Das kommt davon, wenn man ne dicke Lippe riskiert.
... du dich auf der Suche nach sinnfreien Fakten für einen flockigen Texteinstieg durch den Wikipedia-Artikel zum entsprechenden Thema klickst und erstmal 30 Minuten damit verbringst, den dortigen Text sprachlich zu verbessern.
Test, Test. Na also, klappt doch. Diesen Eintraq verfasse ich über eine lustige Kombination aus PDA sowie einem GPRS-, und Bluetooth-fähigem Quatschgerät. Zwar ohne Fotos, aber Bilder werden sowieso maßlos überschätzt. Die werden sich eh nicht durchsetzen.
Frisch aus der Blogpresse: Mercedes Bunz, unser aller Lieblings-Philosophie-Doktorandin (oder hat sie mittlerweile schon den Hut?) und ehemalige De:Bug-Chefredakteuse, bloggt jetzt auf Existenzielles Besserwissen. Um mal ein wenig zu kanteln: Allerschärfstes Willkommen!
An dieser Stelle geht mein Dank an den mir unbekannten Nachbarn, der mir seit geraumer Zeit freundlicherweise ein Backup für meinen Internetzugang bereit stellt. Falls mein DSL mal ein wenig zickt, verbinde ich mich seitdem einfach mit der kostenlosen und unverschlüsselten Datenwolke (phantasievolle SSID: WLAN), die überall in meiner Wohnung problemlos zu empfangen ist. Falls also deine Leitung, lieber unbekannter Nachbar, ab und an ein wenig langsam sein sollte, könnte das unter Umständen an meinen Downloads liegen. Aber dafür hast du sicher Verständnis, gell? Sonst hättest du das Teil schließlich verschlüsselt.
Wo ist Harald Schmidt? Hier (schmidt.de) ist er schon lange ausgezogen, hier (harald-schmidt.de) findet man nur einen Seiteneingang zu der selben Geisterstadt, hier (haraldschmidt.de) war er noch nie zu finden. Und endlich: Hier (daserste.de/haraldschmidt) soll er wohl sein. Aber so richtig eingezogen ist er dort auch noch nicht. Randbemerkung: Die ersten beiden der genannten Domains gehören laut Denic nach wie vor SAT1.
Wenn Handwerker im Haus sind, erkennt man das daran, dass sämtliche Hausfrauen der Nachbarwohnungen stundenlang im Hausflur stehen und ihr Mundwerk auf Dauerfeuer stellen. Daher kommt, glaub ich, die Redensart "aus dem Häusschen".
Wenn Handwerker ein digitales TV-Kabel verlegen, unterhalten sie sich a) über Etagengrenzen hinweg per Zuruf durch den Kabelschacht, b) stets in einer fremden Mundart (Schwäbisch? Hessisch?).
Nachtrag: If { Organ ≤ 98 Dezibel } then Person ≠ Handwerker.
Falls Handwerker im Haus sind, probieren sie sämtliche ihrer unterschiedlichen aber allesamt Lärm und Vibrationnen erzeugenden Werkzeuge bis 9:00 Uhr mindestens einmal aus. Danach machen sie Frühstückspause.
Letzte Woche der Focus, diese Woche der Spiegel: An Einstein kommt man 2005 kaum vorbei. Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik hat jetzt für alle, die sich beim Relativitätstheorie-Partysmalltalk bisher unauffällig Richtung Buffet abgeseilt haben, einen kleinen Crashkurs ins Netz gestellt: Einstein-Online.info. Angenehm frei von Flash- und anderen so genannten Multimedia-Elementen. Info pur. In verdauliche Häppchen verpackt. Fein das.
Ja. Ich hatte auch so meine Befürchtungen, als ich erfuhr, die Debug würde künftig in Form eines Magazins und nicht mehr als extravagante Monatszeitung (Deutschlands einzige?) daher kommen. Ach, paperlapapp; das Alte geht, das Neue kommt. Immer noch für deutsche Zeitschriftsverhältnisse erstaunlich lange Textstrecken, immer noch ein Layout, das nach vorne schaut, und immer noch wird sich der für meinen Bezirk zuständige Postbote lustige Falttechniken ausdenken müssen, um das Teil in meinen Briefkasten zu bugsieren. Denn: Klein ist anders. Schade allerdings, dass ein guter(!) Teil der Stammredaktion nun nicht mehr dabei ist.
