Wie wäre es mit einem kurzfristig anberaumten Bloggertreffen am 7. Oktober im Stuttgarter Amtsgericht? Wer ist dabei? (Hintergründe)
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Bin ich eigentlich der einzige im BitTorrent-Netz, der permanent dreimal so viel up- wie downstreamed? Wenn das so weiter geht, sollte ich bei meinem DSL-Anschluss die Rauf- und Runter-Bandbreiten miteinander vertauschen ;-) Oder wie Geordi La Forge sagen würde: "Wir sollten die Polarität umkehren, dann müsste es klappen..."
Da hat es ein kleiner, gut abgehangener Text von mir, doch glatt zwischen zwei Buchdeckel geschafft. Ich hab zwar keine Ahnung, ob, und wenn ja wie der Artikel in diesen Kontext passt, aber vielleicht hat ihm ja die Tatsache geholfen, dass er bei einer Google-Suche nach "Barbaren" als vierter Treffer erscheint. Man weiß es nicht...;-)
Trotzdem schön.
... was ein "Abmahnkönig" (Anführungszeichen, weil ich mich selbst zitiere. Ich bin ein wenig vorsichtig geworden) unternimmt, wenn er seinen (wenn auch verstümmmelten) Namen in einem Artikel liest.
Richtig geraten.
Ansonsten halt ich mal meine Klappe. Nur soviel: Das ZDF ist auf meiner Seite und einmal mehr weiß ich, warum ich Gebühren zahle.
Bestätigung: Auch Bryce Zabel hat es mittlerweile kapiert und schreibt über Das Ende des Fernsehens, wie wir es kennen (LA Times --> bugmenot)
Trend: Eine neue Studie (PDF) besagt, für 45,6 Prozent der US-Amerikaner zwischen 18 und 54 Jahren ist das Internet inzwischen das Alpha-Medium. TV folgt auf Rang zwei mit 34,6 Prozent. Terry Heaton fasst die Ergebnisse zusammen.
BlogTV: Chuck Olsen präsentiert ein kurzes Video (QT 12 MB) über die Geschichte der Blogs.
... sagt euch heute der Journalist Andrew Sullivan:
"The dirty little secret of journalism is that it isn't really a profession. It's a craft. All you need is a telephone and a conscience, and you're all set. You get better at it merely by doing it—which is why fancy journalism schools are, to my mind, such a waste of time."
Quelle: TIME Magazine
Vielen Dank an die Berner Gazette für den Hinweis auf obiges, wunderhübsches Zeitdokument. (Hier in voller Größe.) Bildunterschrift:
"Wissenschaftler Der RAND Corporation haben dieses Modell eines "Heimcomputers" konstruiert, der im Jahre 2004 so aussehen könnte. Jedoch wird die benötigte Technologie für den Durchschnitshaushalt ökonomisch nicht sinnvoll sein. Die Wissenschaftler räumen ebenfalls ein, dass der Computer für seine Arbeit Technologien benötigt, die bisher noch nicht erfunden wurden, aber es wird erwartet dass in 50 Jahren der wissenschaftliche Fortschritt diese Probleme gelöst haben wird. Mit einem Schreibmaschinen-Interface und der Programmiersprache Fortran, wird der Computer sehr einfach zu bedienen sein."
Wie sagt der Kollege Siggi Becker immer wieder gerne: "Bei exponentiellen Entwicklungen wird die nahe Zukunft überschätzt und die ferne Zukunft unterschätzt."
Update: Das Bild scheint wohl eine Montage zu sein. Näheres in den Kommentaren, oder direkt hier. Ein Zeitdokument ist es trotzdem. Dann eben für Spökes im Internet, dessen rasante Verbreitung und blitzschnelle Entlarvung. Auch schön.
Selten eine Meldung mit komplett herunter geklapptem Unterkiefer gelesen: Diese Rechtsanwaltskanzlei eines Herrn mit adligem Namen dürfte jedem in Deutschland ein Begriff sein, der sich schon etwas länger mit IT beschäftigt. Die Freaks im Heise-Forum lassen gerade die Sektkorken knallen. Dass der Herr nicht ganz koscher ist und dass sein Sozius namens Syndikus merkwürdige Geschäfte tätigt, war mir schon länger klar. Aber diese Größenordnung? Mir bleibt die Spucke weg.
Update 1: Hier der Filmbeitrag der Tagesschau von 17:00 Uhr, inklusive Statement von c't-Redakteur Holger Bleich. Und für alle Sensationsgeilen: Syndikus in Handschellen(!)
Update 1a: der Tagesschau-Bericht von 20:00 Uhr war minimal ergiebiger.
Update 2: Der Tagesspiegel weiß ein wenig mehr:
Einem Hacker gelang es, unbemerkt in das Computersystem einzudringen. Der junge Mann soll verärgert über Aktivitäten der Kanzlei gewesen sein, heißt es.
Das wäre dann wohl die berühmte Selbstreinigungskraft des Netzes ;-)
Update 3: Jens Ohlig weiß noch ein wenig mehr. Demnach beschränkte sich der "Hack" auf das Eintippen der URL http://www.ftp-welt.com/include.php?file=/etc/passwd Das mal zum Thema Serversicherheit.
Update 4: Im Usenet werden sie mittlerweile schon sentimental:
Ein Jubelschrei geht durch die Eselszene. Der dunkle Lord tritt ab. Hoffentlich folgt der Imperator. Ich hab den Glauben an den Rechtsstaat fast verloren *schnüff*. Gott, ich bin so verdammt glücklich, ich könnte heulen.
