Ich bin ja ein überzeugter Freund der Idee, clientbasierte Software zum Relikt des zwanzigsten Jahrhunderts zu erklären und ihre Funktionen durch Web-Anwendungen zu ersetzen. Diese Evolution hat ja bereits begonnen und steht auf der Next-Big-Thing-Liste ziemlich weit oben.
Jetzt geht es erstmal IM-Clients an den Kragen: Nico hat heute Mabber online gestellt (Blog dazu), ein webgestütztes Instant-Messanger-System auf XMPP-Basis mit Gatways zu ICQ, AIM, Yahoo MSN und all den anderen Schnatter-Netzen. Ganz nebenbei will Nico auch noch SMS ins Museum schicken: Mabber gibt es auch zum Mitnehmen, für Java-fähige Handys.
Na denn: Viel Erfolg!
Update: Als ich das Ding kurz testete, fluppte es recht gut. Bei Volker lief Mabber hingegen gar nicht rund. Beta halt...
Ist es eigentlich snobby, in der wlanifizierten Eckkneipe mit Kumpels herumzusitzen, nebeinbei in 45 Minuten einen zweistündigen Spielfilm aus dem Netz zu saugen (das in der Biertankstelle dreimal schneller ist als das häusliche) und dabei noch zu bloggen? Oder ist das im 21-ten Jahrhundert normal.
Update: Zitat des Abends: "Permanent breit ist ja auch ein geregeltes Leben."
Wetten macht Spaß, Fußball ist toll, auf Fußball zu wetten ist somit fast so schön wie, sagen wir mal bloggen :-)
Seinen Tipp bei irgendeiner anonymen Internet-Bude auf den Cayman-Islands zu platzieren, hat allerdings überhaupt keinen Stil. Beim illegalen kroatischen Buchmacher im Hinterzimmer des Balkan-Grills zu zocken hat zwar einen gewissen Bukowsky Bukowski-Flair, ist aber irgendwie so furchtbar retro. Hier mein Tipp für eure Tipps:

Unter www.hauswetten.de stellt der Düsseldorfer Künstler Heinz Hausmann im Zweijahresrhythmus seine Wettbude online. Ein Teil des Einsatzes wird in Zwangskunst gewandelt: Je nach Anzahl der Tipps kann man sich nach der WM uber ein Exemplar dieser hübschen Editionen freuen. Geld gewinnen kann man natürlich trotzdem.
Man merke: Fußball, Glücksspiel und Kunst geht hervorragend zusammen. Gut, dass wir das jetzt auch wissen.
Die 80-er Jahre waren mit Abstand die nervigste und geschmackloseste Dekade des verflossenen Jahrhunderts. Wer es nicht glaubt oder schon wieder verdrängt hat, hier ist ein Backflash: Nintendos Tetris-TV-Spot (mpeg). 30 Skunden Hölle.
Via Digg
Vor zwei Wochen hatte ich dieses lustige Sprachungetüm aus dem Munde Edmund Stoibers publiziert. Zeit, ein wenig Bilanz zu ziehen: Angerufen haben mich bislang die Redaktionen von Fakt (MDR), Panorama (NDR), Frontal21 (ZDF), Nachtjournal (RTL), ein halbes Dutzend Radiosender, sowie etliche Tageszeitungen und Stadtmagazine.
Alle hatten nur eine Frage: "Woher stammt die Aufnahme?" Und für alle hatte ich nur eine Antwort parat: "Keine Ahnung."
Die Datei ist als typische Kettenmail bei mir gelandet. Sie ließ sich drei Stationen zurückverfolgen, bis in die dunklen Flure von RTL hinein; dort verliert sich dann aber die Spur. (Besonders pikant in diesem Zusammenhang: Vier(!) unterschiedliche Mitarbeiter von RTL riefen bei mir an und fragten nach der Herkunft -- und viermal habe ich ihnen gesagt: Ihr sitzt wahrscheinlich näher an der Quelle als ich. Das mal zum Thema unternehmensinterne Kommunikation.)
Gemeinsam mit Holger habe ich ein wenig recherchiert und wir sind auf diesen möglichen Ursprung gestoßen. (Mit der Betonung auf möglich. Nichts Genaues weiß man nicht.)
Eine bisweilen geäußerte Vermutung kann ich allerdings nach bestem Wissen und Gewissen ausschließen: Es handelt sich bei dem Sprecher definitiv nicht um einen Kabarettisten oder Stimmenimitator. Ich habe Stoiber live ertragen müssen erleben dürfen und kann bezeugen: Der Mann spricht so.
Falls Sie also ein Redakteur einer Fernseh-/Radiosendung oder einer Printpublikation sind: Sie können sich den Anruf bei mir sparen. Alles was ich über diesen Redeunfall weiß, wissen Sie jetzt auch.
Update 1: Ein Kollege der Münchner tz hat sich gerade bei mir gemeldet. Das Rätsel ist gelöst! Der Ausschnitt stammt vom Neujahrsempfang der Münchner CSU am 21.01. 2002 im alten Rathaus. Der Lokalsender Charivari besitzt eine dreiminütige Version, die ein wenig Kontext für die Stammelei enthält und die Echtheit wohl endgültig bestätigt.
