Bestechen, diffamieren, lahm legen, verklagen! All das empfiehlt allen Ernstes Forbes (Reg.: Bugmenot). Ich empfehle: zuhören. Zum Beispiel Leuten wie Herrn Weinberger, der es gerade darauf anlegt Post von Forbes zu bekommen.
Dazu passend: Jeff Jarvis lt. Chris Gonsalves
"You don't own the community. You don't start the community," said Jarvis. "The very notion that you can start a community is ludicrous. A community is not a place where you go. Stop thinking you have a message to get out. Use the tools available to listen."
Sobald selbsternannte "Trendforscher" eine gesellschaftliche Strömung identifizieren, sie definieren und für teures Geld darüber dozieren, ist es vorbei mit der Gemütlichkeit. Dann ist man plötzlich Teil eines Marktsegments, einer Zielgruppe, vielleicht auch einer "hochinteressanten Nische" oder wie oder was auch immer.
So gesehen ist das ganze Dingens mit Blogs, Social Software und Web 2.0 bereits wieder vorbei, bevor es richtig los ging, denn Trendwatching.com hat uns bereits vor einem Jahr ein consulting-kompatibles Etikett aufgeklebt: Wir alle sind die Generation C. Damit das mal klar ist. "C" steht für "Content", den wir permanent usergenerieren oder wahlweise auch für "creative", was wir schließlich täglich und pausenlos sind. Son Scheiß.
Es bleibt nur ein Ausweg: Legt alle eure Blogs still, schmeißt die Digiknipsen weg und lasst euch etwas neues einfallen. Die Trendwatcher sind da: Das Spiel ist aus.
Frisch aus den Google-Ads gefischt:

Lustig: Google bewirbt die eigenen Konkurrenten. Oder andersherum formuliert: Googles Konkurrenz ist bei Google Kunde :-)
Ich hatte vorhin ein Posting auf den Fingern a la: "Studentinnen reißen sich Kleider vom Leib um Sixtus nach Bamberg zu locken" oder auch "Nackte Haut für Social Software" oder "Hormone 1.0 finanzieren Web 2.0" oder wie auch immer, aber dann kam mir irgend etwas dazwischen und mittlerweile ist Martin auf eine ähnliche Idee gekommen.
Was lernen wir daraus: Hast du einen Blog-Impuls, folge ihm! Lass alles oder jeden stehen, liegen oder sitzen und blogge als gehe es um dein Leben! Sonst musst du zur Strafe nach Bamberg ;-)
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... one good tip for long Winterabende ...
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... and the ultimate answer to the question what men do, when they are allein zu Haus:
Wenn es sonst niemand vermeldet, dann halt ich: Der da sitzt nun im Bau. Mit ihm sitzen dort natürlich auch die virtuellen Persönlichkeiten Jack Brownfield, Ras Kabir, Steve Taylor und wie er sich sonst noch gerne genannt hat.
Ob Udo Mr. Cohen dazu überreden kann, im Knastblog zu bloggen, halte ich für fraglich. Schade eigentlich, all die Jahre waren seine Forenbeitrage (hier als "Uri") recht unterhaltsam.
Janko bat mich darum, eine Radiosendung auf WDR 3 für ihn aufzunehmen. Kein Problem, dachte ich mir in meiner kindlichen Naivität, der DVB-T-Standard sieht schließlich auch Radioübertragung vor und dank digitalem USB-Fernsehnippel schneide ich einfach die Sendung direkt auf Harddisk mit.
Aber Pustekuchen: Da hierzulande das bereits nach Verwesung riechende Digitalradio DAB am Siechen gehalten werden soll, is sich nix mit WDR-Radio via DVB-T. Außer wohl in Berlin und in einigen Regionen von Norddeutschland. Jetzt mein Problem: Isch 'abe gar kein Radio. Analoges oder analog-digitales Aufzeichnen fällt also auch flach.
Kann irgendjemand der geneigten Leserschaft für mich einspringen und Janko die Sendung aufnehmen? Danke!
Udo bereichert das deutsche Blogdorf um ein interessantes Experiment: das Knastblog.
Zum Mitmachen aufgerufen sind: Gefangene, Angehörige, Anwälte, Sozialarbeiter, Pfarrer, ehrenamtlicher Helfer oder Justizmitarbeiter. Besonderer Service: Papierblogging. Wer über keinen eigenen Netzzugang verfügt (was bei einem Teil der Zielgruppe nicht unwahrscheinlich ist), schickt sein Posting einfach per Schneckenpost an Udo.
Ob auch Kommentare per Postkarte möglich sind, wurde bislang nicht bekanntgegeben. Und: Im Knast-Kontext von einem Medienbruch zu sprechen, fällt eindeutig unter das Kalauerverbot.
