Offener Brief

Lieber Frank, lieber Don, eigentlich wollte ich zu eurer Plauderei gar nichts schreiben. Zu banal, zu belanglos, zu vorhersehbar. Ich bin Mitglied bei Fortuna Düsseldorf. Wisst ihr, was das heißt? Ich habe die letzten Jahre im Stadion nur dritt- und viertklassige Spiele gesehen. Das nervt. Ich weiß also, wovon ich rede, wenn ich euer Gespräch mit einem müden 0:0 gegen Erzgebirge Aue vergleiche.

Warum ich jetzt trotzdem was schreibe? Ich habe mich über euch geärgert. Über euch beide. Keiner von euch war in der Lage auch nur einen Schritt zurück zu treten, um seinen Blickwinkel auch nur ein klitzekleinwenig zu erweitern und sich die gesamte Landschaft anzuschauen in der er gerade steht und über die er spricht. Don hatte sein Blogbuch vor der Nase und Frank seinen Arbeitsvertrag als SpOn-Redakteur. Ach was, vor der Nase, vor den Augen!

Blogs und Journalismus? Phhh. Das ist so, als würde man darüber diskutieren ob der ein- oder der zweispännigen Pferdekutsche die Zukunft gehört, während Henry Ford längst sein Modell T am Fließband fertigt. Ihr seid doch beide intelligente Menschen. Werft doch zu den beiden Begriffen noch ein paar weitere in den Topf. Ich mache ein paar Zutaten-Vorschläge: Kolaboratives Filtern, Virtuelle Soziale Netze, Syndizieren, Personalisierbarkeit, Newsbots, Podcasting, Broadcatching, WiFi, Grid-Computing, P2P, Partizipativer Journalismus, Datamining und Lokalisierung. Vielleicht fallen euch ja sogar noch ein paar mehr ein? Das ganze gut umrühren und auf kleiner Flamme köcheln lassen. Dann erst mal jeder nur einen Schluck von der Suppe. Nein, Don, nicht so gierig.

Merkt ihr was? Willkommen im 21-ten Jahrhundert! Eure Konversation auf der Buchmesse entsprang den Hirnen von zwei Bewohnern des 20-ten Jahrhunderts, die noch nicht ganz in der Gegenwart angekommen sind.

Vielleicht hilft ja ein Blick in die nähere Zukunft, um zu verdeutlichen, was ich meine. Besser gesagt: Ein Blick in eine der möglichen Zukünfte. Hier wäre einer:



Dieses extraordinäres Stück Zukunftsvision (Flash, Breitband empfohlen) macht euch vielleicht die Tragweite des Themas klar, das ihr letztens so stümperhaft zerredet habt. Ich habe natürlich auch keine Ahnung, wie die Zukunft aussehen wird und die Epic-Story ist nur ein kleiner Denkanstoß. Aber eins weiß ich genau: Die Zukunft der Medien wird mit dem Gebrabbel, mit dem ihr mir 30 Minuten meiner Zeit gestohlen habt, nichts zu tun haben.

So. Und jetzt hab ich mich endlich abgeregt. Danke für eure Aufmerksamkeit.



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...überhaupt nicht. Und auch nichts gegen den Blog von Herrn Sixtus. Aber was das soll, verstehe ich nicht. Sind wir jetzt hier beim Ich-bin-weiter-vorne-als-ihr-Schwanzvergleich? Ist da jemand sauer, weil er nicht eingeladen war? Soll die Leipziger Buchmesse ...

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...podster.de gesetzt hat, gar nicht nett ), war mit dem Gespräch alles andere als zufrieden. Ich bin mir nicht ganz sicher was ich davon halten soll. Einerseits glaube Ich nicht dass es passend gewesen wäre Begriffe wie Kolaboratives Filtern, Virtuelle ...

