Es wird zurückbetrogen

Ganoven ködern ihre Opfer mit dubiosen E-Mails. Jetzt schlagen Surfer zurück und führen die Kriminellen an der Nase herum

Von Mario Sixtus

Horst Henker scheint ein unverbesserlicher Romantiker zu sein. „Ich wünschte, ich könnte nach Lagos kommen und dich, versteckt in einem Teppich, aus dem Land schmuggeln, wie einst Königin Kleopatra geschmuggelt wurde“, schreibt der angeblich pensionierte US-General seiner Maryam, einer vorgeblich wohlhabenden Witwe aus der nigerianischen Metropole. Die scheint das Angebot verlockend zu finden und antwortet: „Ich freue mich sehr auf deine Teppichbehandlung.“ » weiterlesen



Wikipedia im Meinungsstrudel

Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.

Von Mario Sixtus

Was Medienberater ihren Schützlingen aus Politik, Popmusik und Sport als erste Lektion einbläuen, musste in diesem Monat auch die Community um die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia lernen: Die Windrichtung der öffentlichen Meinung dreht sich bisweilen blitzartig um 180 Grad. » weiterlesen



Pioniere in der Grauzone

Blogs sind ein Paradies für Journalisten, wenn man weiß, wie sie funktionieren.

Wenn sich Journalisten mit Weblogs auseinandersetzen, landen sie schnell in der Metaphernfalle. Sie vergleichen dann Erbsen mit Murmeln. Da werden Blogs wahlweise als Tagebücher Pubertierender verlacht oder aber mit professionellen Web-Publikationen verglichen – nur um einen Satz später zu erklären, dass die persönlichen
Journale dieser Gegenüberstellung natürlich nicht standhalten. „Viele etablierte Journalisten verstehen unter einer ‚Diskussion‘ über Weblogs nur, permanent die Frage zu stellen, ob Blogs eine Bedrohung für den Journalismus sind, und sich diese dann selbst permanent mit ‚Nein‘ zu beantworten“, sagt Jay Rosen, Vorsitzender des Fachbereichs für Journalismus an der Universität von New York und selbst leidenschaftlicher Blogger. Doch den neuen Jedermann- Medien kann man sich nicht mit Bildern aus dem letzten Jahrhundert nähern. Mikromedien wie Weblogs, Podcasts und Wikis, die langsam über die allgemeine Wahrnehmungsschwelle schwappen, sind vielmehr die sichtbaren Vorboten einer grundlegenden Umwälzung, die gerade auf die Medienwelt zurollt. » weiterlesen



Massenmedium

Blogosphäre: Kommunikationsgeflecht und Marketingfaktor

Von Mario Sixtus

Ein einzelnes Weblog ist so aufregend oder langweilig wie die Person, die es schreibt. In ihrer Gesamtheit entfaltet die Blogwelt aber eine explosive Publikationsmacht. Unternehmen, Politiker und Journalisten haben diese bereits zu spüren bekommen. » weiterlesen



Volkssport Fernseh-Surfen

Den klassischen TV-Sendern laufen die Kunden davon. Immer mehr Internetnutzer ziehen sich ihr Programm direkt aus dem Netz - individuell, kostenlos und werbefrei

Von Mario Sixtus

Laut verkündet Mark Pesce das Todesdatum. "In den Geschichtsbüchern wird stehen: Das Fernsehen starb am 18. Oktober 2004", sagt er in einem Vortrag vor Studenten der Australian Film Television and Radio School in Sydney. An diesem Datum strahlte der britische Satellitensender Sky One die erste Episode des Remakes von "Battlestar Galactica" aus. Der US-amerikanische Kabelsender SciFi Channel, der zur Hälfte an der Produktion beteiligt war, wollte mit der Serienpremiere hingegen noch bis zum Januar warten, einem Monat, der traditionell arm an TV-Highlights ist. » weiterlesen



Die Humanisierung des Netzes

Der Mensch kehrt sein Innerstes nach außen – falls er die Software beherrscht

Von Mario Sixtus

Für alteingesessene Netznutzer ist Nachsitzen angesagt. Eine E-Mail-Adresse zu besitzen und unfallfrei einen Web-Browser bedienen zu können genügt nicht mehr, um »drin« zu sein. »Social Software«, soziale Dienste und Anwendungen, verändern das Internet gerade gewaltig. Auch viele Zeitgenossen, die sich im Grunde ihres Herzens für Netz-affin halten, verpassen den Anschluss – und wissen es selbst nicht einmal. »Es entsteht gerade eine riesige Kluft. Wer jetzt nicht dabei ist, dem entgehen wesentliche Möglichkeiten«, befürchtet Thomas Burg. Der Wissenschaftler leitet das Institut für Neue Medien an der Donau-Universität Krems. Er warnt angesichts des behäbigen Verhaltens der Internet-Nutzer im deutschsprachigen Raum vor einer »Digitalen Spaltung zweiter Ordnung«. » weiterlesen