Der Kollege hat auch eine Erklärung dafür, warum das Gefasel seinerzeit kaum Beachtung fand:
Die Sache ist wahrscheinlich damals nicht bekannt geworden, weil a) Stoiber noch schönere Versprecher in der Zeit hatte, Frau Merkel, äähh Christiansen, denken Sie an die glodernde Lut! und b) Stoiber sich auch noch den Schnitzer an dem besagten Abend leistete, seinem Münchner CSU-OB-Kandidaten Hans Podiuk zu sagen, dass er gegen den
Immer-noch-Amtsinhaber Christian Ude (SPD) eh keine Chance hat.
Vielen Dank nach München für die Infos!
Update 2: Databoy78 hat den ersten Remix (MP3) gefertigt. Fein :-)
Update 3: Ich kann nicht mehr! Fakt hat den bayrischen Scatman bebildert: Stoibers Welt. Klasse!
Überschrift auf der ersten Seite eines Handbuchs für ein ISDN-Telefon:
Diese Bedienungsanleitung gehört zu diesem Produkt.
Damit wäre wenigstens die Frage der Zuordnung schon mal eindeutig geklärt.

Ob Telearbeit eine Vision von gestern ist oder die Normalität von morgen: keine Ahnung. Dem Heimbüro an sich räume ich jedenfalls eher kleinere Zukunftschancen ein. In den letzten knapp drei Jahren befand sich mein Arbeitsplatz in den heimischen vier Wänden und irgendwie klappte das auch immer, aber optimal ist anders.
Daher habe ich heute mein persönliches Ende der Heimarbeit eingeläutet: Herr Wolff und ich haben uns ein nettes kleines Büro in Düsseldorf-Bilk gemietet, genauer: hier, bei diesen freundlichen Zeitgenossen. (Wenn man es vier Wochen gemeinsam in einem Nissan Primera aushält, sollte ein geteiltes Büro eigentlich kein Problem darstellen :-))
Ab sofort bin ich also wieder stolzer Besitzer eines Arbeitsweges und dadurch bedingt hoffentlich auch bald wieder eines Feierabends.
YouTube funzt, Lu auch.
Der Fachinformationsdienst intern.de meldet:
Stolze 4 Stunden und 39 Minuten hat jeder US-Bürger im letzten Quartal 2005 durchschnittlich vor der laufenden Kiste zugebracht
Na ja. Gut viereinhalb Stunden pro Quartal vor der Glotze. Hierzulande gibt es Leute, die schaffen das pro Tag. Durchschnittlich.
Der Blog Herald weist auf eine skurrile PHP-Eigenschaft hin, von der auch sämtliche PHP-basierten Blogsysteme betroffen sind.
Man findet das Osterei, indem man /?=PHPE9568F36-D428-11d2-A769-00AA001ACF42 an den URL eines beliebigen (PHP-)Blogs anhängt.
Hier ein paar Beispiele:
Sixtus.net, Lummaland, Siggi Becker, IT&W
Das sind mir ja Witzbolde :-) Weiß jemand irgendetwas genaueres dazu?
Falls mich mal jemand außerhalb Düsseldorfs treffen will, hier meine aktuellen Reisepläne:
Vielleicht sieht man sich ja unterwegs irgendwo.
*) Aus Zeitmangel gecanceled
Wie viele vollständige Sätze formuliert Herr Stoiber hier? (MP3, 1,17 MB, 1, 14 Min.) Antwortversuche bitte in die Kommentare.
Wirklich, Deutschland ist und bleibt Blog-Entwicklungsland: Dieser Eintrag ist bereits vier Tage alt und niemand hat ihn bislang verlinkt. Dabei ist sein Inhalt höchst brisant. Behauptet er doch, Audio-CDs aus dem Hause EMI-Deutschland überschrieben frech Windows-Systemdateien. Kann das mal bitte jemand überprüfen? Ich habe gerade keine Zeit. Danke.
... ich bin ja ein erklärter Fan der Wikipedia. Aber jetzt mal ernsthaft: Diese Datenhippie-Nummer mit der Spendenfinanzierung solltet ihr endlich mal knicken. Das wird auf Dauer eh nicht klappen. Klebt einfach ein paar Text-Ads auf die Seiten und gut ist. Mit euren Pageimpressions gehört ihr flugs zu den Großverdienern im Internet.
Stellt euch bitte mal vor, was für tolle gemeinnützige Aktionen ihr mit all der Asche anstellen könntet. Jimmy, du hast das Thema kürzlich ja selber angeschnitten. Gut so. Aber wie der Rheinländer sagt: Jetzt mal Butter bei die Fische.
Und Schluss mit der Bettelei. "Hasse mal ne Mark n Euro" hat noch nie für stabile wirtschaftliche Verhältnisse gesorgt.
Update 1: Jeff Jarvis ist offenbar meiner Meinung.
Update 2: Steve Rubel macht sich über Jimmy Wales Rumeierei so seine Gedanken.
Update 3: Auch Peter sinniert.
Update 4: Mathias Schindler hat eine vorläufige FAQ zum Thema erstellt.
