
Johnny und Meinereiner betiteln Die Gegenwart. Und ich dachte eigentlich, wir seien die Zukunft? </kalauer>
... falls ich das bisher nicht deutlich genug gesagt haben sollte: Kommentare von irgendwelchen so genannten Suchmaschinen-Optimierern, die sich mit Larifari-Senf hier einen Löffel Google-Suppe zusammenschleimen wollen, lösche ich natürlich umgehend und ohne falsche Rücksicht.
Nur damit das klar ist: Spart euch die Mühe und überlegt euch lieber, wie ihr die nächsten Jahrzehnte überleben wollt. Das wird nicht leicht. Die billige Tour, die ihr jetzt noch versucht, funzt bald überhaupt nicht mehr. Im Sinne von gar nicht. Glaubt mir einfach und erinnert euch zu gegebener Zeit vielleicht an meine Worte! Im Zweifelsfall solltet ihr lieber jetzt als später bei der so genannten Arbeitsagentur um eine Umschulung betteln. Und dann ganz aus dem Netz verschwinden. Besser ist das.
Es wurde ja auch mal Zeit, dass irgendjemand Siggi einen mittleren Aufmerksamkeitsschwall in die Bude schickt. Phillip, den wir kürzlich auf dem Webmontag kennen gelernt haben, hat dankenswerterweise diesen überfälligen Job übernommen und mit Herrn Becker ein längeres Interview geführt (deutsche Version hier).
Eröffnungsvortrag: Die technologische Singularität. Resonanz: von ähh bis boah. Einige heruntergeklappte Unterkiefer und ein betrunkener Szeneschriftsteller, der wähnte sein Leben hätte fortan wieder Sinn. Er hat später den Begriff “Singularität” 2 mal in seinen Schriften verwendet. Oh, Fortschritt!
... zu Total Recall, meinem sporadisch anstehenden Zweitjob als Filmmusik-Quizmaster nachgehen. Siehe auch: Tagesspiegel.
Für diese Erkenntnis:
Der Vatikan will, dass Priester keinen Sex machen - und das nicht mit Männern.

Was ist Web 2.0?
[Via Connected Web]
Ach ja, wer lieber von Papier liest: Die aktuelle De:Bug hat ein zehnseitiges Special zum Thema.
Darwin-Ausstellung findet keine Sponsoren: US-Unternehmen kuschen vor christlichen Fundamentalisten.
In diesem Kontext siehe auch: Bischof George Coyne, Vatikan-Astronom: 'Intelligent Design' ist keine Wissenschaft.

Dieses Posting bei Johnny dürfte wohl in allerkürzester Zeit der Eintrag mit den meisten eingehenden Links der deutschsprachigen Blogosphäre werden. (Größeres Foto hier.) Zumindest, falls das Bild wirklich kein Fake sein sollte.
Momentaner Stand der Detektivarbeit in den Kommentaren: "Das Ding ist echt! " (Zitat 19:02 Uhr)
Update: Andreas weiß genaueres.
Update 2: (Selbstgespräche eines freien Schreiberlings)
[Gedanke 1:] "Morgen früh direkt beim Stadtarchiv Ludwigshafen anrufen und die Geschichte verifizieren lassen. Danach den Pressesprecher von Jung von Matt ans Stottern kriegen. Reißerischen Text für Online-Medium verfassen. Überschrift: 'Mutmachen mit Nazi-Parolen' oder so."
Direkt verworfen. Unter meinem Niveau. Soll die Bildzeitung machen oder wer auch immer.
[Gedanke 2:] "Blog-zentrischen Artikel schreiben. Überschrift: 'Blogger decken auf', oder so. Erklären, wie Nachrichten durch das Web reisen. Aktuelles Beispiel: Du-bist-Deutschland-Kampagne und 35-erFoto. Schon besser. Nicht ganz so reißerisch."
Aber: Wo ist die Story? Foto entdeckt, im Netz veröffentlicht. Agentur blamiert? Klappt nicht. Was immer man von der Kampagne hält: Der zuständigen Werbeagentur (Lead ist (glaub ich) Jung von Matt) nationalsozialistische Tendenzen zu unterstellen, wäre hanebüchen. Die Fahne der investigativen Blogosphäre wedeln? Dafür sind die Kommentare in vielen Blogs einfach zu primitiv und peinlich.
