27/04/2007

Blogosphäre gesättigt?

Valleywag weist darauf hin, dass die Zahl der weltweit aktiven Blogs, die David Sifry's Technorati regelmäßig erfasst, sich bei etwa 15 Millionen eingependelt hat und nicht mehr so recht wachsen will.

Zieht man pauschal einfach mal fünf Millionen Splogs und automatisierte Adsense-Honeypots ab landet man bei runden zehn Millionen aktiven Blogs, was, bei einer globalen Online-Bevölkerung von etwa einer Milliarde, auf wundersamer Weise jener Ein-Prozent-Regel entsprechen würde, die seit etwa einem Jahr als kuscheliges Mem herumgereicht wird.

(Kleine Erläuterung: Das Ein-Prozent-Gesetz besagt, dass (über den Daumen) nur ein Prozent aller Internet-Nutzer wirklich aktiv ist. Etwa zehn Prozent beteiligen sich gelegentlich und bis zu einem gewissen Grad am Netzgeschehen (beispielsweise als Blog-Kommentatoren), während die restlichen 89 Prozent sich dem passiven Konsum hingeben.)

Und nun? War's das? Wachstum beendet, große Depression vor den Türen?

Nö.

Erstens ist die Ein-Prozent-Regel lediglich eine Daumenpeilung und weit davon entfernt empirisch bewiesen zu sein (wiewohl es vielerlei Indizien für sie gibt), zweites ist beispielsweise Deutschland noch ein gutes Stück vom einen Prozent entfernt. Bei etwas 48 Millionen Internet-Nutzern in Teutonia sollten wir es eigentlich auf eine halbe Million aktive Blogs schaffen, wovon wir allerdings noch recht weit entfernt sind, wie Jens kürzlich errechnete.

Drittens ist mir Klasse prinzipiell wichtiger als Masse und viertens handelt es sich bei diesem Eintrag mal wieder um ein typisches Stück Selbstreferentialität, wie es ausschließlich in Blogs zu finden ist. Obendrein gewinnt dieser Text auch durch diese ans Ende geklatschte Selbsterkenntnis nicht an Relevanz.

Insofern: Gehen Sie bitte weiter, hier gibt es nichts zu sehen.



Veranstaltungshinweis

Der Becker Siggi, ja, genau der hier, der nebenberuflich und im Wochentakt hier seine letzten Worte beisteuert, hält übrigens am morgigen Samstag im schönen Essen an der Ruhr einen inspirierenden Vortrag zum Popkultur-Thema der Saison: Technologische Singularität.



28042007/15:00-23:00
Friedrich-Eberst-Str. 18
45127 Essen

Anschließend gibt es dort noch einen Kindergeburtstag mit Topfschlagen. Oder so.



20/04/2007

Selbstreferentielles Ego-Foto-Blogging: El Rep at Work



Foto: Mercedes

Update: Da mich mittlerweile vier Mails mit Nachfragen nach Equipment und Arbeitsweise erreicht haben, hier ein paar kurze Erläuterungen:

Zur Linken: Eine Panasonic DVX 100 BE, deren Bedienung ich mittlerweile gefühlt zu 30 Prozent beherrsche. Tolles Teil. Ich wachse da langsam rein.

Oben drauf ein Rode NTG-2-Richtmikro als Backup, falls es in der Funkstrecke mal so richtig briezeln oder knirschen sollte. (Manchmal ist das Ding allerdings auch Haupt-Mikro: Bei Zwischen-Tür-und-Angel-Interwiews, wie beispielsweise dem mit Bruce Sterling, verkabele ich mein Gegenüber natürlich nicht.)

Als Neuling in Sachen TV-Sprech erschließt es sich mir bislang noch nicht völlig, warum sämtliche Richtmikros, die fest auf einer Kamera installiert sind, "Japaner" genannt werden. Der Japaner von Rode kommt jedenfalls aus Australien, wiewohl er wahrscheinlich in China o.ä. gefertigt ist. (Falls ich abschweife, müsst Ihr mir das sagen.)