Kommentare dazu:

Danke Mario,

Du hast es geschafft, ungefähr das aufzuschreiben, was ich nur als unbestimmtes Gefühl von Unwohlsein wahrgenommen habe während ich die Audioaufzeichnung konsumiert habe.
:-)
Nichts gegen den FC Erzgebirge Aue. Deren Erfolg bringt wirtschaftlichen Aufschwung für die Region in der ich lebe. :-P

Ansonsten enthalt ich mich - besser.
Lieber Mario, lieber Rest,

Bitte. Ich habe mit dem 20. Jahrhundert kein Problem, das war in seiner 2. Hälfte eine ganz ordentliche Zeit. Und ich bezweifle, dass das 21. was an den Grundgegebenheiten der Kommunikation ändern kann. Gerade wenn ich "Kolaboratives Filtern, Virtuelle Soziale Netze, Syndizieren, Personalisierbarkeit, Newsbots, Podcasting, Broadcatching, WiFi, Grid-Computing, P2P, Partizipativer Journalismus, Datamining und Lokalisierung" für

Buzzword Bullshit Bingo

halte, ohne mich übrigens damit auszukennen. Aber zumindest angesichts der Phrasenhaftigkeit, mit der das da reingeklatscht wird. Wenn Du allen Ernstes Zukunftsvision mit "Flash, Breitband empfohlen" zusammen bringst, dann sollten wir dringend nochmal über das 20., Abteilung das letzte Jahr New Economy und die folgenden Pleiten reden. Ich hoffe, Du verstehst das nicht als Angriff, es ist nur meine Meinung.

Vom Rest habe ich keinen blassen Schimmer. Ich bin Kulturhistoriker. Ich sehe immer nur ganz lange Linien, und sehr wenig Veränderung, wenn es um Kommunikation und soziale Phänomene geht. Dein "Brief" ist das beste Beispiel dafür. Das ist Print, alter, steinalter Print, traditionell die übliche Form, um sich wichtig zu machen - schon vergessen, welche abgewrackten Typen sich letzthin mit sowas waufgefallen? Willkommen in der 20th Century Peer Group der Merkels, kann ich da nur sagen.

Wie auch immer: Ich habe keine Ahnung vom 21. Jahrhundert, aber ich habe genug erlebt, um denen nicht zu trauen, die die Zukunft mit einer hippen Animation und ein paar Phrasen skizzieren. Das Netz ist immer noch ein kleines Ding innerhalb der mesnchlichen Kommunikation, es wird Jahre und Jahrzehnte dauern, damit sorthin zu kommen, wo Radio, Zeitung und Glotze heute sind. Ich weiss, 1997er Prognosen haben was anderes gesagt, ist aber so.

Insofern ist unser rückwärtsgewandter Dinosaurierdialog, wenn man so will, up to date. Aber, und jetzt, lieber Mario, kriegst Du Deine Argumentation dahin zurück, wo sie herkam:

Hier haben sich mitten auf der Buchmesse zwei Menschen über ein Thema unterhalten, das allgemein verständluich sein sollte. Nicht für Blogger, nicht für Dich oder Medienwissenschaftler, sondern für den ganz normalen Besucher, die gerade vorbei kamen. Und es wurde vom Spiegel angesetzt, um gezielt über Journalismus zu reden. In diesem Kontext stehe ich voll hinter dem Gespräch und zu allen fragen von Frank Patalong.

Und wer den Kontext nicht sieht oder sehen will, sollte sich ganz schnell mal überlegen, ob er nicht vielleicht doch ein wenig Nachhilfe in den textkritischen Methoden braucht, die eigentlich schon im 19. Jahrhundert entwickelt wurden. Da hättest Du die halbe Stunde wirklich brauchen können.

Alles Liebe

Don
Und verdammt, es ist das Letzte, andere mit Riesentexten anzugehen und ihnen dann so eine mickrige Eingabemaske für Kommentare zu geben. Das, Herr Sixtus, nehme ich Ihnen übel! Das ist definitiv nicht 21. Jahrhundert, das ist ein übles, vorsintflutliches Joch. ;-)
Besonders die Auslassung der hier vorgeschlagenen Begriffs-Zutaten war/ist sowas von, ack, kleinkariert. Die Diffamierung z.B. von "Syndizieren" durch den Buzzword Don und die lahme Ausrede vom "allgemeinverständlichen" Palaver zeigt doch, wohin die Reise gehen soll. Viel Spaß beim Nivellieren, ohne mich.

