Sobald selbsternannte "Trendforscher" eine gesellschaftliche Strömung identifizieren, sie definieren und für teures Geld darüber dozieren, ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Dann ist man plötzlich Teil eines Marktsegments, einer Zielgruppe, vielleicht auch einer "hochinteressanten Nische" oder wie oder was auch immer.
So gesehen ist das ganze Dingens mit Blogs, Social Software und Web 2.0 bereits wieder vorbei, bevor es richtig los ging, denn Trendwatching.com hat uns bereits vor einem Jahr ein consulting-kompatibles Etikett aufgeklebt: Wir alle sind die Generation C. Damit das mal klar ist. "C" steht für "Content", den wir permanent usergenerieren oder wahlweise auch für "creative", was wir schließlich täglich und pausenlos sind. Son Scheiß.
Es bleibt nur ein Ausweg: Legt alle eure Blogs still, schmeißt die Digiknipsen weg und lasst euch etwas neues einfallen. Die Trendwatcher sind da: Das Spiel ist aus.
