30/06/2007

Aus gegebenem Anlass



Dazu passend: Announcing the Apple iProduct.

(Hatte ich vor 2 1/2 Jahren schonmal. Gilt immer noch.)



28/06/2007

Nicht, dass jemand glaubt, ich sei zum Spaß hier





Deutsch-arabischer Mediendialog, Amman, Jordanien



25/06/2007

Ping aus dem Nahen Osten





Felsenstadt Petra (Wikipedia-Eintrag)

Mehr Fotos



19/06/2007

Danke der Nachfrage

Ja, ich freue mich sehr darüber. Allerdings wird die Grimme-Online-Award-Verleihung morgen zwangsläufig einen negativen Beigeschmack haben: Es gibt nämlich traditionell nur Kölsch.

Update: Schön wars!


Mehr Fotos: offiziell, inoffiziell



16/06/2007

Multiple Bewegungen an der Bewegtbildfront

Foto: Nathan Callahan

In der nächsten Woche werden auf dem Medienforum NRW mal wieder die alten Männer der alten Medien die Podien dominieren. Sie werden sich gegenseitig bestätigen, dass es dem Fernsehen derzeit so gut geht, wie noch nie, sie werden davon faseln, dass IPTV ja doch nichts anderes ist, als lediglich eine neue Variante des Fernsehkabels, sie werden außerdem ein paar neblige Sprechblasen über die "Chancen der Digitalisierung" absondern und sie werden obendrein permanent, bei jedem Blick auf den heranrollenden Wandel in den Medien, ein zwischen allen aufgesagten Zeilen schwebendes, aufdringlich-optimistisches "Es wird schon nicht so schlimm werden" in den Raum entfleuchen lassen.

Doch!

Wird es!

Und noch viel schlimmer!

Es reicht, sich die Neuigkeiten einer einzigen Woche anzuschauen, um ohne allzugroßes Risiko eine Wette auf die Stoßrichtung der Bewegtbild-Zukunft abschließen zu können: Alles rollt in Richtung Dezentralisierung und On-Demand. Nix ist mehr mit "senden".

Hier ein paar wenige Indizien, allesamt nur ein paar Tage alt:

Joost verhandelt gerade mit Hardware-Herstellern über eine werkseitige Integration ihres Dienstes. Diese Entwicklung hatte Meinereiner ja bereits im Dezember auf dem Zettel.

Momentan leidet Joost ja in aller Öffentlichkeit unter dem Henne-Ei-Problem: Ohne nennenswerte Nutzerzahlen keine Werbekunden, ohne fließenden Werbegeldstrom keine attraktiven Inhalte und ohne Inhalte keine steigenden Nutzerzahlen. Mit einem Hardware-Zugang auf die wohnzimmerliche Glotzkiste könnte Joost das Schwungrad endlich in Bewegung setzen. Coutchpotatoes sind Set-Top-Boxen schließlich gewohnt. Dieses Prinzip muss man ihnen nicht noch großartig erklären. Und um Inhalte kümmert sich das Joost-Team offenbar auch fleißig. Immerhin hat Paramout jüngst ein paar Filme in den Joost-Pool geschüttet. Da kommt noch was.

Auch an anderen Ecken wird emsig an der Verschmelzung von Netzvideos und Flimmerkiste gewerkelt. Der in den USA äußerst erfolgreiche PVR-Dienst Tivo (nebenbei: Wann startet hierzulande eigentlich ein vergleichbarer Service?) hat jetzt nahtlos eine Download-Möglichkeit für Amazons Unbox-Videothek in seine Oberfläche integriert. Man mag von diesem DRM-verseuchten Krams halten, was man will: Als Option, mal eben mit der Fernbedienung einen Film oder eine Serienepisode auf die heimische Glozte zu ziehen, ist das System zumindest nicht ganz uninteressant.

Gratis-Videos aus dem Netz bietet das Tivo-Menü ja schon länger, beispielsweise Bewegtbilder der New York Times, von Cnet oder von Rocketboom. Media-RSS ist für Tivo-Nutzer längst Alltag, selbst wenn sie noch nie den Begriff RSS gehört haben sollten. So muss es auch sein.

Die Nischifizierung des Fernsehens geht unterdessen fröhlich weiter. Exemplarisch: Jetzt gibt es sogar das Alte Testament in den neuesten Medien. Das Jewisch TV Network erfreut mit Reportagen und humorvollen Jiddisch-Kursen. Welcome to the Long Tail.