[Gedanke 3:] "Die ganze Geschichte gemütlich in meiner wöchentlichen Blog-Kolumne in der FR abhandeln. Ganz ohne Hysterie. Ganz ohne Stammtischgebrülle. Vielleicht gewürzt mit ein wenig Ironie."
Ja, das ist gut. So mach ich das. Gute Nacht.
Update 3: Phillip (#64 on Technorati) transportiert das Thema in die englischsprachige Blogosphäre.
... ist das Web krank: Suchanfragen in der Firefox-Bar gehen ins Leere, Blogs produzieren Fehlermeldungen, weil die eingebetteten Google-Ads nicht angezeigt werden können, Sites wie Slashdot laden grottenlahm, da sie ewig auf den Google-Analytics-Code warten. Noch was? Ach ja: Meine Email-Korrespondenz mit mehreren Gmail-Anwendern ist akut ins Stocken geraten.
Fast wünsche ich mir, Google würde noch eine Woche so weiterrumpeln, damit uns allen endlich klar wird, wie sehr wir uns mittlerweile von einem einzigen Unternehmen abhängig gemacht haben. (Siehe auch Thorstens Selbstgespräche.)
Intelligence and religious beliefs - statistics
Gefunden in Siggis del.icio.us.
Die Ajaxifizierung der Wikipedia: LuMriX durchsucht die Netz-Enzyklopädie a la Google Suggest. Putzig.
[Via Steve Rubel]

Komprimieren 2.0: Diggdot.us kombiniert Titelstories von Slashdot, Digg und del.icio.us/popular. Eine Ebene mehr als Digg vs Dot. Zur Zeit etwas langsam, denn Diggdot wurde gerade -- ähem -- gediggt.

Doc schreibt, er habe bei Euan gelesen, dass Loic bei Veuve Tarquine gelesen hat, dass WeBlogs P2P & NTIC schreibt, dass man bei KopiKol lesen kann, dass CNN offenbar nicht wirklich weiß, wo Frankreich liegt.
Dass "der dicke Troll aus der Bl0gbar" (©WS) auf alles eindrischt, was nur im allerentferntesten mit IT, Internet et al zu tun hat (RSS, Quelltext kucken), ist ja nix neues und keine weitere Erwähnung wert. Wer nur einen Hammer besitzt, für den sieht eben alles wie ein Nagel aus.
Da jetzt aber, neben etlichen anderen, auch der von mir ansonsten hoch geschätzte Kollege Thomas Knüwer in diesen Chor mit einstimmt, wird es offenbar Zeit, einiges grade zu rücken.
Lieber Thomas, du schreibst:
Wer also nun von Web 2.0 faselt, macht sich entweder etwas vor, war 99 nicht dabei, oder hat sich das Gedächtnis beim Frustsaufen über Aktienverluste gelöscht.
Dreimal nein, Thomas. Da bist du vollkommen schief gewickelt. Aber sowas von vollkommen schief.
Zunächst: Es geht nicht um Investments, es geht nicht um Börsengänge, nicht um Finanzierungsrunden oder Aktienkurse. Es geht um eine Idee. Oliver Wrede hat das einmal schön ausgedrückt:
People use it as a meme. It's an abstract word like »peace«. It doesn't mean a thing - it's a mode. A mode where technology can be a catalyst for emergence, spontaneity and openess. It does not come with the flaws of the »old school« openess where the idea that »anything goes« needed to be reinforced by expressively doing ridicolous and artsy things.
Web 2.0 ist ein Konzept, eine Methode, ein Gedanke, vielleicht ein Plan. Ganz vielleicht sogar eine Philosophie. Es hat mit Offenheit zu tun, mit Vertrauen, mit Authentizität, mit Kollaboration, damit, dass wir im Netz in der Summe eben mehr sind als eine Horde Halbaffen, die vor Fernsehern mit Schreibmaschinen sitzen.
Diese Überlegungen kann man teilen oder nicht, man kann ihnen zustimmen oder sie ablehnen. Man darf sie sogar für Daten-Esoterik halten und sie auch so nennen. Kein Problem. Aber mit den falschen Argumenten darauf rumzukloppen, beweist nur, dass der Rumklopper bislang offenbar zu faul war, seinen Denkapparat in Gang zu setzen oder zumindest, diesen in die richtige Richtung zu lenken.