Respekt an Mario für die klaren Worte. Als Sachsen Leipzig Fan ist das sowieso sehr gut nachzuvollziehen...
Booga, bei Blogbar.de wird vieles von den Themen inhaltlich besprochen, solange sie direkt mit Blogs zu tun haben. Bringt Inhalt, dann kann man reden. Phrasen könnt Ihr Euch gegenseitig um die Ohren hauen - aber Syndication war nun mal nicht das Thema auf der Messe. Das wäre so, als würde ich Sixtus vorwerfen, sein Blog bringt zu wenig über mobile Lokalisierung, um mal ein Beispiel von oben zu nehmen, ich langweile mich und schreibe jatzt auch mal einen offenen Brief.

Kindergarten, das.
>Das ist Print, alter, steinalter Print, traditionell die übliche Form, um sich wichtig zu machen - schon vergessen, welche abgewrackten Typen sich letzthin mit sowas waufgefallen?

Wenn ein Weblog-Eintrag mit dem Titel "Offener Brief" = steinalter Print ist, was ist dann ein Buch über Weblogs?

Und nein, ich erwarte keine Antwort. Aber man kann ja mal fragen... ;-)
Aber gerne - Ich habe nichts gegen steinalten Print. Ich habe lange Jahre mit dem Studium steinalter Dinge zugebracht. Ich liebe totes Holz. Meine Uhr ist analog, und ich schnuppere gern an frischen Photoabzügen.

Gut, manchmal wäre es schön, wenn totes Holz ein paar Eigenschaften vion Internet hätte. Aber das ist dann eben auch sein Reiz.
jaaaaaa, stolz ist sie, unsere blogger-community. wir sind was besseres, nieder mit den aristokraten, schade das die selbstdarstellung beim bloggen im moment nur zum geschriebenen Wort reicht...
wacht mal auf, ihr pseudo-einsteins, diese ganze debatte "blog vs. herkömmlichen online-journalismus" ist doch ein witz. ihr regt euch über so kinkerlitzchen auf und dabei hat die printversion vom spiegel abertausende mehr leser als spiegel-online und ihr kümmelt mit ein paar dutzend lesern rum und haltet euch für wichtiger und besser. mir stinkts gewaltig, blogs sind keine alternative zum "altehrwürdigen" online journalismus sondern höchstens eine möglichkeit sich über spezial-themen etwas mehr zu informieren. macht nicht soviel dampf, 99% aller blogs dienen nicht als journalistische detektivarbeit und faktensammelei sondern zum zeitvertreib im büro und zum belächeln des www.
aaaahhhhhhh!!!!!!
Ist das nich alles ein bischen uebertrieben? Interview, "offener Brief". Meine Gute, was kommt als naechstes? Ne Petition? Ruhig Brauner (oder Braune, in diesem Fall). Sich selbst nicht immer wichtig nehmen, ist glaube ich eine feine Regel fuers Leben.
Hey Don, wenn Syndication dann doch ein Thema und nicht ein Buzzword ist, warum dann so derbe Wellen schlagen?

Hab das Interview von Patalong (siehe http://www.literaturcafe.de/bf.htm?/messe2005/messe.php?action=show&id=24) gelesen und nun deine Einlassung hier. Komisch, bei Dir und Patalong bekommt man den Eindruck, ihr wollt vermitteln dass ihr mehr auf dem Kasten habt, als letztlich auf der Messe abgelassen wurde - als der von dir adressierte Rest muss ich sagen (obwohl & gerade weil ich Dein Buch gekauft habe): die Chance ist vertan.
Ca. 2:37min zugehört, dann den alten Video2000-Recorder aufgestellt, die alten Bänder mit Aufzeichnungen "Das Wort zum Sonntag" von 1984 bis 191 rausgekramt und angeschaut. War spannender! War aktueller! War besser!