Trotzdem und dennoch: Herzlich willkommen im Jahre 2005. Und weil wir gerade so sentimantal sind: Einen meiner frühesten schreiberischen Schreibversuche findet man natürlich im Debug-Artikel-Archiv: Die Weihnachtsgeschichte `99. Oder so. (By the way: Die Telefonnummer tuts mittlerweile nicht mehr, und die Telefonzelle steht auch nicht mehr da. Es ist halt ein historischer Artikel. (By the way 2: Boah, hab ich damals mies geschrieben...))
Neu ist gut.
Wenn ich im beinahe noch neuen Jahr in einem Café einen Espresso und ein Mineralwasser bestelle, werde ich künftig meine Zeitungslektüre mindestens so lange unterbrechen, bis ich sicher bin, dass ich den Inhalt des Zuckerstreuers und nicht den der Mineralwasserflasche in die Espressotasse fülle. Ganz bestimmt. Das werde ich.
Blogs leben im Grenzgebiet zwischen Kommunikation und Publikation. Dies ist eine bislang weitgehend unerforschte und gerade erst frisch erschlossene Region; und genau deshalb entziehen sich die Siedler und ihre merkwürdigen Werkzeuge so erfolgreich einer vergleichenden Definition. Ihr Wohngebiet grenzt westlich an den Dialog, östlich an die Massenpublikation, schließ nördlich ans Ich an und südlich an die Welt. Da dieses Fleckchen Grauzone bisher noch nicht kartografiert wurde, versuchen Berichterstatter häufig, die Blog-Gefilde anhand ihrer Nachbarländer zu beschreiben. Das ist natürlich weder wissenschaftlich noch journalistisch sauber. Vielleicht sollten wir also die Analogien besser irgendwo liegen lassen? Zumindest für heute?
Die typische Was-soll-so-toll-daran-sein-Reaktion bei der Betrachtung eines x-beliebigen Blogs beruht auf einem Wahrnehmungsfehler, der tief im menschlichen Denken verwurzelt ist: Um etwas neues zu verstehen, neigen wir dazu, es mit Bestehendem zu vergleichen. Autos sind pferdelose Kutschen. Handys sind Telefone zum mitnehmen. Blogs sind kleine Internet-Publikationen. Dieser komparierende Erkenntnismechanismus ist im ersten Moment sicherlich hilfreich, er hindert unseren Verstand aber oft genug, das große Bild zu sehen, zu begreifen, wie eine auf den ersten Blick kleine Neuerung, ein komplettes System verändern kann.
Der durch einen Explosionsmotor angetriebene "pferdelose Wagen" hat innerhalb von rund 100 Jahren unsere Welt nachhaltig umgeformt. Er gab uns Mobilität und Stillstand im Stau, Individualtourismus und Landschaftszerstörung. Angeblich hängt an der Automobilindustrie in Deutschland jeder siebte Arbeitsplatz und ein Viertel der staatlichen Steuereinnahmen . Ob unsere Abhängigkeit vom Rohöl oder die Zersiedelung durch die Möglichkeit des Berufspendelns: So anschaulich und richtig die Definition "Kutsche ohne Pferde" vor hundert Jahren gewesen sein mochte, so wenig trifft sie den Kern des Phänomens.
Blogs stellen etliche metaphorische Fallen auf, in die man blind hereintappsen kann. Sie sind chronologisch gegliederte Journale also liegt es nahe, sie mit Tagebüchern zu vergleichen. Sie enthalten oft News und Klatsch, also bietet sich das Gleichsetzen mit Web-Magazinen an. Nur eben kleiner. Mini-Journale? Mikro-Journalismus? Das Problem an all diesen Analogien: Es sind Analogien. Sie sind auf den ersten Blick zutreffend, beschreiben aber nur einen kleinen Teil der Wahrheit. Selbst ein Online-Tagebuch, das von Zahnarztbesuchen und Katzengeschichten handelt, ist etwas grundlegend anderes, als ein Diarium aus Papier.
Ein Blogger, der seine Gedanken zu Politik und Wirtschaft in die Welt entlässt, hat im Normalfall nicht die geringste Intention, sich in Konkurrenz mit einem Zeit-Kolumnisten zu begeben. Er will einfach nur bloggen. Die Gleichsetzung mit Profi-Kollegen kommt – lustigerweise – oft genug von eben diesen; normalerweise gefolgt von der Erkenntnis, dass Blogger eben keine Profis sind – obwohl diese das nie behauptet hatten. Eigentlich amüsant.