Den chinesische Japaner aus Australien habe ich jedenfalls aus Windschutzgründen stets mit einer toten Katze umwickelt. Deren Haare finden sich normalerweise gerne rechts oben im Bild wieder (zum Beispiel hier). Abhilfe schafft neuerdings ein Abstandhalter namens The J-Rod, den ich mir aus den USA bestellt habe. Seitdem bin ich zumindest diese Sorge los.

Den eigentlichen Ton besorgt seit Neuestem eine Funkstrecke von Sennheiser. Mittlerweile schaffe ich es sogar, den Empfänger nicht immer versehentlich auf +6dB einzustellen und somit ein weitgehend verzerrungsfreies Signal aufzunehmen. Wen es interessiert: Das Stativ ist von Cartoni (über Taschen blogge ich jetzt aber nix, gell?).

Zur Rechten: Herr Sixtus mit einem geschlossenen Kopfhörer von Beyerdynamik und einem PV-GS180 Camcorder von Panasonic (mittlerweile nicht mehr lieferbar) auf einem billigen No-Name-Einbein.

Arbeitsweise: Ich synchronisiere die beiden Cams stets vor dem Interview mit einem Fingerschnippen -- High-Tech pur. Ansonsten sind die Rollen klar verteilt: Die statische DVX liefert das Hauptbild, in das ich dreckigerweise während des Schnittprozesses hinein- oder herauszoome (eine Vorgehensweise, für die mich die Öffentlich-Rechtlichen wohl auf der Stelle feuern würden, die Privaten arbeiten inzwischen allerdings ähnlich, wie mir jüngst eine Insiderin verriet).

Mit der kleinen Cam nehme ich nur das Gesicht des jeweiligen Gesprächspartners auf -- das allerdings indiskret nah. Da die Farblichkeiten der beiden Cams unmöglich miteinander in Einklang zu bringen sind (zumindest schaffe ich das nicht), nutze ich diese Bilder nur in schwarz/weiß -- und tue so als wäre das gewollt.

In der Tat: Mittlerweile habe ich mir -- wie oben aufgelistet -- richtig teuren Video-Krempel zugelegt (habe ich eigentlich schon über die Beleuchtung in meinem Büro/Studio gesprochen?) Das liegt aber überwiegend daran, dass ich ein Equipment-Freak bin. Ich liebe Geräte. Ich liebe es auch, mich technisch zunächst zu überfordern und mich dann langsam in die Beherrschung hineinzuwuseln. Persönliche Marotte. Sicher nicht jedermanns Sache.

Wer brauchbare Video-Podcasts produzieren will, kommt auf jeden Fall mit einem Bruchteil der oben aufgelisteten Geräte aus. Einen Großteil der ersten 20 Episoden des Elektrischen Reporters hab ich beispielsweise allein mit der kleinen Consumer-Panasonic und einem einzigen externen Mikro (das -- nebenbei -- mittlerweile zu seinen Mikrofon-Ahnen abgereist ist) aufgezeichnet. Ging auch. Ist nur nicht so herausfordernd.

Update: Hier das Ergebnis der oben abgelichteten Arbeit.



18/04/2007

Zu Tisch!



Blog-Konferenzen, zumal mehrtägige und erst recht, wenn sie in Berlin stattfinden, haben ja irgenwie so etwas typisch Preußisches: ein militärisch-stringentes Programm, kollektive Speisung auf dem Kasernenhof Innenhof und alle fünf Minuten die Nachfrage in schneidendem Unteroffizierstonfall: "Na, heute schon gebloggt?" Und abends dann natürlich Marschmusik.

Der Rheinländer an sich, naturgemäß mit einem nonkonfirmistischen Naturell gesegnet, liebt Blog-Zusammenkünfte hingegen eher ungeordnet, ein wenig anarchisch und natürlich ohne Programm. Dafür gemütlich.

Hier in der Hauptstadt des Rheinlandes existiert, Lu sei Dank, seit ziemlich genau einem Jahr ein monatliches Ritual an dem Blogger, Blogleser und sogar die blogfernen Schichten gleichermaßen Freude haben: der so genannte Stammtisch. Was ein Name!