(Klappt nicht mit IE)
Update: Oh! Fein, der Button macht die Runde. Nur zu! Wer sich an dieser Aktion beteiligen will: Der Button-Code steht im -- Ähem -- Quelltext ;-)
Was tun, wenn tolle Werkzeuge der Vernetzung, Wissens- und Informationsgenerierung im Anrollen sind, die Nutzer sich aber immer noch auf dem zivilisatorischen Niveau der Spätsteinzeit befinden? Das fragt man sich drüben bei Tom's Diner:
Web2.0, das sozialisierte Internetz, du kannst kommen. Aber erst, wenn auch User2.0 erfunden wurde. Ansonsten wird der Schuss schwer nach hinten losgehen. Denn alles was neu erfunden wird, wird als erstes mal nach persönlichen Vorlieben und Sympathien zum Erfinder abgeklopft. Dann wird Kontra-Position bezogen, die ganze Geschichte gemeinschaftlich nieder gemacht und am Ende noch ein wenig rumgejammert warum alles so Mist ist.
Da steckt viel Wahres drin. Allerdings: So ganz ohne generelles Niedermachen und Rumgejammere kommt diese Aussage leider ebenfalls nicht aus. Eine Nörgel- und Schimpfspirale lässt sich eben selten durch Nörgeln und Schimpfen durchbrechen.
Update: Robert Basic zum gleichen Thema
Ach: Wo ich euch alle gerade am Telefon habe: Habe ich eigentlich schon Lyssa und der Riesenmaschine zu ihren Nominierengen (1, 2) für die BOBs gratuliert? Nein? Ich Stoffel ich. Das sei hiermit nachgeholt.

Gerade bin ich in meinem Bildarchiv über obiges Foto gestolpert, das Christof mir mal gemailt hatte. Falls man es nicht genau erkennt: Dort ist ein Klappstuhl mit eingearbeiteter Notebook-Auflagefläche zu sehen. Auch wenn die Jahreszeit momentan nicht gerade zum Draußenarbeiten verleitet, ist mein Habenwollen-Instinkt geweckt: Weiß jemand, wo man solch einen portablen Arbeitsplatz erstehen kann? Danke im voraus.
Ich glaube es war Anfang '99. Die Domain sixtus.net besaß ich noch nicht allzu lange und sie war noch nicht so zugespammt wie heute, weswegen ich es mir erlauben konnte, sie E-Mail-mäßig im Catchall-Modus zu betreiben.
Irgendwann bekam ich Kontoauszüge zugeschickt, die mir nicht gehörten und auch ein paar mehr oder weniger persönliche Mails, welche allesamt nicht für mich bestimmt waren, sondern für Timothy Sixtus, den Inhaber der sixtus.com-Domain. Die E-Mail-Adresse von Timothy Sixtus war nicht schwer zu erraten. Ich musste nur das .net durch ein .com ersetzen, ganz einfach. Als freundlicher Mensch schickte ich ihm stets den ganzen Klumpatsch und er bedankte sich artig bei mir.
Es war seine Idee, dass wir uns gegenseitig Mail-Forwarder auf unsere Domains einrichten sollten. Eine gute Idee, wie ich fand. Er friemelte mir ein mario@sixtus.com zurecht und ich bedankte mich mit einem 6@sixtus.net bei ihm, denn niemand nannte Timothy Timothy oder Tim: Alle kannten ihn als "6", also "six". Er hatte aus seinem Nachnamen einen Vornamen gebastelt, eine persönliche Marke gebaut.
So kamen wir ins Gespräch und 6 hatte einiges zu erzählen. Außer unserem Nachnamen teilten wir die Leidenschaft für das Netz, wenn auch aus Positionen heraus, die unterschiedlicher kaum hätten sein können: Ich freelancte mich durch die deutsche Internet-Agentur-Landschaft und 6 war damals General Manager von ICQ, die gerade für einen dreistelligen Millionenbetrag von AOL geschluckt worden waren. Die Zeiten waren halt so. 6 war ein netter Kerl, hatte viel Humor und so manche Agentur-Nachtschicht war nur dadurch erträglich, dass ich mit ihm per ICQ herumalbern konnte. Der Mann hatte Witz. Seine ICQ-Nummer war 60606. Klar. Er hatte sie sich aussuchen können.
Es war nie eine besonders enge Bekanntschaft. Manchmal haben wir uns monatelang nicht kontaktiert. Normal. Mitte 2001 verdichtete sich unser Mail-Verkehr dann allerdings kurzfristig: Ich hatte eine lustige Idee für ein Internet-Projekt und er meinte, Geldgeber dafür auftreiben zu können. Die Sache verlief jedoch im Sande.