Eingeschlafen bin ich dann auch, aber wenigstens hab ich mich nicht aufgeregt!
Lieber Don,

danke für deine Stellungnahme, zu der ich gerne Stellung nehme.

Der Reihe nach: Das "Buzzword Bullshit Bingo" weise ich natürlich entsetzt von mir und frage mich gleichzeitig, wie du Techniken, Methoden und Ideen, die graswurzelmäßig im (oder aus dem) Netz entstanden sind, verwechseln kannst mit irgendeinem Blabla, das Consultants und PR-Brüder gerne ablassen. Beißreflexe? Wenn ja, dann sind sie hier fehl am Platz.

Hast du dir den Film (Epic) angesehen? Trotz "Flash, Breitband empfohlen"? Damit will ich lediglich eine neue Idee in die Runde werfen. Ich denke, das könnte sinnvoll sein.

Du erwähnst Kontext. Bitte erkläre mir, wie du Blogs beschreiben willst, ohne den Kontext "Web".

Bitte erkläre mir obendrein, wie du Blogs als "neuen Journalismus" (falsch zitiert?) mit einem gehörigen Impact darstellen kannst und gleichzeitig sagst: "Das Netz ist immer noch ein kleines Ding innerhalb der mesnchlichen Kommunikation". (Das ist eigentlich eine Frage, die Frank hätte stellen sollen.)

Wat denn nu? (Wie der Rheinländer sagt.)

Nochmal Kontext: Die von mir oben erwähnten Technologien und Technologieanwendungen verändern gerade das Web. Blogs sind nur ein Mitspieler (wenn euch momentan ein sehr populärer). Du bist Wissenschaftler: Du weißt, dass man das Objekt seiner Betrachtung nicht ohne Kenntnis seines zeitlichen und lokalen Kontextes beurteilen darf. Wie kannst du also sagen: "Vom Rest habe ich keinen blassen Schimmer", wenn du gleichzeitig für "die Blogger" (wer auch immer das ist) sprichst?

Zurück zur Fußball-Metapher: Du beschreibst irgendeinen Stürmer von Fortuna (so es denn einen solchen gibt, aber das ist ein anderes Thema) und Frank redet permanent über einen Mittelfeldspieler von Aue. Hey! Jetzt mal ernst: Wie soll irgendjemand dann dem ganzen Fußbalspiel folgen können? Ihr lasst in eurer Berichterstattung 20 Spieler aus! Oder haltet ihr eure Zuhörer für so blöd? Nö. Die wissen (oder ahnen) durchaus, dass ihr zwanzig Mitspieler nicht erwähnt habt. Dumm gelaufen.

Nochmal Kontext: Lieber Don, dass man auf der Buchmesse nicht mal eben neue Lebens- oder Medienphilosophien vermitteln kann, ist mir klar. Dass man auch immer nur so viel erklären kann, wie man vermutet, dass es der Rezipient kapiert, dem muss ich mich ebenfalls beugen (siehe mein Aufmacher in der FR vom nächsten Mittwoch: Nix für Blogger, nur was für Leser). Hätte ich irgendwann gespürt, ihr begreift, worüber ihr eigentlich redet, und hättet einfach den Deckel dreuf gehalten, hätte ich meine Klappe gehalten. Aber dem war nicht so. These, Antithese, aus. Beides mangelhaft belegt. Blabla. Das hat mich geärgert.

Ich bleibe dabei: Dritte Liga. Gegen den Abstieg.

Liebe Grüße
Mario

P.S.: Das mit der Größe der hiesiegen Kommentarfelder ist natürlich eine Anregung. Mal überlegen.

P.P.S. Und: Kein Kindergarten, das. Da wo ich herkomme nennen wir das Gespräch.

P.P.P.S. Mit einem persönlichen Hang zum Alten hat das alles nichts zu tun. Ich selbst bevorzuge seit längerem russische Chronometer aus vergangenen Tagen. Allerdings: Mein Blick geht trotzdem nach vorne.
Verzichte, Fussball ist nicht mein Ding und in diesem Kontext nicht zielführend, mein Standpunkt ist, denke ich klar, Deiner mitsamt Motivation auch.

