"Kommt es mir nur so vor oder erscheinen Bilder wie dieses nicht in den Nachrichten", fragt der Poster des obigen Schnappschusses.
Keine Ahnung. Aber die Möglichkeit der zeitnahen Bildberichterstattung per Foto-Handy wird derzeit bei den Protesten gegen den Parteitag der Republikaner auf beeindruckende Weise demonstriert. Hier einige kollektive Moblogs:
Nachdem noch nicht mal Herr Becker eine eindeutige Antwort parat hatte, können mir jetzt wohl nur noch Blogleser weiter helfen. Was ist im Deutschen die beste, kürzeste, eindeutigste Entsprechung von "Tipping Point"? Danke im Voraus.
Wetten, dass Hilmar Schmundt für den Spiegel demnächst etwas über Open Spectrum schreiben wird? Zumindest deuten die Spuren seiner Recherche darauf hin. Falls mich nochmal jemand fragen sollte: Ja. Blogs verändern den Journalismus. Und wenn die potenziellen Informanten Blogger sind, dann erst recht ;-)
Bereits gestern zerpflückte Rob Rosenberger genüsslich diese hysterische Meldung einer russischen News-Seite, welche lautstark vor einem angeblich bevorstehenden "Computer-Djihad" und einem "Zusammenbruch des Internets" warnte. Aber der gute Rob ist offenbar ein Rufer in der Wüste. Heute schrieben der Inquirer und die eWeek die besagte "Newsmeldung" fleißig ab. Auf diese Artikel linkte wiederum - genauso unkritisch - Slashdot. Inzwischen ist das Getröte auch in .de angekommen: Silicon.de berichtet über die angeblichen Warnungen aus dem Hause Kaspersky - wenn auch mit leicht distanziertem Unterton. Jetzt braucht man sich eigentlich nur noch zurückzulehnen und kann zuschauen, wie das Stille-Post-Spiel weitergeht. Ich nehme noch Wetten an, wann wir darüber in der Netzeitung lesen werden. Fast wie Kino. Wo ist das Popcorn?
Joi Itos äußerst lesenswertes Papier Emergent Democracy liegt nun auch in einer deutschen Übersetzung [PDF] vor. Titel: "Weblogs und Demokratieentwicklung". Die Jungs und Mädels der Ars Electronica haben sich diese Arbeit gemacht und werden den Text auch in ihrem nächsten Jahrbuch veröffentlichen. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Lesebefehl!
Hübsch: SpOn feiert sich selbst und zeigt uns, wie er Anno 1996 über die Monitore flackerte. Süß: Damals gab es sogar ein Gästebuch und im Editorial faselte Uly Foerster etwas von "angepasster Geschwindigkeit auf der Infobahn". So war das damals. Wir hatten ja nichts.
Während die einen noch darüber nachdenken, ob sie nun eine Ich-AG gründen sollen, exportieren die anderen bereits fleißig ihre eigenen Jobs nach Indien und verdienen richtig gut dabei. Globalisierung goes Ein-Mann-Unternehmen.
Das 64bittige Windows ist zwar noch nicht erschienen, einen passender Virus gibt es aber immerhin schon. Ob es bald einen Patch für das Betriebssystem gibt, das es noch nicht gibt, wurde nicht bekannt.
Dan Gilmor hat das Experiment namens "Hyperlocal Online Journalism", das auf der Website GoSkokie durchgeführt wurde, in seinem Buch beschrieben. Jetzt haben die beteiligten Studenten ein Papier (PDF, 1,5 MB) heraus gegeben. Alle sind begeistert. Alles ist toll. Nur die Jungs beim Register wühlen ein wenig tiefer und fragen sich, ob hier vielleicht ein Fall von Entführung durch Außerirdische vorliegen könnte.
... wenn der britische Telegraph seinen Lesern erklärt was ein deutscher Sitzpinkler ist und ferner die Inselbewohner darüber informiert, dass in Teutonia angeblich 1,8 Millionen "WC Ghosts" verkauft wurden.
Hier wurde mitnichten Zaubertrank für Hogwards-Schüler bereitet, sondern leckere Getränke für die Gäste des wahrscheinlich dunkelsten Biergartens der Welt. Ein winzigwenig mehr zu meiner kurzen Polenreise findet sich im Mehrzweckbeutel.
Frau Sixtus und ich fliegen morgen in aller Frühe zur Kurzbesichtigung eines Ortes in den neuen EU-Beitrittsländern. Genauer: nach Polen. Noch genauer: nach Krakau. Ich werde weder mobloggen, noch meine Mails abrufen und ich werde auch nicht an jeder Straßenecke insgeheim nach einem Internet-Café Ausschau halten. Fünf netzfreie Tage. Bin mal auf Risiken und Nebenwirkungen gespannt.

Herr Sixtus im Speicherrausch: Nicht nur mein Postfach dürfte bis auf weiteres schwer zu sprengen sein, auch für den Backup-Bereich hab ich heute diesen kleinen Riesen erstanden. 200 Gigabyte in Design eines Edel-Toasters. Vorsicht! Ich speichere alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.
... Mails löschen.

