Der Herr Sixtus entscheidet sich ja immer erst auf den vorletzten Drücker. So auch diesmal. Ich werde kurzentschlossen doch noch zum BlogTalk 2.0 nach Wien düsen. Ich bin ab Sonntag (04.07) Nachmittag dort und mache mir vor allen Dingen Sorgen, das EM-Finale nicht in adäquater Atmosphäre genießen zu können.
Also: a) Wer von Euch ist auch da? b) Wer will mit mir Fußball kucken?
Update: Hier ist das Wiki zum Talk.
Update 2: Hier das offizielle Konferenz-Video
(Via Thomas N. Burg)
Heute Nacht gegen 01:00 Uhr in Köln Niehl. Irgendwo zwischen Rheinauen und Industriegebiet. Premiere gelungen.
Wer es noch nicht wusste, weiß es jetzt: In Köln steigt heute der erste Undergroundbattle. Ich bitte um zahlreiches Erscheinen. Der Herr Wolff und ich werden als rasende Reporter vor Ort sein und für die einschlägigen Medien berichten. Also: Auf, auf und anmelden. Heute nacht soll es auch angeblich nicht regnen. Bis später.
Update: Erfahre gerade, dass aufgrund der unstabilen Wetterlage der ganze Klumpatsch auf morgen (Sa. 26.6.) verschoben wurde. Dann also bis morgen.
Moritz hat ja bereits eine Analyse des Abends geliefert und auch Herr Patalong hat sich laut Gedanken über Sinn, Zweck und Stellenwert des Grimme Online Awards gemacht. Was mir noch bleibt, ist den Inhalt meiner Digicam auf dieser Seite zu verstreuen. Denn mal los:

Hier wird nicht auf Godot gewartet, sondern auf Jeremy Irons, der zwar später auf dem Podium zugeben wird, mit Computern im Allgemeinen und mit dem Internet im Besonderen aber nun wirklich ganz und überhaupt gar nichts zu tun zu haben, aber was solls. Diese Abneigung gegen die Netzwelt teilt er immerhin mit Barbara Schöneberger und die durfte den Abend sogar moderieren.
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Frau Sixtus steht auf Preisverleihungen. Egal ob Bambi, Oscar oder Felix: Die Vergabezeremonien finden irgendwie immer ihren Weg auf unsere Glotzkiste. Ich vermute es handelt sich um eine Form von Berufskrankheit...
Nun hat Frau Sixtus ja bekanntlich Herrn Sixtus geheiratet und letzterer hat letztens Tage und Nächte mit dem Sichten von Vorschlägen für den Grimme Online Award verbracht. Und weil er das so brav gemacht hat, darf er heute abend bei der Verleihung des GOA auf Schloss Bensberg dabei sein. Und weil Frau Sixtus so brav war, darf sie mitkommen ;-)
Außer Frau Sixtus nehme ich auch meine Knipsmaschine mit und falls der eine oder andere Promi nachher aus dem Rahmen fallen sollte, werde ich das - ganz rasender Reporter - hier im Blog verlauten lassen. Prost.
Es gibt Innovationen, die schwirren als frei zugängliche Meme durch den Möglichkeitsraum, bis sich endlich jemand erbarmt und sie in die reale Welt zerrt. Filesharing für Mobilgeräte ist so eine Sache. Die Kollegen vom Register hatten schon mehrfach laut darüber nachgedacht [1][2][3][4][5] und siehe da, sie wurden erhört: Die kleine rumänische Tüftelbude Simeda hat die Funknetzwerktechnik Rendezvous für Pocket-PCs portiert und gleich noch einen Webserver oben drauf gelegt. Pocketster heißt das Baby, das aus jeder WLAN-Wolke eine Spontantauschborse zaubern kann. Eine kleine Software für den Pocket-PC, aber Riesenkopfschmerzen für die Phonoindustrie.
Wenn ich die Zeitzonen nicht komplett durcheinander gebracht habe, dann wird heute um 15:30 Uhr teutonischer Zeitrechnung Raumfahrtgeschichte geschrieben. Oder besser: Es wird versucht dies zu tun. Wie bereits vor ein paar Tagen angemerkt, wird ein bis Dato namentlich nicht bekannter Pilot (der sich nach dem Flug Astronaut nennen darf) versuchen, in einem privat finanzierten Raumschiff auf 100 km Höhe aufzusteigen und wieder heil herunter zu kommen.