Ich vermute, dass Du die Fragen und Themen, die Du hier in der Erwartung einer anregenden und aufmerksamkeiterregenden Debatte aufwirfst, im ie geschriebenen Buch im Mai 2005 selbst beantworten wirst, und Deine Freunde werden es sicher kaufen und mögen. Nur den Titel "Gutenberg reloaded - Wie Weblogs die Medienwelt verändern" solltest Du vielleicht ändern; Gutenberg hat weder den Buchdruck erfunden, noch hat er damit etwas anderes als obskure Kleinigkeiten gemacht, dann ging er pleite, und die sog. Gutenbergbibel wurde von einem anderen aus der Insomasse heraus gedruckt.

Wenn das ein Kollege bei der Besprechung schreibt, kommt das nicht wirklich gut. Wie so manches andere halt auch, aber so ist nun mal das Geschäft.
Du rüttelst da gerade automatisiert erzeugte Reste aus dem Web. Das Buch wird nie erscheinen.

Außerdem: Warum wirst du persönlich? Was hat ein niemals zuende geschriebenes Buch mit oben angefangener Debatte zu tun? War dir die zu komplex? Nochmal und auf die Gefahr hin, dein Weltbild durcheinander zu bringen: Ich habe kein Buch zu promoten.

Als Antwort auf meine Antwort empfinde ich das auf jeden Fall als etwas mau.
Noch was: "und Deine Freunde werden es sicher kaufen und mögen"

Vielleicht. Wenn es es denn gäbe. Aber du hast Recht: Ich habe Freunde.

Und spätestens jetzt ist ein Smiley angebracht. Hier kommt er nur für dich: =8-]

Wie auch immer, Don. Ein klares Statement kam von dir noch nicht.
Im Ernst, ich habe keine Lust auf diesen Beckenbauer-Fussball-Bullshit. Ich finde das Ding da oben - ganz ehrlich, aber auch nur hier, weil die Offenheit gefordert wird - affig, noch nicht mal provokativ, sondern eher ein peinlicher Ausrutscher, der selbst für eine Kunstfigur grenzwertig wäre. Das Gespräch hat auf der Messe seine Funktion erfüllt, die Leute blieben, die Stimmung war gut. Dass es erfahrene Blogger langweilt, ok, dass es 20. ist, ok, das finde ich gut, auch wenn es einem selbsternannten 21. Jahrhundertmensch nicht passt, so what. Stell Dich hin, mach Dein Ding, im Netz oder auf einem Podium, erklär die Blog-Welt, wenn ich es gut finde, verlinke ich es, wenn nicht, klicke ich es weg. Wenn ich Dich für einen kompletten Versager halte, schicke ich Dir eine private Mail.

Für weitere Debatten ist Deine Peer Group sicher ein dankbarerer Gesprächspartner, als ich es je sein könnte.
Zum Beitrag "Handelsblatt im Blograusch" bei IT & W http://www.industrial-technology-and-witchcraft.de/index.php/ITW/comments/13992/
ergab sich eine lebhafte Diskussion, an der auch Jo von WiWo JobBlog kreativ (lernend) teilnahm. Ich meine, im Laufe der Zeit ähneln sich Blogs und online-Medien mehr.

Seltsam: die Handelsblatt-Blogger blockten?
Mario: Nicht persönlich nehmen, wenn Don persönlich wird. Er kann nicht mehr anders.

Warum sich auch mit diesem ewigen Metageschätz über Weblogs beschäftigen, sorgt nur für noch mehr Aufmerksamkeit.
hat es bei der Einführung bzw. Freigabe von email und homepages für uns Ottonormaluser auch so erbitterte Diskussionen über den möglichen Untergang von Briefpost und Diavortägen gegeben?