Das Web sind wir

Social Software und das neue Leben im Netz

Von Mario Sixtus

Es geht um Jobs, um Business oder einfach nur um nützliche Kontakte. Man bahnt Geschäftsbeziehungen an, knüpft Netzwerke und Seilschaften. Man tauscht Adressen aus, vermittelt Ansprechpartner, öffnet anderen Türen und hofft selbst auf den entscheidenden Zugang. Auf die richtigen Beziehungen kommt es an. Genauso wie im echten Leben. » weiterlesen



"Wie einen Schneeball rollen"

Die Vordenker der internationalen Weblog-Community trafen sich in Paris zum Gedankenaustausch

Von Mario Sixtus

Mit dem Senat im Palais du Luxembourg, dem Sitz der zweiten Kammer des französischen Parlaments, hatten die Veranstalter einen recht symbolträchtigen Ort gewählt: Installierte hier doch dereinst Napoleon das erste demokratische Abgeordnetenhaus. Skurrilerweise eröffnete Cécile Moulard, Vizepräsidentin des Club Senat den Kongress mit einem Griff in die US-amerikanische Popkultur-Kiste: "Schon Onkel Ben sagte zu Peter Parker: 'Mit großer Macht kommt große Verantwortung'." An die auf ihre Notebooks einhackenden Konferenzteilnehmer gerichtet fuhr sie fort: "Ihr habt große Macht. Ihr gestaltet die Art und Weise neu, wie wir uns mitteilen, wie wir untereinander kommunizieren und uns organisieren. Also habt ihr, wie Spiderman, eine große Verantwortung." » weiterlesen



Die Ferne naht

In der durchdigitalisierten Welt werden Entfernungen gleichgültig. Ferndiagnose, Fernwartung, Fernsteuerung: So genannte Remote Services spielen in Industrie, Medizin und vielen anderen Bereichen eine immer größere Rolle

Von Mario Sixtus

Sir, die Impulsgeneratoren des Shuttles sind ausgefallen", meldet Commander Worf auf der Brücke des Raumschiffs Enterprise an Captain Picard. Dieser befiehlt sogleich den Einsatz eines Traktorstrahls, um sein trudelndes Beiboot einzufangen. Eine Kleinigkeit an dieser Szene aus der TV-Serie "Star Trek" ist keine Science-Fiction. Warp-Antrieb, Materietransporter oder der erwähnte Traktorstrahl werden zwar bis auf weiteres nur in der Zukunftsliteratur existieren, den Trick des Klingonen Worf - den Zustand eines Flugantriebes aus der Ferne zu erfassen - beherrschen auf der Erde der Jetztzeit hingegen schon einige Fachleute. » weiterlesen



Freistoß, Foul und Funknetz

Paderborn: 5. "RoboCup German Open" - Roboterfußball noch in Kinderschuhen

Von Mario Sixtus

"Eigentlich lustig, dass man ausgerechnet Fußball ausgesucht hat", sagt ein Zuschauer, "traditionell haben Techies eine tiefe Abneigung gegen das Kicken". Anhänger der strikten Trennung von Kopf- und Körpersport können aber beruhigt sein: Die Szenerien, die man derzeit im Heinz Nixdorf Museum in Paderborn beobachten kann, erinnern nur selten an irgendetwas, was man gemeinhin mit Fußball assoziieren würde. » weiterlesen



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Warum aosgerechnet Verlage und Medienhäuser glauben, sich ins Community-Geschäft stürzen zu müssen, entzieht sich dem gesunden Menschenverstand.

In der Online-Medienbranche grassiert der Peh-Ih-Wahn. Zeit, damit aufzuräumen. Weg mit den Nullen!

Videos gehören auf die Festplatte der Nutzer und nicht in Streaming-Player auf Webseiten

Die Interessen reichen von Musik über Einstein bis Sushi: In der Web-Community Myspace suchen Millionen nach Gleichgesinnten

Öffentliches Herumprobieren verleiht der Internet-Entwicklung eine neue Dynamik. Reißbrett und Planungsstab waren gestern. Die Farbe der Saison heißt beta. Web-Anwendungen entstehen in freier Wildbahn, Nutzer oszillieren zwischen Versuchskaninchen und Mit-Entwickler.

Google ist der Liebling von Surfern und Anlegern. Innerhalb von nur acht Jahren wuchs das Suchmaschinen-Unternehmen vom Start-up zweier Studenten zum milliardenschweren Global Player. Doch in der letzten Zeit hat das strahlende Image einige kräftige Kratzer erhalten.

Wer braucht noch TV-Sender? Nach der Musikindustrie krempelt das Internet jetzt das Fernsehen um

David Weinberger veröffentlichte Anfang 1999 mit drei weiteren Autoren das „Cluetrain Manifesto“. Darin wird anhand von 95 Thesen erklärt, wie das Internet die Regeln des Wirtschaftens verändert.

Noch mehr Pathos geht wahrscheinlich nicht. "Menschen der Erde", beginnt die Kampfschrift und fährt ein paar Absätze weiter fort: "Der Himmel ist offen bis zu den Sternen. Wolken ziehen am Tag und in der Nacht über uns."

Google kämpft gegen Tricks, mit denen sich Webseiten in den Suchlisten nach oben drängeln - und bestraft BMW

Ganoven ködern ihre Opfer mit dubiosen E-Mails. Jetzt schlagen Surfer zurück und führen die Kriminellen an der Nase herum

Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.