Plötzlich und unerwartet hat mein Briefkastenbereitstellungsdienstleister diese Nacht beschlossen, mir eine Postkiste von der Größe eines Einfamilienhauses hinzustellen. 10 Gigabyte (!). Mannmannmann. So was hatte ich bis vor kurzem als Festplatte. Who the f*** is Gmail?
Gibt es im deutschsprachigen Raum eigentlich Blogger, die öfter mit Video-Einträgen arbeiten? In welcher Form auch immer? Danke im Voraus für jeden Hinweis.
"Liefern Sie doch bitte einen Text über das Weblog-Phänomen, so dass alle es verstehen", bat mich neulich ein Redakteur. "Klar, kein Problem", sagte ich und freute mich über eine potenzielle Doppelseite in einer renomierten Publikation. Ich und meine große Klappe. Beim Schreiben fällt mir auf, dass ich mich mittlerweile derart vom Was-ist-eigentlich-ein-Weblog-Niveau entfernt habe, dass ich mich mit Bleigewichten behangen erst wieder mühsam dorthin hinabschrauben muss. Das ist nicht gut. Ich sollte weniger über Blogs bloggen. Vielleicht mehr über Fußball oder Stricken. Wer hat eigentlich noch mal gesagt: "Weblogs sind wie Singen unter der Dusche"?
Nein, ich werde nicht meinen alten Duden wieder hervor kramen. Ich werde auch kein Geld mehr umtauschen, wenn ich nach Holland fahre. Ich werde keine Rechnungen in DM schreiben, mich nicht mit einem Akustikkoppler in Compuserve einwählen, ein Telefon mit Wählscheibe anschaffen oder Debatten über Kriegsdienstverweigerung führen. Ich werde weiter im 21ten Jahrhundert leben. Ob das Herrn Aust passt oder nicht.
Don schaut nach, wer sich wohl hinter handystreik.de verbergen könnte und macht leicht beunruhigende Entdeckungen. Die Kollegen des Stern haben sich diese Mühe erspart und dem fragwürdigen Anbieter leckere Gratis-Promotion beschafft.
Dan Gillmors "We the Media" ist endlich erschienen. Als Hardcover und als PDF. Dank Creative Commons-Lizenz ist der Download gratis. Was hab ich gemacht? Das Ding heruntergeladen, ausgedruckt, mit dem Blätterstapel in die Sonne gesetzt, geschmökert und danach das Buch bei Amazon bestellt. Ich glaube, so ist das auch gedacht. Nebenbei: Feines Buch. Finden auch die Jungs bei Slashdot.
Nachtrag: Zumindest die Einleitung gibt es auch schon als Hörbuch (MP3 und OGG).

Als ich geheiratet hab, hab ich meine Frau fairerweise nicht im Unklaren gelassen. So wird der Sixtus gehandhabt und nicht anders.

Heute freuen sich halbnackte Menschen, wenn ich sie zu einem Kaltgetränk einlade. Das war nicht immer so.

Meine erste große Niederlage als Geschäftsmann: Der dicke Mönch gaunerte mir bei einem Pokerspiel meine Namensrechte ab. Was mir blieb, war einzig die Bierverkaufsbude (siehe unten). Immerhin: Ein schlechtes Gewissen hatten die Kapuzenbrüder offenbar, denn seitdem sind sie sehr schweigsam.

Das ist mir ja fast peinlich: Weil ich nach dem Krieg 37mal in Folge den Alpen-Triatlon gewonnen hatte, wurde irgendwann dieser Wettstreit nach mir benannt. Bisher habe ich das noch niemandem gesagt, aber man muss ja auch mal Tabus brechen.
So fing alles an: Eine kleine Bierverkaufsbude in Belgien. Man musste ja was tun. Aber ich hatte damals schon Prinzipien: Um Punkt acht und zwölf Uhr wurde der Verkauf regelmäßig eingestellt. Schließlich bin ich Wertkonservativer. Und Blondinen haben niemals etwas bekommen.
Dass meine erste Marketing-Kampagne seinerzeit gescheitert ist, brauche ich Euch ja nicht mehr zu erzählen. Das Motiv war vielleicht doch ein wenig gewagt.
Einmal im Jahr lud ich früher alle meine Freunde und Bekannten zum Grillen ein. Wir fuhren dann immer auf den Rastplatz Hösel (A3). Im Hintergrund sieht man meinen kleinen bescheidenen Bus. Die Gäste schliefen immer auf dem Rasen. Na ja, Pack halt. Irgendwann fühlte ich mich ausgenutzt und habe die Tradition abgebrochen. Seitdem müssen die Nassauer sich selbst um ihr Abendbrot kümmern. Gut so.
Bei meinen ersten publizistischen Gehversuchen hab ich mich noch sichtlich meines Vornamens geschämt. "Mario, due Salami, Pronto!" klang mir noch in den Ohren. Damals war es noch angesagt, einen deutschen Vornamen zu haben. Die Zeiten waren halt so.
Was viele nicht wissen: Der Grundstein für den unermesslichen Reichtum, der mir meinen extravaganten Lebensstil ermöglicht, beruht auf der Erfindung des Sixtomats. Das Ding fand gerade nach dem Krieg einen reißenden Absatz. Kein Wunder. Waren Sixtomaten unter den Nazis schlicht verboten. Wer mit einem Sixtomat erwischt wurde, dem ging es schlecht.
Ja, ich habe mal Werbung für Herrenoberhemden gemacht. Na und? Ich war jung und ich brauchte das Geld. Der Doktortitel ist mir von den Textern der Werbeagentur verliehen worden. Aber immmerhin: Ich habe mich damals jeden Tag sechsmal verwandelt. Was sollte ich auch machen? Wir hatten ja nichts. Das könnt Ihr Euch ja heute nicht mehr vorstellen.