Sicherlich wollen Frickler, die Dienste und Applikationen entwickeln, welche unter den 2.0-Gedanken fallen auch Geld verdienen. So what? Ist das hier ein Kirchentag? Und natürlich mischen bisweilen auch große Unternehmen wie Yahoo oder Google mit, indem sie Entwicklerfirmen aufkaufen. Und?
Wenn dir weichgespülte Popmusik aus Industrieproduktion auf den Senkel geht, hat dann das "Konzept Musik" versagt? Wenn der 1027-te so genannte Hollywood-Blockbuster mal wieder nur aus gequirlten Darmprodukten besteht, ist dann der Film als Medium Schuld? Wenn irgendwelche Consultants und Kampfsprecher jetzt Web 2.0 entdeckt haben und darüber zwangsconsulten und kampfsprechen, ist dann automatisch die Idee nichts wert? Nö. So nicht.
Wenn irgendwelche Services, wo Social Software draufsteht nicht richtig funzen oder schlecht durchdacht sind: Hey, dann werden diese sich einfach nicht durchsetzen. Es ist halt alles ein permanentes und öffentliches Herumprobieren. Du erwähnst beispielsweise, dass du keine Lust hast, dich auf X Plattformen mit Y unterschiedlichen Passworten anzumelden. Damit hast du tatsächlich ein Problem eingekreist -- und direkt kapituliert. Über die Problematik der "Digitalen Identität" machen sich bereits klügere Menschen als du und ich Gedanken. Mach dir keine Sorgen: denen fällt was pfiffiges ein. Vielleicht erst im 39-ten Anlauf. Aber die 38 davor gehören eben zum Lernprozess.
Zurück zum Bubble-Vorwurf: Eine Idee kann im Alleingang nicht zur Börsenblase mutieren, allerhöchstens Geschäftsmodelle, die sich darauf berufen, im Zusammenspiel mit der notwendigen Kritischen Masse an "Silly Money". Deshalb geht dein Vorwurf ins Leere. Ganz weit daneben ins Aus. Plumps.
Ein lustiger Nebenaspekt: Das Web-2.0-Geschimpfe aus vielen Blogs erinnert mich verdächtig an das Blog-Bashen im Heise-Forum. Dort: "Das sind doch alles Tagebuchschreiber, dumme Teenies, Blogs sind wie ne Homepage, das will doch niemand lesen." Hier: "Das sind doch alles Wiedergänger der Börsenblase, alles Spinner, hatten wir mal unter dem Begriff Community, das will doch niemand nutzen." Wer es nicht kapiert, dem bleibt offenbar nur das Gezeter. Scheint ein menschlicher Automatismus zu sein.
Hier wie dort klingt das in meinen Ohren obendrein ein wenig zu sehr nach dem verständnislosen Gekeife der jeweils aktuellen Elterngeneration über den Musikgeschmack des eigenen Nachwuchses.
Wisst ihr was: Ihr könnt alle gerne weiter Pink Floyd für die beste Band der Welt halten. Ich stehe auf Drum n Bass. Und auf Web 2.0.
Ob der Begriff glücklich gewählt ist? Je, nun. Irgendwie muss das Ding halt heißen. "Blog" ist nun wirklich auch keine charmante Vokabel und wir haben uns alle daran gewöhnt. Oder?
Da glücklicherweise nicht alle Blogger dem Erst-bloggen-dann-denken-Prinzip folgen, hier ein wenig Lesefutter für Interessierte:
P.S.: Nein, Thomas, ich schmeiße dich jetzt nicht aus meinem Feedreader, und: ja, lass uns demnächst endlich mal das schon lange verabredete Bier trinken gehen (Kneipenverabredungen per Blog finde ich unglaublich 2.0 ;-)).
Update: Robert Basic zum gleichen Thema (nein, nicht übers Biertrinken)

E-Commerce 2.0: Amazon ist offenbar dazu übergegangen, Bestellungen per Eselskarren auszuliefern. Vielleicht drückt man aber auch Rentnern, die eh durch Deutschland wandern, die Lieferungen in die Hand. Strange.