Und am Samstag ist es wieder soweit:

21.April 2007 ab 20 Uhr im „Freiligrath
Neusser Str. 133, direkt an der Bilker Kirche, erreichbar mit der 708, 709, sowie der S-Bahn (Völklinger Str.). Natürlich im Séparée.

Näheres bei Lu.
Erscheint zahlreich!



Kurz dazwischen gefragt

Wird Innenminister Schäuble eigentlich aufgrund seiner eindeutig verfassungsfeindlichen Vorhaben vom Verfassungsschutz überwacht? Wenn nicht, wird es aber Zeit.



Theaterstücke verbieten?


Foto: Akuppa

Wie mehrere Medien berichten, verfasste Cho Seung Hui, der Amokläufer von Blacksburg, in seiner Freizeit Theaterstücke mit zum Teil gewalttätigem Inhalt. Die deutsche Politik reagierte prompt:

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und ihr nordrhein-westfälischer Kollege Armin Laschet stellten dazu in Berlin ein "Sofortprogramm" für eine deutliche Verschärfung des Jugendschutzes vor.

"Wir wollen den Verbotskatalog deutlich erweitern - auf extrem gewalthaltige Theaterstücke, auch wenn sie nicht verherrlichen", erklärte von der Leyen. "Gewalt darf nicht belohnt werden in einem Bühnenspiel zum Beispiel, indem man den nächsten Akt erreicht oder indem Applaus geerntet wird." Diese Stücke dürften nicht mehr im herkömmlichen Theatern gezeigt und auch nicht in der Werbung angepriesen werden.

Das Sofortprogramm soll der Ministerin zufolge noch vor der Sommerpause vom Bundeskabinett gebilligt und bis zum Jahresende in Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden.

Der bayerische Innenminister Günther Beckstein kritisierte das Sofortprogramm als unzureichend. Er forderte Laschet und von der Leyen auf, sich an den Koalitionsvertrag zu halten und solche Stücke generell zu verbieten.

Bayern will am Freitag eine eigene Initiative gegen die so genannten Killerssprechspiele im Bundesrat zur Debatte stellen. Dabei geht es um Verbote nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.

Derzeit sind 44,7 Prozent aller Theaterstücke ohne Altersbeschränkung. 3,9 Prozent der Bühnenspiele sind nur für Erwachsene zugelassen. Die Diskussion um Verbote oder Beschränkungen beim Besuch von "Killersstücken" war 2007 nach dem Amoklauf eines Jugendlichen ausgelöst worden, der Theaterstücke verfasst hatte. Da nur zehn Prozent der im Land angebotenen Bühnenspiele auch in Deutschland verfasst werden, setzt die Bundesregierung auch auf internationale Kooperation beim Jugendschutz in diesem Bereich. Dazu soll es bis Anfang 2008 eine europäische Fachkonferenz geben.

(Text hier entnommen und leicht verfremdet)

Update: Ich geb's auf. Einmal mehr toppt die Realität die Satire. [Seufz...]



17/04/2007

Richtigstellung

Liebe Kollegen von der "Internet World Business", ich glaube, ich muss da einiges richtig stellen:

a) Der Betreiber des Weblogs "Elektrischer Reporter" hat keinen Bart,
b) er heißt auch nicht Markus Breuer, sieht
c) ein wenig anders aus als auf dem Foto und ist obendrein garantiert
d) kein "Experte für Second-Life-Marketing".

Wollte ich nur mal feststellen.



Hör mal, Herr Turi!

Du beschwerst Dich in aller Öffentlichkeit über den Zustand der Unternehmer der zweiten Web-Welle in Deutschland:

Vorbei die Zeiten der Show-Talente und Neue-Markt-Raketen wie Stephan Schambach (Intershop), Paulus Neef (Pixelpark), Peter Kabel (Kabel New Medien) und Karl Matthäus Schmidt (Consors).

