Ein kleines Start-up entwickelt einen Online-Musikvertrieb, der Fans bezahlt - und weniger bekannten Bands hilft
Von Mario Sixtus
Die Musikindustrie wird nicht müde, für ihre Umsatzeinbrüche Raubkopien im Allgemeinen und das Internet im Speziellen verantwortlich zu machen. Auch durch Deutschland solle eine juristische Klagewelle gegen Tauschbörsennutzer rollen, kündigt der Deutsche Phonoverband an. Zwar wurde in der vergangenen Woche eine aufwendige wissenschaftliche Studie der Universitäten von Harvard und North Carolina veröffentlicht, die zu dem Schluss kam, Filesharing habe keinerlei negativen Einfluss auf Tonträgerverkäufe. Trotzdem begreifen die großen Musiklabel das Netz bis dato eher als Feind, denn als Vertriebskanal.
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Das Semantic Web soll die Kooperation von Menschen mit Computern wesentlich erleichtern
Von Mario Sixtus
Frau Mustermann möchte ihren Sohn besuchen, der in London lebt. Die mühsame Arbeit, Preise von Reisebüros, Fluglinien und Last-Minute-Agenturen zu vergleichen, die Verfügbarkeit von Plätzen abzufragen und schließlich ein Buchungsformular auszufüllen, erledigt sie längst nicht mehr selbst. Stattdessen füttert sie ihren persönlichen Software-Agenten mit Prioritäten, schickt diesen ins Web und geht selbst Bummeln. Während sie durch die Stadt schlendert, arbeitet ihr kleines Programm emsig. Anhand der Vorrangliste weiß es, dass Frau Mustermann Nichtraucherflüge bevorzugt (Priorität: hoch), gern am Fenster sitzt (Priorität: mittel), keine bestimmte Linie favorisiert (Priorität: niedrig). Nach kurzer Zeit hat der Agent die ideale Verbindung herausgesucht und selbstständig gebucht.
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Watchblogger in den USA kritisieren Journalisten - nicht immer auf feinfühlige Art
Von Mario Sixtus
Kurz vor Weihnachten herrschte Aufruhr im Diskussionsforum von Howard Deans Kampagnen-Weblog "Dean for America". Anhänger und Unterstützer des mittlerweile resignierten Bewerbers um die Präsidenten-Kandidatur der Demokraten empörten sich über einen Artikel der New-York-Times-Kolumnistin Jodi Wilgoren. Der Text stecke voller Unwahrheiten und Verdrehungen, polterten sie. Dem anonymen Weblog-Autor Kos war das Schimpfen im Forum schließlich nicht mehr genug, und er rief mit "Wilgoren Watch" ein so genanntes Watchblog ins Leben.
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Ein Netz von Kleinstcomputern soll Militärbewegungen verraten, das Raumklima einstellen und Patienten helfen
Von Mario Sixtus
"Computer der Zukunft werden nicht mehr als 1,5 Tonnen wiegen", weissagte die Zeitschrift Popular Mechanics im Jahre 1949. 2004 läge eine Gewichtsprognose wohl eher im Milligrammbereich. Seit Ende der 90er Jahre arbeiten Wissenschaftler an der Vision des "Smart Dust": Unzählige, staubkorngroße Rechner sollen sich selbst organisieren, miteinander kommunizieren, ihre Umgebung mittels Sensoren wahrnehmen, Informationen untereinander austauschen und an Basisstationen senden.
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Maurer mauern, Bäcker backen und Schreiber schreiben. Das ist bekannt.
Von Mario Sixtus
Im Gegensatz zu den ersten beiden Berufsständen hat Letzterer einen entscheidenden Vorteil: Er kann heimlich ausgeübt werden. Schreiben Autoren versteckt, nutzen sie ein mehr oder minder einfallsreiches Pseudonym. Verborgen hinter dem Alias, können die Schriftsteller je nach Bedarf Ferkeleien, Fäkalsprachiges oder Flachgeistiges verfassen - ohne dass ihr literarischer Ruf angekratzt würde.
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Eine Gruppe junger Idealisten arbeitet an einem freien Betriebsystem, das eine Alternative zu Microsoft werden soll
Von Mario Sixtus
Geschätzte 94% aller Desktop-PCs laufen weltweit unter dem Betriebssystem Windows. In der Landwirtschaft würde man so etwas Monokultur nennen, in der Welt der Wirtschaft heißt das Quasi-Monopol. Zwar kann sich das quelloffene und kostenlose Linux im Serverbereich langsam als Alternative etablieren, auf den Schreibtischen von Büro- und Heimnutzern spielt das System mit dem Pinguin aber noch keine ernst zu nehmende Rolle. Die Dominanz von Windows hat mannigfaltige Gründe; zum einen sicherlich die aggressive Marktpolitik Microsofts, nicht zuletzt sind es aber auch die Computernutzer selbst, die sich ungern von Gewohntem verabschieden und nur selten freiwillig Neuland betreten.
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Wie man es macht, ist es verkehrt.
Von Mario Sixtus
Da achtet man bei der Auswahl des E-Mail-Dienstleisters darauf, dass dieser über einen serverseitigen Virenschutz verfügt, installiert sicherheitshalber auch auf dem eigenen Mail-Client einen Schädlingsfilter, klickt obendrein wirklich niemals auf Dateianhänge, die man nicht angefordert hat und dann das: "IN IHRER EMAIL WURDE EIN VIRUS ENTDECKT!" schreit einen in Versalien die Betreffzeile einer Mail an.
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Männer können vielleicht schon bald Hosen kaufen, ohne im Laden vor dem Spiegel auf und ab zu laufen - Computerhelden sei Dank
Von Mario Sixtus
Manche Chefs preisen ihre Mitarbeiter ungewöhnlich an: "Es gibt keine Grenzen: Sie können sogar ihre Gliedmaßen ausreißen, wenn es das ist, was Ihr Projekt benötigt." Das ist weder menschenverachtend noch strafrechtlich relevant - geht es doch nur um eine Software. Naturalmotion nennt sich das Unternehmen, das sich anschickt, mit seinem 3D-Programm Endorphin die Liste der aussterbenden Berufe um einen Eintrag zu erweitern: Stuntman.
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Weblogs als heimliches Hauptthema des Weltwirtschaftsforums / Berichterstattung oft nur in den Online-Journalen
Von Mario Sixtus
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist der Zugang für Journalisten traditionell sehr eingeschränkt. Bei vielen Workshops und Vorträgen haben sie keinen Zutritt, und zahlreiche Veranstaltungsareale sind für sie tabu. Trotzdem gab es in diesem Jahr Augenzeugenberichte und Reportagen aus erster Hand: in Weblogs oder kurz Blogs, den persönlichen Online-Journalen im Internet.
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Mit einer neuen Generation sucht Sony den Anschluss an die Spitze - doch ein Erfolg ist keineswegs sicher
Von Mario Sixtus
Für viele Fachleute kommt die Meldung überraschend: Während die Welt der Unterhaltungselektronik sich anschickt, von Tonträgern Abschied zu nehmen, setzt Sony offenbar immer noch auf physische Medien. Der Konzern ließ auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas verlauten, mit der Hi-MD sei bald die nächste Generation der Minidisc erhältlich. Auch die Pressestelle von Sony Deutschland wurde augenscheinlich auf dem falschen Fuß erwischt: "Wir wissen zu diesem Thema selbst nicht viel", gab man dort zerknirscht zu.
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