Wer in der Metaphernfalle sitzt, kann nur enttäuscht werden: Das soll Online-Journalismus sein? Das ist doch ein Tagebuch! (Das klappt auch andersrum.)
Das Fatale an dieser Gleichsetzerei: Sie verstellt den Blick auf das Gesamtsystem. Sie beschreibt das Auto, aber nicht den Verkehr; nicht die Strukturen, die sich aus einer Innovation heraus gebildet haben oder noch bilden werden. Jedes Weblog ist nur Teil eines Ganzen. Wer dieses Phänomen begreifen will, darf seinen Blick nicht auf einen einzelnen Vertreter konzentrieren. Blogs sind Kommunikationswerkzeuge innerhalb eines Netzes. Wer Blogs verstehen will, muss sich die Mühe machen, die mentale Linse in den Weitwinkelbereich zu zoomen um das gesamte Bild zu betrachten -- oder zumindest einen größeren Teil davon.
(Zeile 1090 bis 1195 eines nie geschriebenen Buches.)
Und weil es irgendwie passt und ich gerade Marshall McLuhan lese, hier ein kleines Zitat von ihm: "Das Telefon wurde zunächst als Kommunikationsform in großen Wohnhäusern genutzt, um das Personal zu rufen. Aber es ist immer so: Jedes Medium wird zuerst einmal in der Funktion eines alten Mediums eingesetzt. (...) Zuerst erfüllt es eine alte Aufgabe."
... erzählt euch heute Paranews.
So. Über das weiter unten beschriebene Sicherheitsproblem bei GMX hab ich nun einen kleinen Beitrag im Heise-Newsticker verfasst. Der Grund für die Verzögerung: GMX brauchte verhältnismäßig lange für eine Stellungnahme. Ich hatte bei den Telefonaten allerdings den Eindruck, dass man das Problem dort mittlerweile durchaus ernst nimmt. Und: Wichtiger als ein promptes Statement für die Presse ist es schließlich, ein potenzielles Sicherheitsrisiko zu beheben.
An dieser Stelle geht mein Dank an alle Leser dieses Blogs, die mir mit Kommentaren, Mails und natürlich Links geholfen haben, die Story weiter zu verfolgen. Die deutsche Blogosphäre erwacht langsam zum Leben. Feine Sache das :-)
Nachtrag: Und hier mal wieder ein hübsches Beispiel zur Suchmaschinen-Power von Blogs: Eine Google-Suche nach GMX Imap listet den passenden Eintrag in meinem Blog auf einem nahezu schwindelerregend hohen Platz. Bei Yahoo ist er sogar der Toptreffer. Beinahe erschröcklich.
Nachtrag 2: Das scheint wohl ein Volltreffer gewesen zu sein. Im Heise-Forum sammeln sich mittlerweile die Ist-mir-auch-passiert-Postings. Zum Beispiel hier.
Nachtrag 3: Gerade schrieb mir der vom Imap-Problem betroffene Jürgen W. diese Email: "Ich habe Ihren Artikel zum Thema bei Heise gelesen. GMX anscheinend auch und hat sich mittlerweile per Mail bei mir entschuldigt und als Ausgleich für den entstandenen Ärger eine Gutschrift für 6 Monate angeboten. Bleibt zu hoffen, das GMX den Fehler tatsächlich gefunden und behoben hat."
Dazu passend: Announcing the Apple iProduct.
Eigentlich wollte ich dieses Erlebnis ja als Meldung bei Heise-Online bringen. (Update: Dort steht es mittlerweile auch). Dann halt zunächt als Blog-Posting: Bei GMX ist der Wurm drin! Aber was für einer! Vor ca. zwei Stunden spielte ich ein wenig an meinem PocketPC herum und stellte spaßeshalber den Email-Empfang von POP auf IMAP um. Beim nächsten Abruf tröpfelten mir 64 Mails auf das Kistchen. Das Dumme daran: Es waren nicht meine! Sie gehörten allesamt einem Jürgen W. aus O. Etliche Werbemails, aber auch ein paar durchaus vertrauliche Meldungen, beispielsweise von Ebay oder ein Username/Passwort-Recovery bei einem Telekommunikationsunternehmen.