Immerhin geht es um Deutungsmacht und einen Platz im Medienwalhalla.
Stimmt, hab ich wieder zu kurz(fristig) gedacht. Obwohl im virtuellen Walhalla sollte es am Speicherplatz nicht mangeln :-)
Sicher, der reicht fürs Schwätzen ohne Ende
Also, da reibt man sich nun doch die Augen als kleiner blogbetreiber und ausgemachtes NICHTMitglied einer vermeintlichen, selbsternannten oder wie auch immer gearteten blogossphäre...

Ja, ich habe mir das Geplänkel (sorry, aber so habe ich das empfunden) auf der Messe angehört, ich habe den "offenen Brief" gelesen.. und ich verfolge am Rande die unselige Diskussion über Blogbücher, blogs und Jorunalismus.. ich betone "am Rande", weil ich die Diskussion für ebenso verfehlt wie überflüssig halte.

Und sorry, wenn ich das sage, aber ich konnte den Thesen hier im Beitrag mehr abgewinnen als der Diskussion in Leipzig. Und, das sei am Rande erwähnt, was mich dabei partout nervt, sind diese dauernde Verweise auf "ich habe schon jahrelange Erfahrung als.." oder "meine nn Leser pro Tag..." usw...

Mein positiver Eindruck allerdings hat sich mittlerweile verflüchtigt. Grund dafür ist dieses unselige Hin und Her hier in den Kommentaren, oder des "Gesprächs", wie man mag. Ich denke, keiner von den Akteuren kann für sich das Monopol für die ultimative Gesprächskultur oder für besonders nennenswerte bzw. dem "Normalleser" bzw. "-blogger" zu vermittelnden Argumenten beanspruchen.

Ihr tut Euch beide nichts, egal in welch vermeintlich intellektuelle Worthülsen Ihr das zu verpacken versucht.

Lehnt Euch mal zurück und versucht mir als eben jenem Normalo in kurzen, dürren Worten zu erklären, worum es an dieser Stelle noch geht??

Und dann solltet Ihr beide mal den erstarrten Blick über jenen Tellerrand wagen, in den Ihr Euch verbissen habt. Zumindest habe ich subjektiv diesen Eindruck.

Und so wende ich mich ab mit dem mulmigen Gefühl, nicht nur mit dem Hören des Beitrages und dem Lesen des blogeintrages, sondern auch mit dem Verfassen eben dieses Kommentars irgendwie meine Zeit zu vergeuden.

Mag an mir liegen, vielleicht bin ich auch nicht intellektuell genug. Aber für mich hat das Ganze hier einen beträchtlichen Stich in´s Surreale...

Einen schönen Tag, kho
Kritikfähigkeit ist nicht jedem in die Wiege gelegt worden. Genausowenig wie Selbstreflexion. Kritik sachlich zu äussern ohne sich dazu hinreissen zu lassen is persönliche abzudriften soll auch gelernt sein.

Nach meiner Meinung stimmt die Kritik, dass Don sowie Frank aneinander vorbeigeredet haben und nur geistige Onanie betrieben haben. Leider wurde versäumt diese Kritik sachlich und an Don zu richten. Dieser fühlte sich natürlich persönlich angegriffen und den Rest kennen wir ja...Sowas erlebt man immer wieder. Eigentlich ganz normal...

$0.02
jetzt ist es mir endlich wieder eingefallen, warum mir diese Diskussionen so vertraut sind:
CB-Funk vor ca. 20 Jahren. Plötzlich durfte jeder ohne Amanteurfunkprüfung lostönen - wurde oft sehr persönlich und sehr unfreundlich.
Sicher, bitte nicht missverstehen, der Streit um die Vorherrschaft auf Kanal xy lief mit weniger Fachvokabular aus Journalismus und Informatik ab, ganz anderes Niveau...
aber die Bedeutung des CB-Funks für die Zukunft wurde als sehr bedeutend empfunden.

bei der Gelegenheit; gibts noch CB-Funk !?