Und:

Der zweiten Welle Internet, dem sogenannten Web 2.0, fehlt es in Deutschland an Vorkämpfern mit Charisma und Glamour. Das Bild bestimmen Fachleute, die in ihren Kreis anerkannt sind, die außerhalb der Szene aber blass bleiben.

Bist Du, Herr Turi, vielleicht schon mal auf die Idee gekommen, dass es genau das ist, was die momentane Web-Bewegung so attraktiv macht? Dass all die Arschlöcher, Dummschwätzer und Lautsprecher dieses Mal entweder nicht dabei sind oder niemand ihrem Bullshit-Bingo-Sprech zuhören will?

Bist Du, Herr Turi schon mal auf die Idee gekommen, dass die neuen Web-Unternehmen genau deshalb funktionieren, weil dort mittlerweile Leute am Ruder sitzen, die das Web verstehen, seit über einem Jahrzehnt dort unterwegs sind und daher wissen, was sie tun? Und eben nicht mehr die von Dir ganz offensichtlich vermissten "Neue-Markt-Raketen" (sprich: Schaumschläger), die Ruderpinne in der Hand haben, all die Schambachs, Neefs, Kabels und Konsorten?

Falls Dir die zweite Generation der Web-Macher zu wenig glamourös ist, weil sie sich lieber auf nerdigen Barcamps und Webmontagen rumtreibt, statt auf den peinlichen "First Tuesdays" Anno Bubbleday, dann wechsel doch einfach das Feld Deiner Berichterstattung. Schreib doch einfach über Knut. Oder über die Bambi-Verleihung. Oder über die IAA. Da hast du Deinen Glamour.

Ich jedenfalls wünsche mir die Idioten von damals nicht zurück. Und mir mangelt es in meiner aktuellen Berichterstattung über das Netz und was dort gerade passiert nicht im Geringsten an interessanten Themen -- und auch nicht an interessanten Persönlichkeiten.



16/04/2007

Kalendersprüche, selbst gebaut (1)

Second Life ist der Knut der Internet-Berichterstattung: hübsch anzuschauen und bald vergessen.



09/04/2007

Wir sehen uns dann...

... am Mittwoch in Berlin!



06/04/2007

Wie China ans Internet angeschlossen wurde

Wunderhübsches Serendipity-Fundstück. Auch ideal für Faktenhuber und den Teil meiner geschätzten Leser, die befürchten, mal bei Günther Jauch auf dem Millionen-Stuhl zu landen und zwar genau in dem Moment, in dem die ultimative Frage lautet:

Aus wessen Kasse stammte die initiale Geldsumme, die den Anschluss der Volksrepublik China ans Internet ermöglichte?

a) Helmut Schmidt
b) Lothar Späth
c) Rita Süßmuth
d) Erich Honnecker

Nebenbei ein kleiner Tipp für die Kollegen des "Zeitzeichens" (gibt's das eigentlich noch? ich höre kein Radio mehr): Am 14.9. dieses Jahres jährt sich zum 20-ten Mal der Tag, an dem die erste Internet-E-Mail chinesischen Boden verließ. Sie war in englischer und deutscher Sprache verfasst und ihr Text lautete: "Ueber die Grosse Mauer erreichen wir alle Ecken der Welt".

Schöne Feiertage.



04/04/2007

So funktioniert die Second-Life-Hype-Spirale

Phase 1: Es gibt nichts Neues über Second Life zu berichten, dennoch (oder deswegen?) klingeln Journalisten im Minutentakt die Telefone von Linden Labs heiß und stellen investigative Fragen wie "Was gibts denn Neues in Second Life?"

Phase 2: Irgend jemand aus dem Linden-Labs-Team nuschelt irgend etwas ins Telefon, dass sich unter dem Einfluss chemischer Drogen mit viel Phantasie wie eine Neuigkeit anhören könnte. Zum Beispiel so etwas:

"We have invited the FBI several times to take a look around in Second Life and raise any concerns they would like, and we know of at least one instance that federal agents did look around in a virtual casino."