Kennt Ihr den Zustand, in dem man minutenlang nur aus einem fleischgewordenen "Häh?" besteht? Ich habe fünfmal alles nachgecheckt: mein Username, mein Passwort, aber fremde Mails. Absolut unglaublich. Testweise schickte ich von einem anonymen Webmail-Account eine Mail an Herrn W. (dessen Email-Adresse ich ja aus den Headern kannte). Ergebnis: drei Sekunden später traf die Nachricht auf meinem Kistchen ein. Ich hatte tatsächlich Realtime-Zugriff auf einen Kommunikationskanal eines mir fremden Menschen. Spooky!
Anruf bei GMX: [Warteschleife... Warteschleife... Warteschleife...] Ich berichte, mir schlägt Unglauben entgegen. Ich berichte erneut, lese die fremden Mails vor, mache klar, dass es sich um keinen Scherzanruf handelt. Man hängt mich wieder in die Warteschleife und gleicht in der Zeit offenbar die von mir rezitierten Betreffzeilen mit dem Inhalt des Postfaches von Herrn W. ab. Danach glauben sie mir (O-Ton: "Mein Kollege ist fast vom Stuhl gefallen") und versprechen, mit "höchster Priorität" an die Beseitigung des Fehlers zu gehen. Na mal schauen...
Kurzes Googeln und ich finde die Telefonnummer von Herrn W. aus O. Der gute Mann ist natürlich überhaupt nicht begeistert von der Vorstellung, ich könne seine Post lesen. Ganz norddeutsch behält er allerdings die Ruhe und bedankt sich für die Informationen.
Weiter experimentieren: Ich schicke eine Mail aus dem PocketPC an mich selbst. Per POP hole ich sie auf mein Notebook. Kein Problem. Kurz darauf meldet sich Herr W. bei mir und erzählt, er habe meine Nachricht in seinem Ordner "Gesendete Objekte" entdeckt.
Rekapitulieren: Mein Pocket PC liest also Mails, die für Jürgen W. bestimmt sind, zum Ausgleich liest Herr W. die Mails, die ich verschicke. Haaalllooo GMX! Jemand zu Hause? Schon mal was von Briefgeheimnis gehört?
Gerade habe ich erneut bei GMX angerufen. Dort hatte man meine erste Fehlermeldung zwar aufgenommen, aber wohl nicht weitergeleitet ("Verstehe ich auch nicht, warum der Kollege das nicht gemacht hat"). Tolle Wurst. Zur Untermauerung schickte ich noch einen Screenshot der Mails. (Das mal zum Thema "höchste Priorität".)
Da fehlen mir glatt die Vokabeln. In meinem Postfach schlummern einige tausend Mails der letzten Monate. Darunter ausgesprochen diskrete Nachrichten aus meiner journalistischen Arbeit. Die Vorstellung, dass dererlei "Fehlschaltungen" bei einem der größten deutschen Mail-Dienstleister einfach so passieren können, ist alles andere als beruhigend.
Nachtrag: Die Geschichte, die Anker erlebte, wirft die Möglichkeit auf, dass es sich unter Umständen hier nicht nur um einen Einzelfall handeln könnte (Hach, wie vorsichtig formuliert). Ich werde der Sache nachgehen. Falls ihr in der Vergangenheit merkwürdige Erlebnisse mit euren GMX-Accounts hattet, bitte in den Kommentaren melden oder mail an: mario (ät) sixtus (pünkt) org. Danke.

Alias, Season 4, Episodes 1 + 2, 320 x 180 Px., 170 MB, 34 FpS, Stereosound, konvertiert mit Pocket DivX Encoder. Frei von Ruckeln, Zuckeln und Artefakten. Gestochen scharf, nur das Display spiegelt ein wenig.
The Future is now!
Warum dieses kleine Bog mit 280 Verweisen in 130 Quellen nicht präzise auf Platz 33 der Top 100 steht, weiß nur Herr Lumma allein. Phh! Dann halt nicht.
Erinnert sich noch jemand an den Jahreswechsel 1999/2000? Die Vorhersagen (oder soll ich Prophezeiungen sagen) über "das Ende der Welt, wie wir sie kennen"? Herunterfallende Flugzeuge, durchschmorende Kernkraftwerke, amoklaufende Colaautomaten wurden uns angedroht. Einige, sonst durchaus vernünftige Zeitgenossen deckten sich mit Bergen von Konserven und Palletten voller Mineralwasser ein. Sogar ein Kochbuch zur Katastrophe, das uns erklären wollte, wie man die tollsten Gerichte aus Trockennahrung zaubert, purzelte auf den Markt.