Entschuldigung, haben SIE mir Sand in die Haare gestreut?
Touché, Mario. Ich war auch enttäuscht und hatte eigentlich erwartet, dass da ein bisschen mehr Blut spritzt. Zumal der Kollege D. vorher angekündigt hatte "an meiner Wand hängt immer noch die Saufeder, and I´m going to use it." (http://rebellmarkt.blogger.de/stories/241211/#241260)

"everyone contributes in some way..."

eigentlich ist es OT aber irgendwie doch nicht. mario, du redest von gestohlener zeit usw. - wir hatten kürzlich mal 30 minuten lang telefoniert über podcasting und dergleichen. was kam dabei heraus? ein artikel im focus, der in klassischem focus-stil 4 "szene-stars" hervorhebt letztendlich aber weit an den tatsachen vorbeiläuft. nichts für ungut, aber du hattest da offensichtlich auch einen focus honorarvertrag vor augen - so sieht es zumindest für mich aus.

was hast du von der spiegel-diskussion erwartet, dass sie sich die augen auskratzen gegenseitig?
ich habe sicher nicht all zu viel übrig für spiegel online, don alphonso war mir ganz sympatisch. wirklich wichtig fand ich aber einfach, dass ein derartiges gespräch überhaupt stattfindet. die tatsache, dass es eine diskussion zum thema auf der buchmesse gibt sehe ich als positive entwicklung. siehe oben (das zitat aus dem von dir gelinkten flash):
"everyone contributes in some way"
Eigentlich ist das Thema für mich durch. Ich hatte mich geärgert und hier abreagiert. Dafür taugt ein Blog schließlich auch ganz gut.

Dass Artikel im Focus halt immer Focus-Artikel bleiben werden, ob ich sie schreibe oder jemand anders, ist glaube ich klar. 30 Minuten Gespräch sind jedoch formal wesenlich weniger eingeschränkt. Was mich geärgert hat: Da sitzen zwei gestandene Medienmenschen, die beide täglich mit dem Internet zu tun haben und sie ignorieren vollkommen die Entwicklungen, die sich dort gerade vollziehen. Don hat ja sogar zugegeben, dass ihn das alles nicht die Bohne interessiert. Gleichzeitig schwingt er sich aber zum Anwalt "der Blogger" auf und kann seine Thesen in 30 Minuten nicht ansatzweise belegen. Ignoranz auch auf der SpOn-Seite, die sich mit dem Standpunkt "wir sind groß, ihr seid klein" begnügte. Einfach ärgerlich, that's all.
Wir sammlen alle die vergeudeten Minuten und spenden sie dem Patron der Blogger. Holla, den gibt es nicht? Ja, Mario, da gilt es zu recherchieren und zu tun. Wen werden die Blogger selig sprechen, nun?

Aus Rom berichtet wer?

mikel (lächelt kho zu)
ihr seid doch alle doof!
*offenlass wer gemeint is =)
jedenfalls hat mich dieses epic ding ob seiner futurologik und, ganz wichtig, ob seiner sprecherstimme, auch in den rausch der, na egal.
Worüber, bitteschön, regt Ihr euch eigentlich so auf? ISt das ganze Geplänkel nicht nervtötend langweilig? Und überflüssig noch dazu? Ford T? Pferdekutschen? Beides nur noch Dinge der Vergangenheit. Was Bloggen ist (oder nicht), sein kann, oder soll, ist doch fürchterlich unwichtig. Das einzig wichtige ist doch, dass Redakteuer darüber berichten können. Weil aus der "Jahrhundertflut" ist die Luft raus. Oder? Und das es Blogs gibt. Das ist auch wichtig. Und damit zurück an die Zentrale.
Also, ich war in Leipzig bei dem Gespräch dabei, und fand es sehr angeregt, phasenweise hart aber durchgehend fair. Das war auch wichtig, um die unterschiedlichen Standpunkte herauszuarbeiten und zu zeigen, wo jeweils die Vor- und Nachteile sind. Das haben beide gut erklärt, nur Don Alphonso hat manchmnal zu schnell gesprochen. Trotzdem hat es Lust germacht, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Ich will mich hier nicht streiten oder auf das Niveau herabbegeben, aber machst Du Sixtus und Ihr anderen, die hier auf Don Alphonso rumhacken Euch einen Eindruck, wie diese Reaktionen hier eigentlich wirken? Nur Neid, Beschimpfungen, kein einziges Argument. Es gefällt Euch nicht, weil irgendwelche Sachen nicht besprochen wurden, die sonst niemand kennt. Wenn wenn es Euch nicht gefällt, warum schaltet Ihr es nicht einfach ab.

