Newsfeeds erleichtern die Recherche im Web - sie bringen Surfer ohne Umwege auf die Magazinbeiträge, die sie interessieren
Von Mario Sixtus
Das Logo ist klein, hat einen orangen Hintergrund, und darauf prangen drei weiße Großbuchstaben: RSS, manchmal auch XML. Die Präsentation ist schlicht - so sehr, dass die Newsfeeds, auf die sie hinweist, fünf Jahre lang kaum auffielen. Dabei sind diese außerordentlich hilfreich für Leute, die im Internet ihren persönlichen Nachrichtenmix suchen. Hinweise auf Beiträge in wählbaren Onlinemagazinen oder Weblogs kommen damit automatisch nach Hause - samt direktem Verweis auf die entsprechende Seite. Das spart viel Surfzeit. Und wer die Benachrichtigungen sammelt, bekommt damit ein Spezialarchiv an Adressen, das exakt den eigenen Vorlieben entspricht. Newsfeeds könnten mittelfristig das Lesen im Web vollständig umkrempeln.
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Die Suchmaschine Google findet nicht immer die korrekte Richtung - wie ein ungewöhnlicher Wettbewerb zeigt
Mario Sixtus
Kennen Sie "Nigritude Ultramarine"? Nein? Fragen Sie doch Anil Dash. Oder vielleicht Google - aber dann könnten Sie ebenfalls bei Dash landen. Der Internetautor ist Sieger eines ungewöhnlichen Wettbewerbs der Online-Werbefirma Darkblue: Einen Monat lang sollten Webseitenmacher Google veräppeln - und dafür sorgen, dass ihre Seite oben steht, wenn Surfer nach dem Phantasiebegriff suchen. Fast eine halbe Million Seiten stehen nun in der Ergebnisliste.
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Papierversion hilft Wikipedia
Von Mario Sixtus
Auf den ersten Blick besteht die Grundlage von Wikipedia aus gelebter Anarchie: In der Online-Enzyklopädie darf jeder Leser Artikel ändern, ergänzen oder ganze Passagen löschen. Erstaunlicherweise ist das Resultat keine Ansammlung von digitalen Schmierereien und Reklame, wie man es aus Webforen oder Gästebüchern kennt. Ganz im Gegenteil: Viele Einträge in dem Online-Nachschlagewerk können einem Vergleich mit kommerziellen Lexika oft standhalten.
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Sony gibt in Europa und den USA die Persönlichen Digitalen Assistenten auf - das könnte der Anfang vom Ende sein
Von Mario Sixtus
Der Unterhaltungselektronik-Riese Sony gibt in Europa und den USA das Geschäft mit digitalen Organizern (PDA) auf. Zum Jahresende sollen die Geräte der hauseigenen Marke Clié aus den Läden verschwinden. Offiziell ist von einer Auszeit die Rede. Aber Branchenkenner werten Sonys Ankündigung, die "Strategie im konventionellen Handheld-Markt zu überdenken", als Anfang vom Ende - denn vor allem Handys mit vielen Funktionen machen Palm und Co. zu schaffen.
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Yahoo macht seine Technik öffentlich, die gefälschte Mails erkennt - in Hoffnung, dass sie zum Standard wird
Von Mario Sixtus
Unerwünschte Mails legen das Kommunikationssystem der Bundesregierung lahm. Die Universität Braunschweig schaltet gar ihren Reklameschutz aus, weil selbst 20 Systeme zu langsam filtern - und gewünschte Nachrichten zu spät ankommen. Die Probleme, die Spam auslösen, spitzen sich dramatisch zu - aller verschärften juristischen Vorgaben zum Trotz. Yahoo geht nun in die Offensive und stellt fremden Anbietern und Entwicklern Teile seiner Abwehrtechnik zur Verfügung. Der Portalbetreiber hat den Programmcode an das Standardisierungsgremium Internet Engineering Task Force (IETV) übermittelt.
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Die britische Rundfunkanstalt testet die Freigabe ihrer Radio- und Fernsehbeiträge für das Internet - sogar gebrannte DVD sind erlaubt
Von Mario Sixtus
Die britische Rundfunkanstalt BBC lässt 500 ihrer Mitarbeiter die Zukunft des Fernsehens ausprobieren. Der "Internet Media Player" genannte Pilotversuch erlaubt es ihnen, Fernsehsendungen ihrer Wahl über das Internet als Video auf Abruf zu betrachten oder auf DVD zu brennen.
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Bessere Verbindungen, kleinere Antennen, einfachere Bedienung: Vodafone zeichnet technische Tricks aus
Von Mario Sixtus
Handynutzer in Großstädten kennen das Problem: Immer wieder klingen Telefonate, als wären Sie durch einen Zerhacker gejagt worden. Manchmal bricht die Verbindung sogar komplett ab. Vier Erlanger Forscher haben nun eine Software entwickelt, die Abhilfe verspricht - und ihnen den Innovationspreis der Vodafone-Stiftung für Forschung einbrachte.
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Ohmynews verändert Südkorea
Von Mario Sixtus
Der amerikanische Medienexperte Terry L. Heaton jubelte in den höchsten Tönen. "Am Himmel der New-Media-Welt strahlt kein Stern heller als der von Ohmynews", schwärmt er in einem Essay. Tatsächlich hatte sich in Südkorea Bemerkenswertes ereignet: Die erst im November 2003 gegründete Uri-Partei (übersetzt: "Unsere Partei") konnte im ersten Anlauf die absolute Mehrheit im Parlament erringen. Nach 44 Jahren endet die Vorherrschaft der konservativen Großen Nationalpartei. Als einziges Medium mit Massenpublikum hatte die Website Ohmynews die Newcomer unterstützt. Es ist das Medium der 20- bis 30-Jährigen, die mit der konservativen, oft kritiklos pro-amerikanischen Politik ihrer Eltern wenig anfangen können. Sie wünschen sich ein liberaleres Land.
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Streit zwischen Brüssel und Straßburg über Schutzwürdigkeit von Software wird heftiger - Wieder Proteste im Web und auf der Straße
Von Mario Sixtus
Eigentlich schien es so, als wäre das Gröbste überstanden: Am 23. September 2003 einigte sich das Europäische Parlament auf die "Richtlinie über die Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen". Am Ende stimmten 364 Abgeordnete für den Vorschlag, lediglich 153 sprachen sich dagegen aus. Der Kern der Formulierung, um die so lange gerungen wurde, besagte, Computeralgorithmen oder Geschäftsmodelle sollen auch zukünftig innerhalb der Europäischen Union nicht patentierbar sein.
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Geplanter E-Mail-Dienst bedroht die Privatsphäre der Nutzer - Von der Suchmaschine zum Werbe-Imperium
Von Mario Sixtus
Der 1. April ist auch im Netz der Tag amüsanter Falschmeldungen. Newsdienste und Agenturen zögerten daher, eine Pressemeldung von Google zu verbreiten. Erst im Laufe des Tages stellte sich heraus, dass es sich bei der flapsig formulierten Mitteilung ("Heck, Yeah!") nicht um eine Ente handelte. Unter dem Namen Gmail werde Google demnächst einen webbasierten Gratis-E-Mail-Dienst anbieten, hieß es da. Jedes Postfach solle einen riesigen Speicherplatz von einem Gigabyte bieten. Obendrein würde der Gmail-User von Pop-Up-Werbung und blinkenden Reklamebannern verschont. Nur die bekannten Google-Text-Annoncen würden angezeigt - kontextbezogen auf den Inhalt der jeweiligen E-Mail.
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