Update: Strange 2.0. Weder Karren noch Rentner. Zehn Minuten nach Veröffentlichung dieses Eintrages klingelte der Paketbote und drückte mir das Buch in die Hand. Vielleicht leiden die Jungs bei Amazon schlicht unter Herbstdepressionen und prophezeien ihre Versandzeiten daher so pessimistisch.
... dann schreibe ich vielleicht auch mal so kluge Sachen über Blogs und Journalismus wie Felix heute gestern. Chapeau!
... schenke ich heute Frank Uhlig, dafür, dass er die Resultate seiner langjährigen Recherche und Schreibarbeit frei zugänglich in seinem Blog veröffentlicht.
Von meinen Gedanken werde ich in die Zeit geträumt, als die bezaubernde Jeannie sich mit dem lieben Onkel Bill auf der Bonanza Ranch zu einem Gläschen Tri-Top trafen. Jacques Cousteau war mit Flipper auf den Galapagosinseln zu Gange, Ilja Richter beglückte das Volk mit „Disco“ und „Raumschiff Enterprise“ fegte die Straßen leer. Wenn ich mein Samstagsbad artig hinter mich gebracht hatte, konnte auch ich an den neuesten Abenteuern im Weltraum teilnehmen. So war ich weniger aus innerem Reinheitsdrang, vielmehr aus rein taktischen Gründen frisch gewaschen und somit immer auf dem neuesten Stand über Captain Kirk und Mister Spock.
Dankeschön!
Und danke an neo-bazi für den Hinweis per Mail.

Für Kurzentschlossene: Heute abend zeige ich im WP8 (ab 21.00h oder so) ausgewählte Folgen der 27-ten Staffel von Doctor Who.
Wer nicht kommt ist selbst schuld und darf sich im Falle einer Dalek-Invasion nicht über mangelnde Vorbildung beschweren.
ICU@WP8
Wenn Mercedes schreibt, Bärte sind hip, dann sind Bärte hip. Punkt. Muss ich mir jetzt auch einen Gesichtsteppich wachsen lassen, um nicht als hoffnungslos unhip zu erscheinen? Und: Ist es nicht ein unwiderlegbares Indiz dafür, dass man bereits rettungslos unhip ist, wenn man sich fragt, ob man noch hip ist? Hip ist es allerdings, darüber zu bloggen. Glaube ich. Sind barttragende Blogger also megahip? (By the way: die Vorsilbe "mega" ist komplett unhip, oder?)
Liebe Firefox-Entwickler-Community, ich finde euren Browser ganz toll und habe ihn ganz viel lieb. Vor allem, aber nicht nur, weil es dafür so schöne Erweiterungen gibt, wie beispielsweise den Flash-Blocker. Der macht ganz viel Gezappel und Gerappel weg aus meinem Web.
Wenn ihr ein wenig Zeit und Muße findet, könntet ihr mir dann noch eine Blocker-Extension basteln, bitte? Eine, die die Anzeige von animierten Smilies unterdrückt? Mein Web wäre dann noch schöner. Vielen Dank im voraus und einen schönen Tag noch. Euer Mario
Dass ich das jetzt nochmal erwähne, liegt eher am Vorsatz der Vollständigkeit und bringt dem auch noch so geneigten Leser leider keinerlei echten Nutzen: Der Jonet-Tag ist nämlich schon ewig ausverkauft (genauer: das war er bereits zwei Tagen nach seiner Bekanntgabe), somit ist das, was ihr gerade lest auch kein echter Veranstaltungstipp. Aber auch kein falscher.
Aber seis drum: Auf besagtem Kongress werde ich mit Julius, Johnny, Erik, Thomas und Janko öffentlich ein wenig plaudern. Ins Kongress-Blog können aber auch die Daheimgebliebenen ab und an hineinschauen, ich hoffe, dort wird sich was tun. Ich freue mich jedenfalls darauf und bin gespannt. Bis demnägens.
Wenn ich künftig a) die Kosten für meinen Steuerberater nicht mehr von der Steuer absetzen kann, aber dafür b) bis zu 3.000 Euro jährlich für eine Haushaltshilfe geltend machen darf, dann schreibt mein Steuerberater künftig einfach auf seine Rechnung "Wäsche waschen, bügeln und Staub saugen" und die Sache ist geritzt. Oder?
