In der Oktober-Ausgabe der De:Bug wird sich ein kleiner Aufsatz (14.000 Zeichen) von mir finden, der das Ende des TV als Broadcasting-Medium herauf beschwört. Kernthese: die Generation on Demand™, für die das Netz bereits jetzt das Alpha-Medium ist, wird sich in Zukunft um Sendeschemata und Planungen der Programmdirektoren (by the way: aussterbender Beruf) einen trockenen Kehricht scheren. Die Kids glotzen einfach was sie wollen, wann sie wollen und wo sie wollen. Und: aller Wahrscheinlichkeit nach bleiben sie keine Kids. Die Marke eines Senders, die heute noch bares Geld wert ist, dürfte künftig dem Niveau eines defekten iPod auf Ebay entgegenstreben. Technologien wie PVR, P2P und Broadcatching machens möglich. (Siehe z.B. Torrentocratcy.)
Ein paar Tage nach Abgabe des Manunskriptes, entdecke ich dann diesen schönen Artikel von Mary McNamara, die sich ähnliche Gedanken gemacht hat und zu einem vergleichbaren Schluss kommt. "Will Mass Media become a Memory?", fragt sie. Und das ist wahrscheinlich der größte Unterschied in der Tendenz der beiden Artikel: Ich habe auf das Fragezeichen verzichtet.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich in diesem Kontext Urheberschutz für den Satz "Die Entgleichzeitigung der Welt" beanspruche? Wenn ich mal groß und stark bin, schreibe ich eine Buchserie zu diesem Thema und trete im philosophischen Quartett auf. Jawoll ;-)

...Technologien wie PVR, P2P und Broadcatching machens möglich… full article at sixtus.net medien wandeln sich, schon bertholt brecht erkannte dies und proklamierte in den 30ern das radio als die neue distributionsform des ...
Gepingt: 07.11.2006 | 12:36