Zu diesem Zeitpunkt war 6 auch nicht mehr für AOL tätig, sondern lebte in Dublin und schob andere Projekte an. Er hatte wenig Zeit. Ich auch. Irgendwann hatte ich noch weniger Zeit und dann noch weniger. Damals verlor ich viele Kontakte zu Leuten, mit denen ich nur locker bekannt war. 6 war nur einer davon. Nichts außergewöhnliches. Man wird älter und setzt halt Prioritäten. Für ICQ-Albernheiten in den Nachtstunden war eben einfach kein Platz mehr, zumal ich irgendwann -- um mein Kommunikationsverhalten zu ergonomisieren -- sämtliche Instant-Messenger von meinem Desktop verbannt hatte. Auch ICQ.
Heute erfahre ich, dass 6 tot ist. Und zwar seit mehr als zwei Jahren. Bootsunfall. Er war kaum älter als ich. Scheiße.
"Good Lord -- dieses Land könnte auf Atomkraftwerke verzichten, wenn alle miesen, kleinkarierten Schwingungen in Strom gewandelt würden."
Fabian Mohr
Gestern Lissabon als Urlauber, morgen München als Vortragender und Sonntag in Frankfurt ein wenig plaudern. Nächste Woche wird hoffentlich ruhiger. Wer mich unterwegs auf ein Bier oder zwei überreden will: --> Mail.
Daily Ivy über Asterix, der, wie wir Fans wissen, schon lange tot ist, den Herr Uderzo jedoch nicht in Frieden ruhen lässt, sondern ihn immer wieder zur zombiehaften Wiederkehr zwingt.
... der frisst auch kleine Kinder der liest auch:
Wow! Genau darauf habe ich immer gewartet: Compareblogs erstellt kollaborative Lesefilter anhand von Bloglines-Subscribtions. Momentan ist das natürlich noch nicht so supersexy, da sehr wenige (und kaum deutsche) Blogs in der Datenbank sind, aber das kann man ja ändern: Hier geht's zur Anmeldung. Bedingung: mindestens 50 Abonennten bei Bloglines. Denn mal los.
Nachtrag: Gern geschehen
Herr Weinberger (ja, genau der hier) kämpft mit Powerpoint.
Nein, Johnny, nicht du trägst die Schuld, sondern ich. Weil ich nicht zählen kann. Auf der Blogtour haben wir stets auf strikten Parteienproporz geachtet und alle im Bundestag vertretenen Gruppierungen gleichermaßen bedacht. Eigentlich. Meinten wir. Eine Kontrollzählung der Einträge ergab nun jedoch, dass wir über die CDU genau einmal häufiger berichtet haben, als über die anderen. Das dürfte zweifellos die entscheidende Ursache für das knappe Prozent mehr an Wählerstimmen gewesen sein, welches die Christdemokraten eingefahren haben. Tschuldigung.
Sollten die gemunkelten 25 Millionen Dollar, die AOL für Weblogs Inc. hingelegt haben soll, ihr Zuhause in der Realität haben, dann ist jede Inbound-Linkquelle eines Blogs präzise 564 Dollar und 64 Cent wert, hat TNL.net ausgerechnet.
Mein kleines Blog hätte somit einen Wert von schlappen 178.990,88 US-Bucks. Ein Schnäppchen quasi. Kaufabsichten äußern Sie bitte in den Kommentaren :-)
Aus der Reihe: Was man nicht alles tut, um sich davon abzulenken, dass man eigentlich arbeiten müsste =8-]
(cc)
Shining ist in Wirklichkeit eine romantische Komödie für die ganze Familie, wie dieser Trailer (QT) endlich klarstellt. Remix rulez!
Stromberg :-)
"So geh ich an Frauen ran, wie Waschmittelreklame, nur eben für mich."
"Das ist das Risiko, wenn du der einzige Lockere bist unter all den Nazis."
Wo bitte kann ich das kaufen?
SpOn hat die letzten niedergeschriebenen Worte von Peter Glotz:
Die deutsche Politik ist so lieblos polemisch, wie man sich die rumänische Publizistik langweilig vorstellt. So dick überwürzt wie die kroatisch-montenegrinische Küche, so exaltiert erdverbunden wie die Romane von Gisela Elsner oder Juli Zeh und so langweilig wie... bei uns in der Familie sagte man dazu: "wie toter Friseur".
Danke.
Was macht eigentlich ein flüchtiger Hochstapler, Betrüger und Domaindieb in seiner Spam-Klitsche in Mexiko, nachdem seine obskure Tauschbörse in die ewigen P2P-Jagdgründe abgereist ist?
Ganz einfach: er trollt in der Wikipedia herum, ändert kurzerhand seine Biographie, die seines Gegenspielers und außerdem noch dieses und jenes. Und dabei gibt er sich noch nicht einmal Mühe, seine Identität zu verschleiern.
Der Mann muss wirklich Langeweile haben.