Aber dann lese ich hier daß Sixtus selbst ein Buch zum gleichen Thema machen wollte. Aha. Verstehe. Das erklärt es. Tja, Sixtus, ich bin offen gesagt froh, daß Du nicht auf die Messe gekommen bist, daß Du kein Buch geschrieben hast. Ich glaube nicht daß es dem Blogging gut tun würde, wenn jemand es nur aus Geltungssucht mnacht, der anderen nichts gönnt. Was Frank Patalong und Don Alphonso über das Blogging und Journalismus gesagt haben, klang manchmal nicht nett, aber immer begeistert. Und da war manches auch lustig. Was Ihr sagt, klingt nur neidisch, bitter, feige.
Ich war nicht bei dem Gespräch in Leipzig, aber ich habe mir auch die aufnahme angehöhrt. Alphonso hat behauptungen aufgestellt und sie nicht belegt. Ich kann Marios Kritik gut verstehen und auch daß er sich ärgert und finde es gut, daß Don mal seine eigene Medizin zuschmecken bekommt. Im Austeilen ist der nämlich ganz groß.

Zum Thema Geltungssucht ist man bei Alphonso wohl auch eher richtig: das ist die Methode Alphonso: Wenn er kritisiert wird, versucht er den Kritiker zu verunglimpfen. Das hat er schon bei Dotcomtod immer so gemacht. Ann Kathrin ist ja auch darauf reingefallen.

Mario, ich les dein Blog gerne und deine Artikel auch. Mach weiter so, lass dich nicht beirren.
Mario, schau dir doch mal Bitte die IP-Nummern der kommentare an. Ich könnte mir gut vorstellen, "Ann Kathrin" ist niemand anderes als Rainer Meyer alias Uceda alias Don Alphonso alias wer weiß ich noch alles.

Das wärs doch: "Don auch nicht besser als Jamba"

Hihihi
Ann Kathrins Email ist von einem Freemail-Anbieter. Don hat bei seinen Kommentaren IPs aus dem Nummernblock der Telekom verwendet. Ann Kathrin auch. Ein Traceroute verläuft bis auf den vorletzten Hop identisch. Dieser scheint ein Router in Berlin zu sein. Fazit: Höchstwahrscheinlich beide aus Berlin und Kunden der Telekom. Davon gibt es Hunderttausende. Ein wenig dünn.
So. Ich habe gerade mit Don telefoniert und wir haben einvernehmlich beschlossen, die Lautstärke der Diskussion etwas zu reduzieren und die Eskalationsspirale nicht weiter emporzuklimmen.

Es wurde in dieser Debatte wohl schon alles gesagt, vielleicht noch nicht von jedem.

Und falls jetzt jemand meint, wir hätten uns am Telefon angebrüllt und uns ewige Feindschaft geschworen: Haben wir nicht.

So. Thema durch.
Auch wenn jetzt FriedeFreudeEierkuchen ist. War der Don denn die "Ann Kathrin"? Das tät mich schon interessieren. Dann wäre der Don kein Bischen besser als Jamba.
Schade, ich hatte schon auf das Don vs. Mario Schlammcatchen gewartet...so ein Mist aber auch. ;)
Also wenn ich mir das Posting von "Ann Katrin" durchlese, habe ich auch das Gefühl, hier stinkt es nach Jamba. Nur so ein Gefühl.


 










20.10.2008, 14:58

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03.02.2008, 1:02

16.01.2008, 18:04

09.01.2008, 21:37

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13.12.2007, 16:18


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