Wikipedia zum Mitnehmen

Erste Artikel der Mitmach-Enzyklopädie in gedruckter Form - Verein gegründet

Von Mario Sixtus

Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia bekommt Ableger. Immer mehr Seitenprojekte sprießen aus dem Netz: Das "Wiktionary" soll einmal ein ausgewachsenes Wörterbuch werden, mit "Wikiquote" entsteht eine Zitate-Datenbank und die so genannten "Wikireader" sind die ersten Wiki-Produkte, die man auch ohne Computermaus durchblättern kann: Sie bestehen ganz altmodisch aus Papier. » weiterlesen



Melodien für Millionen

Moderne Handy-Klingeltöne bescheren der Musikindustrie neue Einnahmequellen -
Doch wie lange noch?

Von Mario Sixtus

Klingeltöne - im vergangenen Jahr wurden damit weltweit 3,5 Milliarden Dollar umgesetzt. Doch wie lange sie noch Hoffnungsträger der von Napster und Co. gebeutelten Musikindustrie bleiben, ist ungewiss. Das kalifornische Unternehmen Xingtech bietet im Internet eine Software zum Kauf an, mit der sich jeder beliebige Audiotrack in einen Klingelton wandeln und auf das Handy beamen lässt.

"Die Klage ist des Kaufmanns Lied", lautet eine Volksweisheit. So gesehen verhalten sich die Vertreter der Musikindustrie derzeit besonders standesgemäß. Bereits das vierte Jahr in Folge mussten in der Branche schmerzhafte Umsatzrückgänge verbucht werden. Glaubt man dem Lamento der Entertainment-Konzerne, so sind das Internet im Allgemeinen und illegale Tauschbörsen im Besonderen für diese Entwicklung verantwortlich. » weiterlesen



Die Stadt, die nicht sein darf

Zehn Jahre Bielefeld-Verschwörung: Ein Stück Internet-Folklore hat Geburtstag

Von Mario Sixtus

Anhänger der Bielefeld-Verschwörung bestreiten vehement die Existenz der ostwestfälischen Stadt. Gegenteilige Behauptungen seien nur Teil eines groß angelegten Komplotts oder das Resultat einer Gehirnwäsche. Vor fast genau zehn Jahren wurde dieses satirische Gedankenkonstrukt erstmals auf die Welt los gelassen - und ist seitdem nicht tot zu kriegen.

Im Mai 1994 war das Internet in Deutschland noch ein weitgehend unentdecktes Land. Die noch junge Deutsche Telekom versuchte immer noch wacker, die Bundesbürger von ihrem Online-Dienst namens "Bildschirmtext" (Btx) zu überzeugen und vom World Wide Web war hierzulande kaum eine Rede. Die deutschen Internet-Pioniere trafen sich damals vielmehr im Usenet, jenem Gebilde aus virtuellen Diskussionsbrettern, auf denen Debatten zu fast jedem vorstellbaren Thema geführt wurden. » weiterlesen



Die Zeitbombe aus Brüssel

Entscheidung um umstrittene Software-Patente - Konzerne unterstützen Vorlage, freie Verbände protestieren

Von Mario Sixtus

Auf der bis zum Dienstag andauernden EU-Ratstagung wollen die europäischen Wirtschaftsminister über die umstrittene Richtlinie zur Patentierbarkeit von Software abstimmen. Im Vorfeld zeichnet sich eine Mehrheit für die Befürworter der Regelung ab. Die Gegner aus Bürgerrechts- und freien Softwareverbände rufen europaweit zu Protesten auf.

"Wenn die USA etwas falsch machen, korrigieren sie ihren Fehler nicht, sondern wollen die gesamte Welt dazu bringen, den selben Fehler zu begehen", sagt Richard Stallmann. Der amerikanische Software-Guru und Open-Source-Verfechter befindet sich derzeit auf einer Tournee durch Europas Hauptstädte. Eindringlich warnt er auf Vorträgen und Podiumsdiskussionen vor "amerikanischen Zuständen" auf dem europäischen Softwaremarkt. » weiterlesen



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Warum aosgerechnet Verlage und Medienhäuser glauben, sich ins Community-Geschäft stürzen zu müssen, entzieht sich dem gesunden Menschenverstand.

In der Online-Medienbranche grassiert der Peh-Ih-Wahn. Zeit, damit aufzuräumen. Weg mit den Nullen!

Videos gehören auf die Festplatte der Nutzer und nicht in Streaming-Player auf Webseiten

Die Interessen reichen von Musik über Einstein bis Sushi: In der Web-Community Myspace suchen Millionen nach Gleichgesinnten

Öffentliches Herumprobieren verleiht der Internet-Entwicklung eine neue Dynamik. Reißbrett und Planungsstab waren gestern. Die Farbe der Saison heißt beta. Web-Anwendungen entstehen in freier Wildbahn, Nutzer oszillieren zwischen Versuchskaninchen und Mit-Entwickler.

Google ist der Liebling von Surfern und Anlegern. Innerhalb von nur acht Jahren wuchs das Suchmaschinen-Unternehmen vom Start-up zweier Studenten zum milliardenschweren Global Player. Doch in der letzten Zeit hat das strahlende Image einige kräftige Kratzer erhalten.

Wer braucht noch TV-Sender? Nach der Musikindustrie krempelt das Internet jetzt das Fernsehen um

David Weinberger veröffentlichte Anfang 1999 mit drei weiteren Autoren das „Cluetrain Manifesto“. Darin wird anhand von 95 Thesen erklärt, wie das Internet die Regeln des Wirtschaftens verändert.

Noch mehr Pathos geht wahrscheinlich nicht. "Menschen der Erde", beginnt die Kampfschrift und fährt ein paar Absätze weiter fort: "Der Himmel ist offen bis zu den Sternen. Wolken ziehen am Tag und in der Nacht über uns."

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Ganoven ködern ihre Opfer mit dubiosen E-Mails. Jetzt schlagen Surfer zurück und führen die Kriminellen an der Nase herum

Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.