War das alles nur Panikmache? Verschwörung? Übergroße Vorsicht? Oder hat gerade die Angst vor dem Untergang -- und die daraufhin erfolgten Milliardeninvestitionen -- eben diesen Untergang verhindert?
Fünf Jahre später hat sich American RadioWorks des Themas angenommen und liefert in einem Dreiteiler verblüffende Einsichten zu Hintergründen der ausgefallenen Katastrophe. Die Sendungen stehen als Real-Stream oder als Lesefutter zur Verfügung.
Via /.
Scheitern schmeckt nicht gut. Erfolg ist natürlich wesentlich leckerer. Trotzdem oder deshalb: Wenn irgendetwas realistisch keine Aussicht auf Erfolg hat, sollte man wohl besser die Reißleine ziehen und den Teller voll versalztem Scheitern auslöffeln, als weiter vom schmackhaften Erfolgs-Büffet zu träumen und dabei sehenden Auges in eine Katastrophe zu schliddern.
Ich schreibe das hier, um mir künftig eine Menge Einzelerklärungen zu ersparen: Gerade hab ich den Verlag darüber informiert, dass es dieses Buch nicht geben wird. Punkt.
Der eine oder die andere von euch wussten ja, dass ich an einem Buch über die Blogosphäre arbeite. Genauer: Arbeitete. Gerade hab ich die Brocken hingeschmissen. Schluss, aus, vorbei. Scherbenhaufen statt Manuskript.
Der Grund ist so simpel wie alltäglich: Mir fehlt die Zeit, weil mir das Geld fehlt. Ich habe zwar meinen Dezember-Urlaub größtenteils an der Tastatur verbracht und bin tatsächlich ein hübsches Stück vorangekommen, von den vereinbarten 400.000 Zeichen bin ich aber noch einige Lichtjahre entfernt. Weitere Kreativ-Monate übersteigen nun aber dummerweise meine finanziellen Reserven. Ab sofort muss wieder Geld verdient werden. Ganz banal. It's that simple.
Klar, ich könnte die Später-Abend-und-Wochenend-Schreiberei nutzen, um mit dem Ding zurande zu kommen, aber ehrlich gesagt: Dann wäre erst recht kein Ende in Sicht. Die Bloggerei ist in dieser Form ein Phänomen genau dieser Zeit. Ein Buch auf dem qualitativen Niveau, wie ich es angestrebt hatte, existiert im deutschsprachigen Raum zwar noch nicht, aber es müsste eben sehr bald erscheinen und nicht erst 2007. Und ich schreibe lieber ein gutes Buch nicht, als -- aus Zeitmangel -- ein schlechtes.
Daher: Lieber eine Ende mit Frust, als Frust ohne Ende. Vielleicht schafft es in Deutschland ja irgendjemand außer mir, das Thema endlich mal anständig zwischen zwei Buchdeckel zu pressen. Würde mich freuen.
Ich kapituliere. Weiße Fahne. Herr Sixtus gibt auf. Sorry. Und: Danke im Voraus, dass ihr mich nicht weiter auf dieses Thema ansprecht. Sehr taktvoll.
Wünsche allseits gut gerutscht zu sein!
Das Jahr fängt ja gut an: Kaum nehm ich mir ein paar blogfreie Wochen, muss ich nach meiner Rückkehr feststellen, dass sich auch in diesem kleinen Blog unser aller Freund Casino-Jack als Kommentarspammer betätigt hat. Über 500 seiner Haufen musste ich aufwischen. Mögen ihm in diesem Jahr alle Zähne ausfallen. Bis auf einen. Und der soll schmerzhaft faulen. Ganz langsam.
Als Konsequenz hab ich die Kommentare nun mit Pepis pMachine-Captcha gesichert. Wer seinen Senf hier hinterlassen will, muss künftig also zunächst durch das Abtippen einer zweistelligen Zahl beweisen, dass er zumindest ein wenig menschlicher ist, als ein Spam-Bot. Sorry für die kleine Unannehmlichkeit, aber geht nicht anders.
Ansonsten natürlich: Ein frohes 2005 und alles, was ihr euch wünscht.