Ich habe keine Ahnung, ob irgendwelche per Kabel empfangbare TV-Sender live dabei sind, aber gerüchtweise will MSNBC einen Live-Video-Stream anbieten und der Radiosender KLOA wird wohl zumindest Live-Audio via Web anbieten. Die Kollegen von boingboing werden das Bloggen übernehmen. A pro pos Blogosphäre: Der Mojave Wüsten-Airport, der sich seit einigen Tagen offiziell Spaceport nennen darf, ist wohl der einzige Flughafen mit eigenem Weblog.
Denn mal: Godspeed Spaceship One!
Nachtrag: Space.com liefert Up-to-the-Minute-Updates
Nachtrag 2: Hier eine schöne Photo-Doku
Nachtrag 3: Und hier ist das passende Video-Blog
Aus einer Anzeige im aktuellen SPIEGEL:
Hmmm... Also über den Daumen würde das bedeuten: Ungefähr alle zwei Kilometer fährt man über eine Brücke und alle 750 Meter über eine Weiche. Mag letzteres vielleicht statistisch noch hinkommen, deckt sich ersteres nicht unbedingt mit meinen Erfahrungen. Oder fährt die DB jetzt in Venedig? Kann den Bahnlern mal irgendjemand einen Taschenrechner schenken? Danke.
Das sagt zumindest Larry Light (was ein Name), Global Chief Marketing Officer (GCMO?) von McDonalds. Die meistgehasste "Ich liebe es"-Kampagne könnte somit auch die letzte ihrer Art gewesen sein. Das Marketing dezentralisiert sich.
Auch Pepsi Cola will neue Wege gehen:
"Online will be bigger ... print and outdoor will benefit from where we're going. We're taking dollars directly out of television."
Wenn ich einen Fernsehsender besitzen würde, könnte es sein, dass ich ich mir ernsthafte Sorgen machen müsste. Da ich aber keinen Sender besitze und eher im Netz unterwegs bin, habe ich mehr Angst davor, demnächst an jeder zweiten Ecke mit singender und tanzender Hamburger- und Brause-Werbung konfrontiert zu werden. Immer diese Ambivalenz...
Nie wieder brauchen wir uns ab sofort auf Panels über Weblogs oder Social Networking herum zu treiben, denn David Hornik war so freundlich, einen prototypischen Vortrag zu entwickeln. Vielen Dank. Viel Zeit gespart.
... geht diesmal an Reinhold Beckmann für seine nachdenklich stimmende Bemerkung während des Spiels Frankreich/Kroatien:
"Ich habe hier einen kleinen Zettel, aber auf dem steht nichts drauf."
Auf den zweiten Platz hat es ebenfalls Reinhold Beckmann geschafft, mit seiner fachmännischen Analyse der Tabellensituation innerhalb der Gruppe B:
"Komisch, komisch, komisch."
Der Mann scheint den Portwein nicht besonders gut zu vertragen, anders ist es kaum zu erklären, dass er phasenweise seinen Faselmotor im Leerlauf rotieren ließ. Nach der Forderung zur Entkernerung der EM wird es Zeit für eine Petition zur Entbeckmannung der Fußballübertragungen.
Ich ertappte mich gestern dabei, wie ich mir Heribert Fassbender zurück wünschte. So weit ist es schon gekommen.
Jetzt erst bei mir angekommen: Die Pariser Stadtoberen erwägen, spritfressende Impotenz-Kompensations-Fahrzeuge künftig nicht mehr in die City zu lassen. Das wäre ein guter Anfang. Demnächst bitte auch: Cabrios mit eingebauter Stereoanlage, BMWs mit roten Ledersitzen und überhaupt sämtliche Autos mit ME-Kennzeichen. Jawoll.
Spiegel-Online macht Kohle. Zwar ist auch in dieser Meldung von schwarzen Zahlen noch keine Rede, aber wie so oft dürfte auch im Planquadrat der Online-Magazine ein Trend aus den USA mit einigen Jahren Verspätung hier ankommen. Dort drüben verdienen die Alpha-Medien im Web bereits richtig gutes Geld. Hierzulande ist offenbar immerhin die Netzeitung im Plus. Na fein. Weiter so.
Nach dem 1:1 NL/DE spukt der Begriff wieder einmal durch die Gazetten: "Besonders in der ersten Halbzeit konnte sie dem favorisierten Oranje-Team den Schneid abkaufen und in Führung gehen." (ARD) Auch im Vorfeld des Spiels kündigten einige deutsche Teammitglieder an, sie wollten den Holländern "den Schneid abkaufen".
Nachdem ich im Bekanntenkreis letztens eine lange und fruchtlose Spekulations-Gesprächsrunde über die Herkunft dieser Redensart geführt hatte und mein "Lexikon der Redensarten" sich immer noch erfolgreich vor mir versteckt: Weiß jemand der geschätzten Leserschaft, wo diese Redensart ihren Ursprung hat? Schneid? Schnitt? Schneider? Schnitter? Wurde da der Schneider bestochen oder das Schneidegerät abgekauft? Danke im Voraus für das Stopfen dieser Wissenslücke.