"Guten Tag Herr Sixtus, ich hatte ihnen gestern eine E-Mail geschickt. Ist die mittlerweile bei Ihnen angekommen?"
Gerade bei Morrison entdeckt: Wer bei Google Frankreich nach Begriffen sucht, die mit den Vorstadt-Krawallen in Zusammenhang stehen, beispielsweise nach banlieue, findet auf der Trefferseite einen "Sponsored Link" "Lien commercial" der Regierungspartei UMP. Dieser führt auf eine Online-Petition, welche die Politik von Innenminister Nicolas Sarkozy unterstützen soll. Ob die Clickthrough-Rate mit der Anzahl der brennenden Autos korreliert, oder sich gegenläufig zu dieser verhält, wurde hingegen nicht bekannt.
[Update] Telefonischer Kommentar von Siggi Becker: "Das ist Politik 2.0."
Nur echt mit Ajax-Sohle.
=8-]
Was will mir Quicktime damit sagen?
Sag nochmal jemand, Apple würde keine kryptischen Fehlermeldungen auswerfen. Obiges Warnschild erscheint regelmäßig bei dem Versuch, den King-Kong-Trailer abzuspielen. Dann halt nicht.
... zur aktuellen Forbes-Titelstory finden sich heute bei TR aktuell.
... spricht Siggi Becker:
Wenn uns das wirklich Neue berührt, gleicht es dem Erschrecken. Das Zucken ist in diesem Fall jedoch keins ins Zurück, sondern ins Zukünftige. Technologie, die diesem Kriterium genügt, transformiert. Ob nach Luhmann, Wilber oder Habermas. Das was wir hernach als Aufgabe empfinden, ist der Drang die Distanz zu überbrücken zwischen der Idee und der Realität, um die Transformation real werden zu lassen. Der Begriff Mission umfasst diesen Drang.
In diesem Sinne: Ich bin gespannt.
Besser spät als nie verlinkt: Kurt Opsals großartige Parodie von Forbes' Blog-Polemik.
[Via Copyfight]
Nicht grübeln, abstimmen.
Gefunden bei Janko.
... dass ich Terry Heaton für einen ganz Großen halte? Nein? Dann jetzt! Kann dem Mann mal bitte jemand zuhören? Danke!
Thomas Burg: Reloaded +++ Wikipedia: Der IRC-Channel ist der SysAdmin +++ WiFi ist fundamentales Menschenrecht +++ Stoiber wird SPD-Chef +++ Audio-Wasserzeichen sollen HD-DVD-Kopien verhindern +++ Veranstaltungstipp: 25. + 26.11.: Total Recall, Berlin, HAU +++ Wer das liest ist reich +++ Warum TV und Seriendownloads sich lieb haben sollten +++ Nächter Montag ist Webmontag
Audio-CDs von Sony verranzen Windows, hat Mark Russinovich herausgefunden:
Not only had Sony put software on my system that uses techniques commonly used by malware to mask its presence, the software is poorly written and provides no means for uninstall. Worse, most users that stumble across the cloaked files with a RKR scan will cripple their computer if they attempt the obvious step of deleting the cloaked files.
Via VoWe
Update: Heise hats auch:
Der Treiber fragt alle zwei Sekunden alle laufenden Prozesse nach den von ihnen geöffneten Dateien ab, um seiner Aufgabe – dem Verhindern von unerwünschten Kopien – nachzukommen, und das gleich jeweils achtmal am Stück. So verbraucht der nicht ganz koschere Kopierschutz Rechenzeit, auch wenn die zu schützende CD gar nicht im Laufwerk liegt. Die Software verankert sich derart tief im System, dass sie selbst im abgesicherten Modus gestartet wird. Wenn die Treiber also Probleme verursachen, könnten sie das System komplett unbrauchbar machen.
Ich bin ja kein Jurist, aber nach meiner laienhaften Rechtsauffassung könnte wohl jeder Käufer einer Sony-Audio-CD, die diese Malware enthält, den Konzern an der nächten Polizeiwache anzeigen:
§ 303a StGB Datenveränderung
(1) Wer rechtswidrig Daten (§ 202a Abs. 2) löscht, unterdrückt, unbrauchbar macht oder verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
Was sagt der Anwalt dazu?
