Jetzt muss ich doch auch mal ein wenig beckmessern: In einem namentlich nicht gekennzeichneten Artikel auf SpOn heißt es:
Statt per Satellit sollen Menschen mit geeigneten Empfängern nun aufgrund ihrer Entfernung vom nächsten Fernsehsender geortet werden können.
Und weiter:
Aus der Kombination der Signale kann die Position des Funkempfängers errechnet werden.
Die Amis basteln also ein Überwachungssystem, mit dem sie die genaue Position eines Mobiltelefons orten können, oder? Das zumindest könnte man aus diesen Sätzen schließen, zumal noch ein Datenschützer zitiert wird:
Das ist ein weiterer Schritt in die Richtung einer Überwachungsgesellschaft.
Klar. Bei der Finanzierung ist ja auch die CIA mit an Bord. Muss also böse sein.
Bei genauerer Lektüre stellt man allerdings schnell fest, dass der SpOn-Autor entweder die Materie nicht begriffen hat oder die Meldug ein wenig aufsexen wollte oder aber den Gebrauch von Aktiv und Passiv einfach nicht beherrscht: "Sollen die Menschen (...) geortet werden können", erweckt aufgrund der verwendeten Passivkonstruktion den (falschen) Eindruck, bei diesem Vorgang sei ein ungenannter Dritter im Spiel, welcher die besagte Ortung durchführt, der eben "den Mensch ortet". Big Brother und so. Das ist natürlich Quatsch.
Die Position eines Empfängers lässt sich aus der Ferne nicht verorten (auch wenn Gerüchte über GEZ-Peilwagen zum Kampf gegen Schwarzseher seit Urzeiten durch WG-Küchen pilgern).
Richtig hätte es heißen müssen: "... kann der Empfänger nun aufgrund seiner Entfernung vom nächsten Fernsehsender seine Position bestimmen." Und: "Aus der Kombination der Signale kann der Funkempfängers seine Position errechnen." Er tut das. Der Mensch. Der Empfänger. Aktiv. Er weiß dann, wo er gerade ist. Sonst weiß das zunächst niemand.
Nix Überwachungsstaat. Es geht lediglich um eine (durchaus interessante) Alternative zum GPS-System, das beispielsweise in Navigationssystemen zum Einsatz kommt. Eigentlich also auch kein Grund, sich aufzuregen oder uneindeutige Texte zu verfassen. Sinnlose Panikmache ist anti-aufklärerisch. So was ärgert.

wenn mir das gerät dann auch noch die frage nach dem: "& wer bin ich überhaupt?" mal abgesehen von der tiefenphilosophischen sinnfrage des lebens beantworten kann, dann ist es gekauft.. sofort!