Wem das Treten nach dem Leder zu irdisch ist: Morgen wird meiner einer im PAN-Forum zu Emmerich im Rahmen der runningMARS-Ausstellung einen kurzen Vortrag zum Thema Mars-Reisen halten. Wem das wiederum zu theoretisch sein sollte, der kann danach ein wenig mit Astronaut Ulf Merbold plaudern, der über den All-Tag auf der MIR und anderswo erzählen wird. Der Eintritt ist frei. Ich bitte um zahlreiches Erscheinen.
Drüben bei Poynter gibt es den Bericht über einen interessanten Selbstversuch: Steve Rubel hat eine Woche lang versucht, sich über das Weltgeschehen ausschließlich durch Weblogs zu informieren. Keine Zeitungen, kein Radio, kein TV noch nicht einmal Links in Blogs ist er gefolgt, wenn diese auf eine offizielle Newssite geführt hätten. Sein Fazit nach sieben Tagen Blog-News-Schonkost: "Man fühlt sich ein wenig nackt."
Einseitige Ernährung war noch nie gesund.
Der Bundesgesichtsgerichtshof hat heute mit einem Urteil (Az.: I ZR 317/01) für etwas mehr rechtliche Klarheit bei dem leidigen Thema "Haftung für Links" gesorgt:
Im Interesse der Meinungs- und Pressefreiheit dürften an die Prüfung der Seiteninhalte keine zu strengen Maßstäbe angelegt werden
Abmahner werden sich ärgern, Blogger können wieder ruhig schlafen.
... aber bisher nicht zu fragen wagten, gibt es heute auf heute. Um mir mal selber auf die Schulter zu klopfen: Offenbar bin ich der einzige, dem der zehnte Jahrestag der Verschwörungsaufdeckung aufgefallen ist. Oder die Berichte und Artikel der Kollegen sind unter ominösen Umständen verschwunden. Vergraben in den Niederungen Ostwestfalens...
An diesem Tag treffen bei der EM nicht nur Kroaten auf Engländer und Schweizer auf Franzosen, nein, auch der erste privatfinanzierte Raumflug soll dann stattfinden. Zwar gehts nur 100 Kilometer in die Höhe, aber dort droben beginnt immerhin offiziell der Weltenraum. Ich bin gespannt. Mindestens so sehr wie auf Kroatien - England.
Kommunisten haben es in Deutschland nicht leicht. Vor wenigen Dekaden wurden sie noch beschimpft und mit Berufsverbot belegt, inzwischen werden sie nur noch öffentlich ausgelacht.
So mancher harter Leninistenschädel mag ob solcher Behandlung weich geworden sein und/oder seinen Inhaber zum Verzehr von billigen Drogen genötigt haben. Anders ist es kaum zu erklären, dass die Repräsentanten der Arbeiter- und Bauernklasse in ihrem Parteiblättchen UZ dem Klassenfeind aus den USA und dessen Vasallen eine groß angelegte Klimaverschwörung ans Bein kleben wollen. Alles drin, was Illuminati-Leser mögen:
"Berichte über eigenartige Wettererscheinungen ... gitterartiges Muster weißer Streifen am Himmel ... Menschen hätten in den Wochen darauf über Atemwegserkrankungen, Konzentrationsschwäche, Müdigkeit oder Störungen des Kurzzeitgedächtnisses geklagt ... Flugzeugtanks pulverisiertes Aluminiumoxid und Bariumsalze in die dünne Höhenluft gesprüht ... durch Bestrahlung des entstandenen elektrostatischen Feldes mit niederfrequenten Radiowellen künstlich Ozon erzeugt ... die hohe Zahl an Toten muss den Fachleuten zufolge in Kauf genommen werden ... weist darauf hin, dass das Projekt strikt geheim gehalten wird, um Panik in der Bevölkerung oder politische Gegenaktionen von Umweltparteien oder -gruppen zu vermeiden ... beteiligen sich so gut wie alle wichtigen Industriestaaten an diesem Programm ... durch das Beifügen pharmazeutischer oder biologischer Kampfstoffe eventuellen Gegner zu schaden ... "
Undsoweiterundsofort. Was mir bleibt, ist ein kleiner Tipp an die Redakteure der UZ: Liebe Kollegen, wenn Ihr Euch Hütchen aus Aluminiumfolie bastelt, dann kann der die CIA Eure Gedanken nicht mehr lesen.