Während im deutschen Bloggerdorf noch an der Diskussionskultur gefeilt wird, machen sich Blogger im Land der begrenzten Unmöglichkeiten daran, einen gestandenen Nachrichtenmann aus seinem Sessel zu kegeln. Darüber wollte ich eigentlich seit Tagen einen längeren Blogeintrag schreiben, aber man kommt ja zu nichts™. Heute hat die Schweizer Weltwoche mir die Arbeit abgenommen und die bisherigen Ereignisse ausführlich zusammengefasst. Besser hätt ichs auch nicht machen können. War ich halt zu lahm.
Für alle, die sich lieber durch die Originalblogs klicken, hat Hypergene eine Linkliste bereitgestellt: Teil 1, Teil 2. Und hier ist das Blog zum Thema.
Ich lach mich schlapp. Da brummelt ein großer Buzz durch die Blogosphäre. Grund: Dieses Blättchen füllt täglich eine Seite mit Zitaten aus deutschen Weblogs. Dass daraufhin dutzende Blogger in ein hysterisches Geblubber verfallen ist die eine Sache. So ist das halt. Dass dann aber die österreichische Computerwoche aus einer Seite plötzlich eine ganze Publikation macht, ist etwas anderes und wirklich köstlich. Überschrift: Erste Bloggger-Tageszeitung erschienen. (Doch: Bloggger mit drei "g"!) Zitat:
Die Handelsblatt-Gruppe startete gestern in Frankfurt mit der ersten Tageszeitung, die sich völlig aus Internet-Kommentaren zusammensetzt und den Leser binnen 20 Minuten über alle relevanten Geschehnisse ins Bild setzen soll. Die Information von „News“ kommen scheibchenweise aus den großen deutschen WeBlog-Portalen, wo sich Durchschnittsbürger über die News des Tages Gedanken machen.
Liebe Kollegen: schlecht abgeschrieben ist auch abgeschrieben, nur schlechter.
Zum Glück bist du ja ein Weblog und kein Tagebuch, denn Tagebuch schreiben macht krank, hat die Wissenschaft festgestellt. Muss also stimmen. Wärst du ein Tagebuch, hätte ich erhöhte Chancen, an Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Verdauungsstörungen und sozialer Unverträglichkeit zu leiden. Tu ich aber nicht. Liebes Tagebuch, danke, dass du kein Tagebuch bist.
Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, wo die Nutzer eurer Seiten wirklich hinschauen, was sie lesen und was sie überfliegen, wie lange sie auf Text-Anzeigen stieren (sieben Sekunden) und wie lange auf grafische Werbung (1,6 Sekunden), ob man Zusammenfassungen (Blurbs) einem Text voranstellen sollte (oder nicht) und wie sich die Schriftgröße auf das Leseverhalten auswirkt (kleine Schrift wird eher gelesen, große überflogen), dann ist die Studie Eyetrack III absolute Pflichtlektüre für euch. Da steckt Kanonenfutter für Konzeptmeetings und Kundengespräche drin, das für die nächsten paar dutzend Projekte ausreichen sollte.
Update: Dann gäbe es auch noch ein kleines Frage-und-Antwort-Spiel mit dem Projektleiter der Studie.
In der Oktober-Ausgabe der De:Bug wird sich ein kleiner Aufsatz (14.000 Zeichen) von mir finden, der das Ende des TV als Broadcasting-Medium herauf beschwört. Kernthese: die Generation on Demand™, für die das Netz bereits jetzt das Alpha-Medium ist, wird sich in Zukunft um Sendeschemata und Planungen der Programmdirektoren (by the way: aussterbender Beruf) einen trockenen Kehricht scheren. Die Kids glotzen einfach was sie wollen, wann sie wollen und wo sie wollen. Und: aller Wahrscheinlichkeit nach bleiben sie keine Kids. Die Marke eines Senders, die heute noch bares Geld wert ist, dürfte künftig dem Niveau eines defekten iPod auf Ebay entgegenstreben. Technologien wie PVR, P2P und Broadcatching machens möglich. (Siehe z.B. Torrentocratcy.)
Ein paar Tage nach Abgabe des Manunskriptes, entdecke ich dann diesen schönen Artikel von Mary McNamara, die sich ähnliche Gedanken gemacht hat und zu einem vergleichbaren Schluss kommt. "Will Mass Media become a Memory?", fragt sie. Und das ist wahrscheinlich der größte Unterschied in der Tendenz der beiden Artikel: Ich habe auf das Fragezeichen verzichtet.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich in diesem Kontext Urheberschutz für den Satz "Die Entgleichzeitigung der Welt" beanspruche? Wenn ich mal groß und stark bin, schreibe ich eine Buchserie zu diesem Thema und trete im philosophischen Quartett auf. Jawoll ;-)
Terry Heatons POMO Blog ist immer wieder einen Ausflug wert. So auch heute. In diesem feinen Essay zieht Terry eine Linie von Star Trek über AOL (hübsch: "Internet mit Stützrädern"), Portal-Websites, hierarchischem Denken (und dessen Nichtanwendbarkeit auf die Webwelt), schlägt einen kurzen Schlenker zu Google und landet schließlich bei RSS. Ganz großes Tennis. Sollte eine Pflichtlektüre für Web-Agenturen werden - und für deren Kunden.
Die Jungs vom Register haben mal wieder etwas hübsches entdeckt: Ein kleines Startup aus Frankreich arbeitet daran, nahezu jede glatte Oberfläche in ein Tastenfeld zu verwandeln. Einmal kalibriert, erkennt die Software anhand des Klanges, wo genau hingeklopft wird und was damit gemeint ist. Linke Tischecke: Glotze einschalten, rechte Ecke: einen Kanal hoch, Mitte: einen Kanal runter zappen. Hier ist ein Video (WMV, 1,4 MB). Für diese lustige Idee gab es jetzt erstmal zwei Millionen Euro Risikokapital. Mal weiter beobachten.