In den Chef-Etagen der TV-Sender und Mobilfunkkonzerne ist Handy-TV bekanntlich ein beliebtes Thema. Die Sender hoffen, ihre davonlaufenden Zuschauer wenigstens noch unterwegs mit ihren Programmen zu erreichen, die Handynetz-Ologopolisten erwarten ein tolles Geschäft mit einer DVB-H-fähigen Gerätegeneration. Was aber, liebe Konzerntrategen, wenn die Mobile-TV-Entwicklung sich überhaupt nicht die Glotze zum Vorbild nimmt, sondern das Netz? Was, wenn sich auch auf den Mini-Displays die Dezentralität einnistet und eben nicht das monolithische Broacast-Prinzip des letzten Jahrhunderts?

Eine UMTS-Flatrate und ein nicht ganz so altes Telefon vorausgesetzt, ist Handy-TV nämlich längst möglich. Selbst Youtube macht sich gerade fürs Telefon-Display hübsch und auch Indie-Produktionen wie Rocketboom gibts seit Jahr und Tag in einer Version zum Mitnehmen.

Für den El Rep wollten wir eigentlich auch schon längst mal eine Handtelefon-gerechte Oberfläche geschnitzt haben, aber man kommt ja zu nix. In diesem Kontext ganz interessant: Der Download-Anteil von 3GP-Dateien, also fürs Handy optimierte Videos, ist beim El Rep im letzten halben Jahr von "kaum zu messen" auf zehn Prozent gestiegen. Offenbar füttern immer mehr Zeitgenossen die Speicherkarten ihrer Funkquatschen mit kostenlosen Bewegtbildern aus dem Netz. Will uns das vieleicht was sagen?

Zugegeben: Dezentralisierung wohnt immer auch die Mühe des Zusammensammelns inne. Aber auch hier hat das Netz vorgemacht, wie sich dieser Aufwand begrenzen lässt: Aggregatoren müssen her. Hier ist einer: DailyME.TV ist eine Art RSS-Reader für Taschentelefonvideos. Momentan lassen sich zwar nur einzelne "Kanäle", also Bündel themenverwandter Produktionen abonnieren, in Zukunft soll aber auch eine vollständige Personalisierung möglich sein. Das wäre auch wichtig, denn "Kanäle" sind ebenso wie das "Programm" mentale Trampelpfade des 20-ten Jahrhunderts. Weg damit!

Bevor ich es vergesse: DailyME.TV ist auf der Suche nach Betatestern. (Transparenz-Erklärung: Ich habe mit dem Unternehmen nichts zu tun und konnte aufgrund der bislang erst angekündigten Unterstützung meines Nokia E61 den Dienst auch noch nicht persönlich testen (in der nächsten Woche soll das gerüchtweise klappen). Im Angebot von DailyME.TV findet sich jedoch auch der Elektrische Reporter, der sich obendrein gerade überlegt, ob dieser Dienst ein Thema für ihn wäre).

Noch was? Ach ja: In den USA ist gerade der erste Emmy, der bedeutenste TV-Award der Staaten, an einen Video-Podcast gegangen (iTunes-Link). Noch Fragen? (Meine Kristallkugel zeigt übrigens für die nächsten Jahre eine größer werdende Schnittmenge zwischen Grimmepreis und Grimme Online Award. Aber das ist ein anderes Thema.)

Zur Erinnerung: Die oben aufgelisteten Faktoide sind allesamt in den letzten paar Tagen in meinen Feedreader getröpfelt. Sammelt man diese Steinchen fleißig und ein winzigwenig länger als eine Woche, zeichnet sich ein Trend-Vektor ab, der TV-Sender und ihr zentralistisches Denkmodell geradezu antik erscheinen lässt.

Dieses interessante Bild wird aber auch auf dem diesjährigen Medienforum draußen vor der Tür bleiben müssen. Es könnte ja einige der dort Versammelten in Angst und Schrecken versetzen.

Und mit was? Mit Recht!

(Quellen: Lost Remote, NewTeeVee und andere, die ich vergessen habe.)

Update: Und dann war da heute noch diese kleine Grafik in der New York Times, die wohl keine weitere Erläuterung braucht:



15/06/2007

Konferenz aus 1001 Nacht

Ich bin ja bekennender Konferenz-Hopper. In der letzten Zeit schaue ich mir zwar kaum noch die Panels an, sondern plaudere mich stattdessen lieber von Stehtisch zu Stehtisch, aber das funktioniert eben auch nur auf Konferenzen wirklich gut.

Wahrscheinlich bin ich irgendwann in irgend einer Konferenz-Hopper-Kartei gelandet, denn in den letzten Monaten häufen sich die Einladungen. Als sich hier vor ein paar Wochen die Einladung zu einem Mediengespräch aus dem Fax quälte, habe ich das Ding zunächst nur kurz überflogen und dann auf den großen "Vermischtes"-Stapel gelegt. (By the way: Ist nicht irgendwie alles Vermischtes?)