(Gähn.) Linden Labs hat also die Bundespolizei mehrfach eingeladen, sich in Second Life umzusehen. Und tatsächlich: Ein einziges Mal haben die Ermittler von dieser wiederholt ausgesprochenen Einladung Gebrauch gemacht und sich brav ein Spielcasino angeschaut. Reaktionen oder Konsequenzen gab es jedoch offenbar keine. Alles läuft weiter wie gehabt. Sack Reis ich hör dir fallen. (Hab ich schon gegähnt?)

Phase 3: Reuters, genau die Nachrichtenagentur, die bekanntlich in SL ein eigenes Büro unterhält, wittert die Möglichkeit zur Crossover-Eigen-PR und verbreitet die gerade "recherchierte" Nicht-Neuigkeit mit diesem reißerischen Titel: "FBI checks gambling in Second Life virtual world"

Phase 4: Alle News-Portale übernehmen die heißgekochte Nichtigkeit samt der hochgejodelten Überschrift. Focus.de zum Beispiel:

Die Casinos in der virtuellen Welt von „Second Life“ sind ins Visier von FBI-Ermittlern geraten.

noch mehr Beispiele

Phase 5: X Blogger plappern den Quatsch ungeprüft nach. David Klein zum Beispiel:

Wer in Second Life die dicke Kohle gemacht hat und nun mit virtueller Zigarre am virtuellen Kartentisch sein Vermögen verzocken will, könnte Probleme mit dem FBI bekommen.

mehr Beispiele

Fazit: Ein Tag mit Second Life wie jeder andere: Nix passiert und alle schreiben darüber.



Rechnung is raus!

(Hintergrund: hier und hier, von Janko zusammengefasst hier)

d.k.d Internet Service GmbH
Kaiserstraße 79
D-60329 Frankfurt/Main

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen der von Ihnen im Auftrag der Coty Inc. durchgeführten Blog-Kampagne zur Produkteinführung des Parfüms "CK IN2U" haben Sie von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf Sixtus.net Kommentare mit Links auf die von Ihnen, bzw. in Ihrem Auftrag betriebenen Kampagne-Blogs zu hinterlassen.

Wir freuen uns, dass Sie diese moderne und unkomplizierte Werbemöglichkeit nutzen.

Wie Sie sicherlich wissen, ist die Schaltung von werblichen Kommentaren auf Sixtus.net (und Links auf speziell für eine Werbekampagne angelegte Blogs fallen zweifellos darunter) mit einer Anzeigengebühr von 1.500 Euro (zzgl. Mwst.) je angefangenen Monat verbunden. Ein Hinweis auf diese Gebühr findet sich deutlich über jedem Kommentareingabefeld.

Nachfolgend erlaube ich mir daher, Ihnen in Rechnung zu stellen:

Seite: http://www.sixtus.net/entry/856_0_1_0_C/
Datum und Uhrzeit der Schaltung: 19.03.2007, 13:35
Berechnete Monate: März und April 07

Seite: http://www.sixtus.net/entry/857_0_1_0_C/
Datum und Uhrzeit der Schaltung: 19.03.2007, 13:36
Berechnete Monate: März und April 07

Seite: http://www.sixtus.net/entry/860_0_1_0_C/
Datum und Uhrzeit der Schaltung: 25.03.2007, 18:12
Berechnete Monate: März und April 07

Seite: http://www.sixtus.net/entry/862_0_1_0_C/
Datum und Uhrzeit der Schaltung: 02.04.2007, 9:22
Berechneter Monat: April 07

Seite: http://www.sixtus.net/entry/863_0_1_0_C/
Datum und Uhrzeit der Schaltung: 04.04.2007, 2:43
Berechneter Monat: April 07


Summe Monate: 8
a Euro 1.500,00 = Euro 12.000,00
zzgl. 19% Mwst. = Euro 2.280,00
--------------------------------
gesamt Euro 14.280,00

Zahlbar binnen 14 Tagen nach Rechnungsdatum auf unten stehendes Konto.

