
Ich bin ja ein erklärter Fan von ebenso ästhetischen wie sinnfreien Visualisierungen. Obiges Blumengebilde stellt beispielsweise dieses kleine Blog dar. Wer mir sagen kann, welcher Punkt für welche Seite steht, bekommt ein Eis.
Ich habe tatsächlich einen Rest davon gefunden: hier.
Mit der freundlichen Bitte um Beachtung: In den nächsten drei Tagen blogge ich hier. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Eigentlich soll man ja die Klappe halten, bis die Tinte unter dem Vertrag trocken ist, andererseits: watt solls. Im Journalismus hat seit je her ein Handschlagvertrag einen ziemlich hohen Stellenwert, sonst würde dieses lustige System der freien Autorenschaft überhaupt nicht funktionieren.
Die Hände haben wir letztens durchaus ineinander geschlagen und vertragen haben wir uns auch, Willi Rütten und ich. Ergebnis: Herr Sixtus wird ab Juni für das European Journalism Center in Maastricht als freiberuflicher Berater in Sachen Internet und so tätig werden. Deutschland wird mir halt langsam zu klein ;-)
Schreiben werde ich natürlich trotzdem noch. Nur eben ein wenig weniger und ein wenig ausgewählter.
Das EJC ist eine NGO/NPO (will heißen: es ist unabhängig und arbeitet nicht gewinnorientiert) und neben dem traditionellen Schwerpunkt Europa will man dort demnächst auch die Zukunft der Medien stärker thematisieren. Weswegen ich kürzlich aus Maastricht angepingt und eingekauft wurde.
Ich freue mich enorm auf die Geschichte. Internet, Medien, Journalismus, Zukunft und all die kleinen Dingelchen, die damit verbunden sind, bilden schließlich seit Jahren den Eintopf, aus dem ich meine Artikel abschöpfe. Künftig nicht nur an der Tastatur, sondern an der Front in diesem Bereich tätig zu werden, ist eine absolut großartige Aussicht. Kleiner kann ich es nicht formulieren.
In der Praxis bedeutet das: Yours Truly muss seine Fähigkeiten, in englischen Zungen zu parlieren, ein wenig aufhübschen. Und: Ich werde häufiger meine Zeit an der holländisch-belgischen Grenze verbringen. Auch schön.
Womit wir zum zweiten Thema dieses Postings kommen. Aufgrund meines geänderten Arbeitszeithaushalts musste ich zwangsläufig ein paar meiner regelmäßigen Schreibaktivitäten vom To-Do-Zettel streichen. Auch die FR-Kolumne Blogosphäre wird ab sofort nicht mehr aus meiner Tastatur fließen, sondern aus der von Monika Porrmann, in der Blogwelt eher bekannt als Daily Mo.
Monika, sei lieb zu dem kleinen Wörterwurm. Ich habe ihn (mit kurzer Unterbrechung) rund 15 Monate gehegt und gepflegt. Jetzt ist es an dir, ihn groß zu ziehen. Aber das schaffst du! Alles Gute von dieser Seite!
Alles bleibt in Bewegung und das ist auch gut so.
So. Mit Hilfe des amtlichen Spielplans und ein winzigwenig seherischer Fähigkeiten habe ich gerade errechnet: Es kommt zur Final-Revanche Deutschland gegen Brasilien. Eindeutig.
Allerdings ist der Weg dorthin nicht leicht. Deutschland hat zuvor Italien (Halbfinale), Mexiko (Viertelfinale) und Schweden (Achtelfinale) aus dem Weg geräumt, Brasilien hatte es mit England (Halbfinale), Spanien (Viertelfinale) und Tschechien (Achtelfinale) auch nicht viel einfacher. Das Spiel um Platz drei bestreiten somit England und Italien.
Frankreich und Portugal sind bereits im Viertelfinale rausgeflogen. Überrascht hat am Achtelfinale allein das Ausscheiden Argentiniens gegen Mexiko. Dass die Holländer hingegen unmöglich an Portugal vorbei kommen konnten, war bereits vorher allen Fachleuten klar.
Wetten?

Keine Ahnung, worüber dort drüben gebloggt wird, mein Mandarin ist ein wenig eingerostet. Wie auch immer: laut Technorati haben wir es dort mit dem Blog zu tun, das weltweit die meisten Links auf sich vereinigt. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis die Technorati Top-100 vollständig von chinesischsprachigen Blogs bewohnt wird.
Immer wieder erfrischend, daran erinnert zu werden, wie verzerrt man doch die Realität wahrnimmt. Genauer: wie US-zentrisch unser Blick auf das Netz ausfällt.
... wenn dich das Surren einer Fliege im Nachbarraum nervt -- bei geschlossener Tür.
Als Computer noch Menschen waren
Update: Es gibt auch ein Buch zum Thema.
"Die einen denken ans Geld, die anderen denken."
Oliver Gassner über "Next10Years"
Falls sich jemand mit mir auf einen Kaffee (o.ä.) treffen will, einfach kurz anpingen. Hier bin ich demnächst zu finden:
Vielleicht sieht man sich irgendwo? Würde mich freuen.
Doch, doch, ich lebe noch. Und ich blogge auch noch. Jedenfalls demnächst wieder, sobald ich mich arbeitsmäßg etwas freigeschwommen habe. Bis bald also.
... werden niemals den Stellenwert von Medien-Profis erreichen, lautet eines der Lieblings-Mantras der Branche. Wie man den Begriff "Stellenwert" definiert, ist sicherlich eine Debatte wert. In Sachen Aufmerksamkeit und Reichweite werden derweil unbeeindruckt von dieser Diskussion Tatsachen geschaffen --> Klick.
(Notiz an mich: Grafik in den nächsten Vortrag zum Thema packen.)