Glücklicherweise schaute ich ein paar Stunden später nochmal auf das Fax -- und musste mich dann erstmal dringend vergewissern, dass besagte Fernkopie nicht am 1. April seinen Weg zu mir gefunden hatte: Jedenfalls lag dort die Einladung zum "Deutsch-Arabischen Mediendialog" in Amman, Jordanien. Vorsorglicherweise hatten die Veranstalter meinen Namen schon mal auf die Rednerliste gesetzt.

Spätestens seit heute fällt die Aprilscherz-Variante endgültig aus, die Tickets sind da:



Sonntag in einer Woche geht's also für drei Tage in die jordanische Hauptstadt. Mit an Bord (u.a.): Alex und Katharina.

Ei, das wird fein :-)



Indiana Jones V: Auf der Suche nach dem Israelischen Arm

Dieses lustige Teil nennt sich im angelsächsischen Sprachraum "Israeli Arm":



Je nach bevorzugter Übersetzung also "Israelischer Arm" oder "Israelische Waffe". Klingt nach einem gefährlichem Gegenstand, ist aber vollkommen harmlos -- und praktisch obendrein.

Das Dingelchen besitzt an einem Ende einen Einschub für den Kamera-Blitzschuh, am anderen Ende eine Gewindeschraube und dazwischen zwei Kugel- und ein Knickgelenk. Damit kann man beispielsweise die Funzel auf dem Camcorder in jedwede Richtung drehen, oder aber auch einen Mini-LCD-Monitor dergestalt auf die Filmmaschine montieren, dass der eigene Standort während des Drehs ungleich flexibler gestaltbar ist.

Toll. Will ich haben. Das Dumme: Die US-Webshops, die ich bisher entdeckt habe, sind entweder zu blöd oder zu arrogant, um internationale Bestellungen aufzunehmen. Hierzulande habe ich das praktische Ärmchen hingegen noch nirgends gesichtet.

Letzteres kann natürlich auch daran liegen, dass deutsche Versender dem Teil einen -- sagen wir mal -- unverfänglicheren Namen gegeben haben.

Weiß irgend jemand meiner geschätzten Leserschaft mehr? Wo kann ich das Ding bestellen? In- oder Ausland wäre egal.

1000 Dank!



05/06/2007

Zitat des Tages

"In den Hauptrollen sind Sebastian Ströbel («Geile Zeiten») und Theresa Schulze («Popp Dich schlank») zu sehen.

(Quelle: Pro7-Pressemitteilung)

Es geht doch nichts über Schauspieler mir Erfahrungen in Qualitätsfilmen.



 



















































Warum aosgerechnet Verlage und Medienhäuser glauben, sich ins Community-Geschäft stürzen zu müssen, entzieht sich dem gesunden Menschenverstand.

In der Online-Medienbranche grassiert der Peh-Ih-Wahn. Zeit, damit aufzuräumen. Weg mit den Nullen!

Videos gehören auf die Festplatte der Nutzer und nicht in Streaming-Player auf Webseiten

Die Interessen reichen von Musik über Einstein bis Sushi: In der Web-Community Myspace suchen Millionen nach Gleichgesinnten

Öffentliches Herumprobieren verleiht der Internet-Entwicklung eine neue Dynamik. Reißbrett und Planungsstab waren gestern. Die Farbe der Saison heißt beta. Web-Anwendungen entstehen in freier Wildbahn, Nutzer oszillieren zwischen Versuchskaninchen und Mit-Entwickler.

Google ist der Liebling von Surfern und Anlegern. Innerhalb von nur acht Jahren wuchs das Suchmaschinen-Unternehmen vom Start-up zweier Studenten zum milliardenschweren Global Player. Doch in der letzten Zeit hat das strahlende Image einige kräftige Kratzer erhalten.

Wer braucht noch TV-Sender? Nach der Musikindustrie krempelt das Internet jetzt das Fernsehen um

David Weinberger veröffentlichte Anfang 1999 mit drei weiteren Autoren das „Cluetrain Manifesto“. Darin wird anhand von 95 Thesen erklärt, wie das Internet die Regeln des Wirtschaftens verändert.

Noch mehr Pathos geht wahrscheinlich nicht. "Menschen der Erde", beginnt die Kampfschrift und fährt ein paar Absätze weiter fort: "Der Himmel ist offen bis zu den Sternen. Wolken ziehen am Tag und in der Nacht über uns."

Google kämpft gegen Tricks, mit denen sich Webseiten in den Suchlisten nach oben drängeln - und bestraft BMW

Ganoven ködern ihre Opfer mit dubiosen E-Mails. Jetzt schlagen Surfer zurück und führen die Kriminellen an der Nase herum

Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.