sich Europa und USA sehr stark.

Auch wenn man nicht einfach mal eben so die Zahl der Server verdoppeln kann (es sind weiterhin fast nur Freiwillige, von Brion und Kyle abgesehen), würde eine Aufstockung von 124 auf 250 Server schon helfen. Viele Entwickler sorgen dafür, daß die vorhandene Hardware ausgenutzt wird und die Verbesserungen in der Software fliessen meistens live in die Wikipedia ein. Mediawiki nutzt Wikipedia quasi als großes Testfeld.

Im Dezember (ab dem 2. Dezember meines Wissens) wird es wieder einen dreiwöchigen Spendenaufruf geben. Die Wikimedia Foundation wird wie gehabt Menschen um Spenden für den Ausbau der Wikimedia-Serverfarm bitten.

Der Budgetplan für das vierte Quartal 2005 sieht Ausgaben in Höhe von über 300.000 Dollar aus, davon gehen 60% direkt in neue Hardware.

Der aktuelle Plan für neue Anschaffungen steht unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_budget/2005/Q4/hardware

* 50 x Apache / application server system:

2x Opteron 248 / 2GB = $2,376 x 50 = $118,800

* 4 x Database server:

2x Opteron 275 / 16GB / 450GB = $12,480 x 4 = $49,920

* 2 x Cisco C2948G-GE switch: $2,500 x 3 = $5,000
* 1 x Image storage server: price TBD (approx $6,000?)
* 4 x Squid: 1.6GHz Opteron, 4GB, 4 x 36GB SATA: $2,831 x 4 = $11,324

= $191,044

Die Zahlen und Angaben stehen erstmal unter Vorbehalt.

Die getätigten Anschaffungen aus den letzten Quartalen finden sich unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_servers/hardware_orders

Das, was im Moment im Einsatz ist, findet sich unter http://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_servers

Wie gesagt, ich glaube, daß wir mit dieser Planung den Fortbestand der Wikipedia für die nächste Zeit sicherstellen können, auch für den Fall, daß das Wachstum anhalten sollte (irgendwann muss ja mal ein gewisser Sättigungsgrad erreicht sein, hoffe ich).
Das sehe ich ähnlich:
»... Doch Bange wird einem auch bei Googles Aktivitäten. Die Allmacht Googles wird einem doch ein wenig 'ungeheuer'. Nicht nur, wenn man gesehen hat, dass sowas wie der gestrige 'leichte Google-Husten' schon das System Internet komplett ins Schwanken bringen kann, es geht auch um die zunehmende Allwissenheit, die Google anstrebt. Dennoch: Google hat es geschafft, allen den Zugang zu werblichen Einnahmen zu eröffnen (wenn auch auf Websites wie diesen im Peanuts-Bereich, aber ein System, das steht und funktioniert). Dazu generiert Google tatsächlich Umsatz, was ich aus Agentur-Erfahrung sowohl für den Bereich Werbeanbieter wie auch für Werbeplattformen bestätigen kann.

Aber: Zuviel Macht und Wissen in einer Hand - das hat noch nie gut getan. Dazu kommt die gewisse 'googlesche Arroganz', die sich in keinem Geschäftsbereich in die Karten schauen lässt. Das mag man im Anblick der vielen Google-Geschenke verschmerzen, man kann es aber auch bald bereuen.«

aus: http://www.endl.de/newsletter/weblog/2005/kw47.htm#0289
Wünschst du dir auch dass mal wieder ein effektiver Wurm durchs netz jagt? evtl. mal mit expliziter Schadfunktion? Den Gedanken finde ich aufklärungshalber ganz reizvoll. Allerdings möchte ich lieber nicht erleben was dann passiert. Dagegen wäre google-gerumpel ein Witz.


 










20.10.2008, 14:58

26.09.2008, 14:56

06.09.2008, 4:16

14.08.2008, 19:12

05.08.2008, 11:50

27.06.2008, 13:08

18.05.2008, 1:16

16.05.2008, 15:14

27.04.2008, 16:05

21.03.2008, 22:17

03.02.2008, 1:02

16.01.2008, 18:04

09.01.2008, 21:37

20.12.2007, 1:55

13.12.2007, 16:18


Warum aosgerechnet Verlage und Medienhäuser glauben, sich ins Community-Geschäft stürzen zu müssen, entzieht sich dem gesunden Menschenverstand.

In der Online-Medienbranche grassiert der Peh-Ih-Wahn. Zeit, damit aufzuräumen. Weg mit den Nullen!

Videos gehören auf die Festplatte der Nutzer und nicht in Streaming-Player auf Webseiten

Die Interessen reichen von Musik über Einstein bis Sushi: In der Web-Community Myspace suchen Millionen nach Gleichgesinnten

Öffentliches Herumprobieren verleiht der Internet-Entwicklung eine neue Dynamik. Reißbrett und Planungsstab waren gestern. Die Farbe der Saison heißt beta. Web-Anwendungen entstehen in freier Wildbahn, Nutzer oszillieren zwischen Versuchskaninchen und Mit-Entwickler.

Google ist der Liebling von Surfern und Anlegern. Innerhalb von nur acht Jahren wuchs das Suchmaschinen-Unternehmen vom Start-up zweier Studenten zum milliardenschweren Global Player. Doch in der letzten Zeit hat das strahlende Image einige kräftige Kratzer erhalten.

Wer braucht noch TV-Sender? Nach der Musikindustrie krempelt das Internet jetzt das Fernsehen um

David Weinberger veröffentlichte Anfang 1999 mit drei weiteren Autoren das „Cluetrain Manifesto“. Darin wird anhand von 95 Thesen erklärt, wie das Internet die Regeln des Wirtschaftens verändert.

Noch mehr Pathos geht wahrscheinlich nicht. "Menschen der Erde", beginnt die Kampfschrift und fährt ein paar Absätze weiter fort: "Der Himmel ist offen bis zu den Sternen. Wolken ziehen am Tag und in der Nacht über uns."

Google kämpft gegen Tricks, mit denen sich Webseiten in den Suchlisten nach oben drängeln - und bestraft BMW

Ganoven ködern ihre Opfer mit dubiosen E-Mails. Jetzt schlagen Surfer zurück und führen die Kriminellen an der Nase herum

Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.