Bitte beachten Sie, dass die Schaltung der werblichen Kommentare sich automatisch verlängert. Kündigungen für laufende Schaltungen richten Sie bitte schriftlich, spätestens 14 Tage vor Monatsende an unten stehende Anschrift.

Wir bedanken uns für Ihren Auftrag und hoffen, Sie haben noch viel Erfolg mit Ihren werblichen Kommentaren auf Sixtus.net.

Mit freundlichen Grüßen



03/04/2007

Hausaufgaben

Wenn denn bitte mal vor dem nächsten Medienforum NRW oder vor den nächsten Mainzer Tagen der Fernsehkritik oder vor diesem Münchner Dings alle Telnehmer dieses kleine Posting lesen und verdauen würden? Das wäre sehr nett und würde allen Beteiligten viel Zeit sparen.

Drei Ausrufungszeichen (!!!) bekommt der gute Doc vom mir allein für dieses Statement:

Stop calling everything "content". It's a bullshit word that the dot-commers started using back in the '90s as a wrapper for everything that could be digitized and put online. It's handy, but it masks and insults the true natures* of writing, journalism, photography, and the rest of what we still, blessedly (if adjectivally) call "editorial". Your job is journalism, not container cargo.

Irgend jemand hier im Frachtgeschäft? "Content" ist ein Wort, das wir den Arschlöchern überlassen sollten.



01/04/2007

Warum Korrelation keine Kausalität ist

Variante eins: Das Label Dependant schließt seine Pforten, da das Internet und die Raubkopierer seine Geschäftsgrundlage zerstört haben.

Variante zwei: Das Label Dependant schließt seine Pforten, weil im 21-ten Jahrhundert niemand mehr diesen langweilig-lamorjanten Düster-Elektro-Schrott hören will.



 



















































Warum aosgerechnet Verlage und Medienhäuser glauben, sich ins Community-Geschäft stürzen zu müssen, entzieht sich dem gesunden Menschenverstand.

In der Online-Medienbranche grassiert der Peh-Ih-Wahn. Zeit, damit aufzuräumen. Weg mit den Nullen!

Videos gehören auf die Festplatte der Nutzer und nicht in Streaming-Player auf Webseiten

Die Interessen reichen von Musik über Einstein bis Sushi: In der Web-Community Myspace suchen Millionen nach Gleichgesinnten

Öffentliches Herumprobieren verleiht der Internet-Entwicklung eine neue Dynamik. Reißbrett und Planungsstab waren gestern. Die Farbe der Saison heißt beta. Web-Anwendungen entstehen in freier Wildbahn, Nutzer oszillieren zwischen Versuchskaninchen und Mit-Entwickler.

Google ist der Liebling von Surfern und Anlegern. Innerhalb von nur acht Jahren wuchs das Suchmaschinen-Unternehmen vom Start-up zweier Studenten zum milliardenschweren Global Player. Doch in der letzten Zeit hat das strahlende Image einige kräftige Kratzer erhalten.

Wer braucht noch TV-Sender? Nach der Musikindustrie krempelt das Internet jetzt das Fernsehen um

David Weinberger veröffentlichte Anfang 1999 mit drei weiteren Autoren das „Cluetrain Manifesto“. Darin wird anhand von 95 Thesen erklärt, wie das Internet die Regeln des Wirtschaftens verändert.

Noch mehr Pathos geht wahrscheinlich nicht. "Menschen der Erde", beginnt die Kampfschrift und fährt ein paar Absätze weiter fort: "Der Himmel ist offen bis zu den Sternen. Wolken ziehen am Tag und in der Nacht über uns."

Google kämpft gegen Tricks, mit denen sich Webseiten in den Suchlisten nach oben drängeln - und bestraft BMW

Ganoven ködern ihre Opfer mit dubiosen E-Mails. Jetzt schlagen Surfer zurück und führen die Kriminellen an der Nase herum

Erstmals bekam die Online-Enzyklopädie Schelte von Kritikern und Medien zu spüren. Gut möglich, dass ihr das weiterhilft.